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Die Verbindungen von Sam Bankman-Frieds Familie zu FTX im Dezember 2022

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Sam Bankman-Fried

Dieser Artikel betrachtet die Verbindungen der Familie von Sam Bankman-Fried zu FTX im Dezember 2022. Die Behörden auf den Bahamas nahmen den FTX-Gründer am 12. Dezember fest. Damals wurde ein amerikanischer Auslieferungsantrag erwartet; die Festnahme bedeutete nicht, dass die Auslieferung bereits erfolgt war.

Bundesstaatsanwälte im südlichen Gerichtsbezirk von New York veröffentlichten am 13. Dezember eine Anklage mit acht Punkten. Sie betrafen unter anderem Betrug an Kunden und Kreditgebern mithilfe von Kommunikationsmitteln, Verschwörungen zu Wertpapierbetrug und Geldwäsche sowie Verstöße gegen Wahlkampffinanzierungsvorschriften. Die SEC erhob eine separate Zivilklage wegen Anlegerbetrugs. Ihr Vorsitzender verglich das Unternehmen mit einem „Kartenhaus“. SEC und CFTC leiteten Zivilverfahren ein, keine strafrechtlichen Anklagen.

Bankman-Fried engagierte den Strafverteidiger Mark Cohen, der zuvor Ghislaine Maxwell vertreten hatte. Ein gemeinsamer Anwalt belegt weder Ähnlichkeiten zwischen den Fällen noch die Schuld seiner Mandanten. Bankman-Fried erklärte damals, sein Vermögen sei stark geschrumpft.

Das Gericht auf den Bahamas lehnte im Dezember eine Freilassung gegen Kaution wegen Fluchtgefahr ab. Die Entscheidung betraf Untersuchungshaft und einen für Februar geplanten Gerichtstermin, keine endgültige Haftstrafe oder garantierte Entlassung. Zeitgenössische Berichte beschrieben, wie Sam seine Eltern im Gericht umarmte.

Die Eltern Joseph Bankman und Barbara Fried waren Rechtswissenschaftler in Stanford. Auch Bruder Gabe Bankman-Fried war an Projekten beteiligt, die die Familie unterstützte. Ihre Aufgaben waren unterschiedlich: Familienbeziehungen, politische Netzwerke und Unterstützung für das Unternehmen belegen für sich genommen keine Beteiligung an Straftaten.

Sprecherin Risa Heller erklärte damals, Joseph Bankman habe elf Monate für FTX gearbeitet, während Barbara Fried dort keine Stelle gehabt habe. Sam behauptete in einem Interview, seine Eltern seien nicht an den von ihm als relevant betrachteten Funktionen beteiligt gewesen.

Sie hätten sich weder mit den FTX-Bilanzen noch mit dem Risikomanagement befasst, sagte er. Das war seine eigene Erklärung, keine unabhängige Feststellung der Verantwortlichkeiten.

Nach dem FTX-Zusammenbruch gerieten auch die öffentlichen Rollen der Eltern in den Blick. Barbara Fried trat im November 2022 als Vorstandsvorsitzende des Spendernetzwerks Mind the Gap zurück, das sie zur Unterstützung demokratischer Wahlkämpfe mitgegründet hatte.

Joseph Bankman sagte seinen für den Winter geplanten Stanford-Kurs ab oder verschob ihn und nahm einen eigenen Verteidiger für Wirtschaftsstrafrecht. Die Lage der Familie und ihre Anwaltskosten wurden an der Universität diskutiert. Barbara Fried erklärte, ihr eigener Rückzug aus der Lehre beruhe auf einer seit Langem geplanten Pensionierung.

Die Eltern unterstützten ihren Sohn nach dem Zusammenbruch und waren beim Gerichtstermin auf den Bahamas anwesend. Ein zeitgenössischer Bericht beschrieb, dass sie zeitweise lachten oder sich die Ohren zuhielten. Solche Beobachtungen belegen weder ihre Motive noch Kenntnis möglicher Rechtsverstöße.

Die Außendarstellung des Unternehmens

Der 1992 geborene Sam Bankman-Fried studierte am MIT und begann seine Laufbahn bei Jane Street mit Arbitragestrategien. Er gehörte 2017 zu den Mitgründern von Alameda Research und 2019 zu denen von FTX.

In Darstellungen seiner Berufswahl ermutigte Will MacAskill ihn, seine mathematischen Fähigkeiten im Finanzsektor einzusetzen und einen Teil seines Einkommens für wirksame Wohltätigkeit zu spenden. Verglichen wurde dies mit Tierschutzarbeit wie dem Verteilen veganer Flugblätter. Dieser gedankliche Hintergrund rechtfertigt keine späteren Handlungen.

Bankman-Fried war ein bedeutender demokratischer Spender. In einem Interview behauptete er, über anders offengelegte Kanäle einen vergleichbaren Betrag an Republikaner gespendet zu haben. Die Gleichheit der Beträge war seine eigene Behauptung.

Im Jahr 2022 wollte FTX durch die Finanzierung von BlockFi und einen geplanten Kauf der Vermögenswerte von Voyager Digital als Retter der Kryptobranche erscheinen. Der Voyager-Kauf durch FTX wurde vor dem eigenen Zusammenbruch nicht abgeschlossen.

Während der Novemberkrise suchte Bankman-Fried Unterstützung bei seinen Eltern. Auch Anwälte, darunter Stanford-Professor David Mills, berieten ihn. Familiäre Unterstützung und Rechtsberatung sind andere Aufgaben als die Kontrolle finanzieller Unternehmensentscheidungen.

Joseph Bankman unterstützte vor dem Zusammenbruch die Darstellung des Unternehmens, mit Wohltätigkeit und Finanzdienstleistungen für Menschen mit geringem Einkommen Gutes zu tun. Diese Ziele bestimmen nicht, wie Kundengelder tatsächlich verwendet wurden.

FTX-Gesellschaften beantragten am 11. November 2022 Schutz nach Chapter 11. Die Zahl möglicher Gläubiger wurde damals auf mehr als eine Million geschätzt; Berichte beschrieben Verluste von Kunden und Anlegern in Milliardenhöhe. Das war keine abschließende Zählung der Kunden oder endgültigen Verluste.

Der neue Vorstandschef John J. Ray III schilderte schwere Mängel bei Buchhaltung, Unternehmensführung und internen Kontrollen. In seiner Aussage am 13. Dezember betonte er, dass die Untersuchung noch lief.

Die Zivilklagen der SEC und der US-Aufsicht für Rohstoff- und Derivatemärkte CFTC enthielten Vorwürfe, FTX-Kundengelder seien an Alameda Research übertragen und zu dessen Vorteil eingesetzt worden. Es ging um Kundengelder in Milliarden-Dollar-Höhe. Ray beschrieb auch deren Vermischung mit Alameda-Vermögen und die dadurch entstandenen erheblichen Verlustrisiken.

Die SEC behauptete, die Übertragungen seien trotz wachsender Zahlungsprobleme fortgesetzt worden. Das war der damalige Vorwurf der Behörde, keine Entscheidung über die strafrechtliche Verantwortung der Eltern.

Im Dezember 2022 sah sich Bankman-Fried einem Strafverfahren, getrennten Zivilklagen der Behörden und weiteren Untersuchungen gegenüber. Zeitgenössische Berichte behandelten auch Sammelklagen von Kunden und Ermittlungen wegen möglicher Marktmanipulation. Dies beschreibt die damalige Lage, nicht die heute noch laufenden Verfahren.

Die unterschiedlichen Rollen von Joseph Bankman und Barbara Fried

Joseph Bankman, in den damaligen Berichten als 67-jährig beschrieben, war als Steuerforscher und Befürworter einfacherer Steuererklärungen bekannt.

Er unterstützte staatlich vorbereitete Steuererklärungen und war am kalifornischen ReadyReturn-Projekt beteiligt. Den Berichten zufolge setzte er eigenes Geld für die Reform ein, obwohl Unternehmen für Steuererklärungshilfe dagegen arbeiteten.

Rutgers-Professor Jay Soled erinnerte sich, Bankman habe diese Ausgabe mit einer Renovierung seiner Küche verglichen: Er könne das Geld stattdessen für die Steuerzahler einsetzen. Die Geschichte bezog sich auf Joseph Bankman.

Joseph Bankman ist auch klinischer Psychologe. Laut den Berichten half er bei der Einstellung erster FTX-Juristen, nahm 2021 mit Mitarbeitern an Treffen in Washington teil, beriet seinen Sohn vor einer Kongressaussage und beantwortete Steuerfragen. Diese Aufgaben belegen für sich genommen keine Kenntnis des Missbrauchs von Kundengeldern.

In einem FTX-Podcast vom August 2022 erklärte Bankman, er habe geholfen, wenn er nützlich sein konnte, und auf Wunsch seines Sohnes dort angefangen. Er beschrieb diese Bitte als erfreulich für einen Elternteil. Das war seine eigene Darstellung seiner Rolle.

Bankman half auch bei einem Wettbewerb, bei dem Oberstufenschüler Geschäftsideen vorstellten und um ungefähr eine Million Dollar FTX-Förderung konkurrierten. Kevin O’Leary und David Ortiz gehörten zur Jury im Stil von Shark Tank. Die Veranstaltung stärkte das wohltätige Image des Unternehmens.

Eine weitere Verbindung führte über Josephs Schwester, die politische Beraterin Barbara Miller, zu Newton Sanon, dem Leiter von OIC of South Florida. Die Organisation unterstützt Selbstständigkeit durch Ausbildung und Beschäftigung. Barbara Miller und Barbara Fried sind unterschiedliche Personen.

Sanon erklärte damals, einige Teilnehmer hätten möglicherweise Geld auf FTX verloren oder keinen Zugriff mehr darauf, darunter Schülerstipendien. Das war keine abschließende Bilanz der Verluste aller Teilnehmer.

Barbara Fried arbeitete nach Angaben der Sprecherin nicht bei FTX, ihr Sohn unterstützte jedoch das von ihr geführte politische Spendernetzwerk. Diese Verbindung entspricht weder einer Anstellung noch einer Zuständigkeit für das Risikomanagement des Unternehmens.

Fried, in den damaligen Berichten als 71-jährig beschrieben, kam 1987 an die Stanford Law School. Zu ihren Forschungsgebieten gehörten Steuerpolitik, Eigentum, politische Theorie und Konsequenzialismus. Handlungsfolgen als philosophisches Prinzip zu bewerten, legt nicht die Haltung einer Person zu einem bestimmten Rechtsverstoß fest.

Auch die Beziehungen der Eltern zu Immobilien auf den Bahamas und ihre Unterbringung wurden untersucht. Berichten zufolge stellte FTX ihnen bei Besuchen ihres Sohnes eine Unterkunft zur Verfügung.

Die Namen der Eltern standen laut den Berichten in den Unterlagen eines Ferienhauses für etwa 16,4 Millionen Dollar in der abgeschlossenen Wohnanlage Old Fort Bay. Ihr Vertreter erklärte, sie hätten versucht, die Eigentumsurkunde an das Unternehmen zurückzugeben. Eine getrennte Angabe von 300 Millionen Dollar betraf umfassendere Immobilienkäufe einer FTX-Einheit, nicht den Preis dieses einzelnen Hauses oder eine strafrechtliche Verurteilung der Eltern.

Bankman-Fried finanzierte außerdem die gemeinnützige Organisation Guarding Against Pandemics, die sein Bruder Gabe leitete. Der damals als 27-jährig beschriebene Bruder trat im November 2022 zurück. Die Organisation war vom Handelsgeschäft der FTX zu unterscheiden.

John Ray sagte am 13. Dezember 2022 vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses aus. Er sprach über Darlehen und andere Zahlungen an Personen aus dem Umfeld der Führung; auch Zahlungen an die Familie wurden in Berichten behandelt. Aufgaben, empfangene Beträge und mögliche Verantwortung jedes Empfängers sind getrennt zu prüfen.

Die Verbindungen der Eltern zu FTX wurden im Dezember 2022 öffentlich hinterfragt. Personen aus dem Familienumfeld äußerten Sorge über die finanziellen Folgen der Anwaltskosten. Das war eine Prognose, keine feststehende künftige Insolvenz oder ein Beleg für die Beteiligung an Straftaten.

Gaurav begann 2017 mit dem Handel von Kryptowährungen und ist seitdem in den Crypto-Raum verliebt. Sein Interesse an allem, was mit Kryptowährungen zu tun hat, hat ihn zu einem Schriftsteller spezialisiert auf Kryptowährungen und Blockchain gemacht. Bald fand er sich dabei wieder, mit Krypto-Unternehmen und Medienunternehmen zu arbeiten. Er ist auch ein großer Batman-Fan.