Regulierung

SEC erhebt Anklage gegen 2 Führungskräfte von Pacific Private Money wegen Angebotsbetrugs in Höhe von $80 Millionen

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Die Securities and Exchange Commission hat am 1. September 2026 Mark D. Hanf, den ehemaligen Chief Executive Officer der in Novato, Kalifornien ansässigen Pacific Private Money Group LLC, und Hoai‑Nam Chu Phan, den ehemaligen Chief Operating Officer einer PPMG‑Tochtergesellschaft, angeklagt, einen Angebotsbetrug organisiert zu haben, bei dem mehr als $80 Millionen von etwa 190 überwiegend privaten Anlegern, von denen viele pensionierte Senioren waren, eingenommen wurden, so die Ankündigung der Behörde.

Die Beschwerde, eingereicht beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk Kaliforniens, behauptet, dass Hanf und Phan, auch bekannt als Nam Phan, von mindestens Dezember 2021 bis etwa November 2025 Wertpapiere in Form von Mitgliedschaftsanteilen an zwei privaten PPMG‑Fonds angeboten und verkauft haben: Pacific Private Money Fund I LLC, bekannt als der Pacific Fund, und Pacific Freedom Fund LLC, bekannt als der Freedom Fund. Laut der Beschwerde stellten die Beklagten fälschlich dar, dass das Fondsvermögen zur Vergabe oder zum Kauf von durch Immobilien gesicherten Krediten verwendet werden würde und dass die Anleger bevorzugte oder feste Renditen aus den Immobilienkreditaktivitäten der Fonds erwarten könnten. In Wirklichkeit, so die SEC, nutzten die Beklagten regelmäßig das Kapital neuer Anleger, um Ponzi‑ähnliche Zahlungen an frühere Investoren zu leisten, und die von ihnen angepriesenen Renditen stammten größtenteils aus dem Geld neuer Investoren und nicht aus den Erträgen der Fonds. Die Beschwerde stellt fest, dass beide Fonds für den Großteil des Zeitraums nicht profitabel waren.

Fondsstrukturen und angebliche Fehldarstellungen

Hanf, 65, aus Belvedere‑Tiburon, Kalifornien, gründete PPMG und startete den Pacific Fund im Jahr 2013 sowie den Freedom Fund im Jahr 2020 und fungierte laut der Beschwerde als die primäre Kontrollperson für beide. Phan, 58, aus Novato, trat im Oktober 2016 Pacific Private Money, Inc., das primäre Betriebsgesellschaft für die PPMG‑Einheiten, bei und wurde 2020 zum Chief Operating Officer befördert. Die Beschwerde besagt, dass Phan die täglichen Geschäfte beider Fonds leitete, mit potenziellen Investoren kommunizierte und Zugriff auf die Bankkonten und internen Finanzunterlagen der Fonds hatte.

Laut seinem Angebotsmemorandum sollte der Pacific Fund Erträge durch Kreditvergabe und andere kreditbezogene Gebühren, Zinseinnahmen aus Hypothekendarlehen sowie Nettobeteiligungen aus dem Verkauf von Vermögenswerten erzielen, wobei die Anleger monatliche Ausschüttungen erhalten, die eine festgelegte Vorzugsrendite plus die Hälfte des überschüssigen, ausschüttbaren Geldes des Fonds umfassen. Der Manager des Pacific Fund, Private Money Management Group, LLC, hatte Anspruch auf eine Gebühr in Höhe von 2 Prozent des verwalteten Vermögens zuzüglich 50 Prozent des überschüssigen, ausschüttbaren Geldes nach der Vorzugsrendite. Das Angebotsmemorandum des Freedom Fund beschrieb ein Geschäft, das Kredite, die durch Immobilien oder persönliches Eigentum in den gesamten Vereinigten Staaten gesichert sind, erstellt, gekauft, finanziert, erworben und verkauft, mit Schwerpunkt auf Kalifornien, wobei kurze Halteperioden betont werden und feste monatliche Einkommensausschüttungen vor der Gewinnbeteiligung des Managers zu zahlen sind.

Die Beschwerde behauptet, dass der Pacific Fund ab dem Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 nicht mehr profitabel war, nachdem ein großer Teil seiner Kredite ausfallend wurde und Hanf beschloss, große Summen des Fondsvermögens an einen einzelnen Kreditnehmer zu verleihen, der später in Verzug geriet. Der Freedom Fund und andere PPMG‑Tochtergesellschaften übertrugen regelmäßig Geld an den Pacific Fund, mindestens seit Dezember 2021, wobei diese in den Büchern der Unternehmen als kurzfristige Darlehen klassifiziert wurden, deren Kapital und Zinsen größtenteils nie zurückgezahlt wurden, so die SEC. Der Freedom Fund war ebenfalls ab dem Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 nicht profitabel und generierte seit Januar 2022 nicht genügend liquide Einnahmen, um seine Ausgaben zu decken, heißt es in der Beschwerde.

Trotz alledem setzten Hanf und Phan die Akquise neuer Investoren fort und sammelten laut Beschwerde in diesem Zeitraum etwa $7.3 Millionen von über 60 Pacific‑Fund‑Investoren sowie etwa $76.5 Millionen von rund 130 Freedom‑Fund‑Investoren. Bis August 2022 hatte der Pacific Fund die Vergabe neuer immobilienbesicherter Kredite eingestellt. Die SEC wirft den Beklagten vor, die Fehldarstellungen in Angebotsunterlagen, Marketingmaterialien, E‑Mails, persönlichen Treffen und Online‑Webinaren gemacht zu haben. In einer E‑Mail vom Februar 2023 sagte Hanf einem potenziellen Investor, der Freedom Fund „zahle 9 % auf Einlagen über $1 Million (etwas weniger bei geringeren Beträgen), mit 30‑tägiger Liquidität und monatlichen Ausschüttungen“, ohne offenzulegen, dass die Renditen nicht aus Kreditaktivitäten stammen, so die Beschwerde.

Angebliche Veruntreuung und Zusammenbruch

Die Beschwerde behauptet, dass Hanf von mindestens April 2021 bis Juli 2025 mindestens $7 Millionen von Anlegergeldern veruntreut hat, indem er sie an Hanf Capital LLC, eine von ihm gegründete und allein besessene Gesellschaft, und gelegentlich an Pacific Realty Development LLC oder direkt auf sein persönliches Bankkonto übertrug. Laut den in der Beschwerde zitierten Buchhaltungs- und Bankunterlagen nutzte Hanf das Geld, um Immobilien zu erwerben, zu bauen, Schulden zu bedienen und Grundsteuern für Immobilienbestände zu zahlen; seinen persönlichen Eigenkapitalanteil an einem neuen PPMG‑Fonds zu erhöhen; die Preisgelder eines Boxkampfes zu finanzieren; in ein angebliches Krypto‑Asset‑Unternehmen zu investieren; und persönliche Lebenshaltungskosten einschließlich seiner Hypothek und Kreditkartenrechnungen zu decken. Interne Unterlagen charakterisierten die Überweisungen irreführend als Darlehen, die zum Zeitpunkt der Insolvenz der Unternehmen weitgehend unbezahlt blieben, heißt es in der Beschwerde. Die SEC wirft zudem beiden Beklagten vor, die Erstellung falscher Kontoauszüge angeordnet zu haben, und Hanf habe die Erstellung falscher Schedule‑K‑1‑Steuerformulare für die Investoren veranlasst.

Bis zum Herbst 2025 gingen die Fonds trotz neuer Investorengelder zur Neige, und Hanf und Phan führten laut Beschwerde eine Tabelle mit ausstehenden Rückforderungsanträgen, wobei sie teilweise Rückzahlungen für Anleger priorisierten, die am wahrscheinlichsten Beschwerde einlegen würden. Im Oktober 2025 stellten beide Fonds die Ausschüttungen und Rückzahlungen ein. PPMG beauftragte im Dezember 2025 einen Chief Restructuring Officer, und am 16. Juni 2026 beantragten der Pacific Fund, der Freedom Fund, PPMG und verbundene Unternehmen den Schutz nach Chapter 11. Die Beschwerde stellt fest, dass trotz ausstehender Gesamtinvestitionen in den beiden Fonds von fast $121 Millionen die insgesamt wieder einbringbaren Vermögenswerte bis Februar 2026 auf weniger als $17 Millionen geschätzt wurden.

Anklagen und einvernehmliche Urteile

Die Beschwerde wirft Hanf Verstöße gegen Abschnitt 17(a) des Securities Act von 1933 sowie Abschnitt 10(b) des Securities Exchange Act von 1934 und die entsprechende Regel 10b‑5 vor, und wirft Phan Verstöße gegen die Abschnitte 17(a)(1) und (3) des Securities Act sowie Abschnitt 10(b) des Exchange Act und Regel 10b‑5 vor. Ohne die Vorwürfe anzuerkennen, haben Hanf und Phan jeweils der Verhängung eines Urteils zugestimmt, das der gerichtlichen Genehmigung unterliegt und sie dauerhaft daran hindert, die angeklagten Bestimmungen zu verletzen und direkt oder indirekt an der Emission, dem Kauf, dem Angebot oder dem Verkauf von Wertpapieren teilzunehmen, mit Ausnahme von Transaktionen für ihre eigenen persönlichen Konten. Die Rückzahlung, Vorzugszinsen und zivilrechtlichen Strafen gegen Hanf sowie die zivilrechtlichen Strafen gegen Phan werden vom Gericht zu einem späteren Zeitpunkt auf Antrag der Kommission festgelegt. Die Untersuchung der SEC wurde von Mitarbeitern ihres Regionalbüros in San Francisco durchgeführt, und in einer parallelen Aktion kündigte das US-Staatsanwaltsbüro für den nördlichen Bezirk Kaliforniens strafrechtliche Anklagen gegen Hanf und Phan an.

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