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AMSC steigert Umsatz auf 94 Millionen US-Dollar, während Steueraufwand den Quartalsgewinn schmälert

AMSC teilte am 4. November 2026 mit, dass der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres, das am 30. September 2026 endete, von 65,9 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 94,0 Millionen US-Dollar gestiegen sei. Der GAAP-Nettogewinn sank hingegen von 4,8 Millionen auf 3,0 Millionen US-Dollar. Ein deutlich höherer Ertragsteueraufwand machte die besseren Betriebsergebnisse zunichte.
Der Umsatzanstieg war auf organisches Wachstum und die Übernahme von Comtrafo zurückzuführen. Der Umsatz im Netzgeschäft kletterte von 54,3 Millionen auf 76,7 Millionen US-Dollar, während der Umsatz im Windgeschäft von 11,5 Millionen auf 17,4 Millionen US-Dollar zunahm. Die Aufträge überstiegen 95 Millionen US-Dollar. Verwaltungsratsvorsitzender, Präsident und CEO Daniel P. McGahn führte dies vor allem auf die Märkte für herkömmliche und erneuerbare Energien sowie auf die Nachfrage von Kunden aus der Werkstoff- und Versorgungswirtschaft zurück.
McGahn zufolge spiegelte der Umsatz auch wider, dass Kunden weiterhin darum baten, Projektauslieferungen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 vorzuziehen. Neben der Nachfrage und der Übernahme trug somit auch der Zeitpunkt der Auslieferungen zum Umsatzwachstum des Quartals bei.
Betriebsergebnis steigt, während Steuern den Gewinn schmälern
Der Bruttogewinn erhöhte sich von 20,4 Millionen auf 26,5 Millionen US-Dollar. Die Vertriebs-, allgemeinen und Verwaltungskosten stiegen von 13,4 Millionen auf 18,3 Millionen US-Dollar; dennoch verbesserte sich das Betriebsergebnis von 3,0 Millionen auf 5,4 Millionen US-Dollar. Das jüngste Betriebsergebnis enthielt einen positiven Effekt von 1,3 Millionen US-Dollar aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung.
Der Gewinn vor Steuern stieg von 4,9 Millionen auf 6,4 Millionen US-Dollar. Der Ertragsteueraufwand schnellte jedoch von 117.000 auf 3,4 Millionen US-Dollar hoch. Damit übertraf er den Anstieg des Vorsteuergewinns und führte zum Rückgang des GAAP-Nettogewinns.
Der Non-GAAP-Nettogewinn stieg von 8,9 Millionen auf 9,1 Millionen US-Dollar, während der unverwässerte Gewinn je Aktie in beiden Zeiträumen 0,20 US-Dollar betrug. AMSC definiert diese Kennzahl als Nettogewinn vor aktienbasierter Vergütung, der Amortisierung von immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit Übernahmen, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bedingter Gegenleistungen, sonstigen nicht zahlungswirksamen oder ungewöhnlichen Aufwendungen sowie den steuerlichen Auswirkungen dieser Anpassungen. Die aktienbasierte Vergütung war mit 6,5 Millionen US-Dollar der größte Anpassungsposten des Quartals, nach 3,8 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Hoher Mittelzufluss ermöglicht stärkere Investitionen
Der operative Cashflow belief sich in den sechs Monaten bis zum 30. September auf 48,7 Millionen US-Dollar, verglichen mit 10,6 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die liquiden Mittel, Zahlungsmitteläquivalente und verfügungsbeschränkten Zahlungsmittel summierten sich zum Quartalsende auf 181,9 Millionen US-Dollar, gegenüber 147,6 Millionen US-Dollar am 31. März 2026.
Der höhere Mittelzufluss ging mit einem deutlichen Anstieg der Investitionen einher. Die Ausgaben für Sachanlagen beliefen sich in der ersten Jahreshälfte auf 14,4 Millionen US-Dollar, gegenüber 2,2 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der operative Cashflow übertraf diese Ausgaben. „Unsere Dynamik, zusammen mit der quartalsweisen Ausweitung der Bruttomarge und dem erheblichen operativen Cashflow, verschafft uns ein hohes Maß an Flexibilität für unsere langfristigen strategischen Wachstumsinvestitionen“, sagte McGahn.
Für das dritte Quartal, das am 31. Dezember 2026 endet, erwartet AMSC einen Umsatz von mehr als 80,0 Millionen US-Dollar, einen GAAP-Nettogewinn über der Gewinnschwelle und einen Non-GAAP-Nettogewinn von mehr als 7,0 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,15 US-Dollar je Aktie. Die Gewinnprognose geht von einem Ertragsteueraufwand von 0,5 Millionen US-Dollar und einer unveränderten Bewertung der bedingten Gegenleistung zum beizulegenden Zeitwert aus.
McGahn erwartet, dass der Umsatz in jedem der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres durchschnittlich etwa 90 Millionen US-Dollar betragen wird. Zudem rechnet er mit anhaltend starker Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte und einem deutlichen Wachstum gegenüber dem Vorjahr für das gesamte Geschäftsjahr.
Die Ergebnisse verbinden vorgezogene Auslieferungen in der ersten Jahreshälfte, Nachfrage in verschiedenen Energiemärkten und einen deutlich höheren Mittelzufluss mit einem steuerbedingten Rückgang des GAAP-Quartalsgewinns. Entscheidend für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2026 wird sein, ob die von AMSC beschriebene Nachfrage nach den vorgezogenen Auslieferungen der ersten Jahreshälfte Umsatz und operative Rentabilität aufrechterhalten und zugleich die für die höheren Investitionsausgaben benötigten Mittel bereitstellen kann.












