Digitale Vermögenswerte
Fantom (FTM): Reserven, Wallet-Integration und Entwicklungsförderung Ende 2022

Fantom (FTM) ist ein Projekt, das weiterhin neue Händler und Entwickler anzieht. Diese leistungsstarke Layer‑1‑Blockchain wurde entwickelt, um skalierbar und EVM‑kompatibel zu sein. Seit ihrem Start hat das Netzwerk die Aufmerksamkeit von Händlern aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften und seiner großen aktiven Community auf sich gezogen.
Fantom hatte sich seit seinem Marktstart technisch weiterentwickelt. Ende 2022 berichtete der Artikel von einem jüngsten Kursanstieg des FTM-Tokens um 37 % trotz der Turbulenzen um FTX. Das beschreibt eine damalige Kursbewegung, keine Renditeprognose oder nachgewiesene Wirkung eines einzelnen Ereignisses.
Fantom erläutert seine Verbindungen zu FTX und Alameda
Nach dem Zusammenbruch der zentralisierten Kryptobörse FTX im November 2022 bemühte sich Fantom, Bedenken über seine Verbindungen zu deren Umfeld zu entkräften. Die Insolvenz und die Verflechtungen von FTX mit anderen Marktteilnehmern erschütterten das Vertrauen. Erklärungen der Stiftung bedeuteten jedoch nicht, dass sämtliche Markt- und Gegenparteirisiken beseitigt waren.

Fantom (FTM) vs Solana (SOL)

Fantom (FTM) – Neuigkeiten und Funktionen
Im Februar 2021 hatte die mit FTX verbundene Handelsfirma Alameda Research FTM im Wert von 35 Millionen US-Dollar gekauft. Fantom hatte diese Beteiligung öffentlich bekannt gemacht. Nach der im Artikel wiedergegebenen Darstellung sollte der Kauf Alameda die Teilnahme als Validator ermöglichen. Ein Validator ist dadurch nicht automatisch Teil der Stiftung oder Eigentümer des Netzwerks.
Der Artikel schilderte außerdem, Alameda habe im Januar 2022 eine engere Zusammenarbeit und weitere Investitionen angestrebt, die Fantom wegen Bedenken hinsichtlich einer Zentralisierung abgelehnt habe. Diese Darstellung einer geplanten Ausweitung ist von dem tatsächlich erfolgten Tokenkauf von 2021 zu unterscheiden. Fantom wollte mit seinen öffentlichen Erklärungen betonen, dass die Stiftung trotz des Zusammenbruchs von FTX weiterarbeiten könne.
Fantom (FTM) verfügt über Reserven
Am Montag, dem 28. November 2022, veröffentlichte Andre Cronje eine Darstellung der Finanzgeschichte der Fantom Foundation auf Medium. Nach seiner damaligen Schätzung konnten die Mittel bei den zugrunde gelegten Ausgaben etwa 30 Jahre reichen, ohne die FTM-Bestände antasten zu müssen. Gemeint waren die Finanzen und Ausgaben der Stiftung, nicht die Reserven einer Kryptobörse. Die Aussage war eine Schätzung der Projektseite und kein unabhängiger Solvenznachweis oder garantierter Finanzierungszeitraum.
Die angeführten Bestände umfassten nach Cronjes Darstellung mehr als 100 Millionen US-Dollar in Stablecoins, mehr als 100 Millionen US-Dollar in anderen Kryptowerten, rund 50 Millionen US-Dollar in Vermögenswerten außerhalb des Kryptobereichs sowie über 450 Millionen FTM-Token. Letzteres bezeichnet eine Tokenmenge, nicht 450 Millionen US-Dollar. Die Darstellung nannte außerdem jährliche Einnahmen von mehr als zehn Millionen US-Dollar zum damaligen Zeitpunkt; das ist nicht gleichbedeutend mit einem seit dem Start garantierten Jahresgewinn. Eine pauschale Aussage, sämtliche Vermögenswerte einschließlich der Nicht-Krypto-Anlagen seien in Cold Storage und deshalb unerreichbar für Angreifer, wäre unzutreffend.
Ledger Live ist aktiv
Die Unterstützung durch Ledger war eine weitere Entwicklung für FTM-Nutzer. Der bekannte Hersteller bietet Hardware-Wallets, bei denen private Schlüssel im Gerät verwahrt werden. Das kann bestimmte Risiken einer Online-Schlüsselverwaltung verringern, garantiert aber weder den Schutz vor jeder Betrugsmasche noch die Sicherheit falsch bestätigter Transaktionen.
Die Fantom Foundation meldete am 5. Dezember 2022, dass Nutzer FTM über Ledger Live senden, empfangen und ihre Bestände anzeigen konnten. Damit wurde die Verwaltung mit einer Hardware-Wallet erleichtert. Daraus folgt nicht, dass sämtliche Kauf-, Verkaufs- und Handelsfunktionen für FTM überall verfügbar waren oder direkt offline ausgeführt wurden: Eine Blockchain-Transaktion muss an das Netzwerk übermittelt werden. Die Integration erweiterte die Möglichkeiten zur eigenen Verwahrung.
Perfektes Timing
Der Zeitpunkt war nach Ansicht des Autors günstig, weil der FTX-Zusammenbruch das Interesse an eigener Verwahrung verstärkte. Bei einer verwahrenden Plattform ist der Zugriff auf die Vermögenswerte vom Anbieter abhängig. Selbstverwahrte Lösungen wie Hardware‑Wallets können dieses Gegenparteirisiko reduzieren. Nutzer müssen dafür ihre Wiederherstellungsdaten und Transaktionsfreigaben selbst sorgfältig schützen; die Ledger-Live-Integration macht FTM-Anlagen nicht risikofrei.
Fantom-Gitcoin-Fördermittel
Das Fantom-Gitcoin-Programm sollte Projekte im Ökosystem durch gemeinschaftliche Beiträge und ergänzende Fördermittel unterstützen. Bewerbungen für die erste Runde liefen vom 14. November bis 4. Dezember 2022; die Beitrags- und Abstimmungsphase war für den 12. Dezember bis 2. Januar vorgesehen. Dieses Förderprogramm ist vom gesonderten Vorschlag zur Beteiligung von dApps an Transaktionsgebühren zu unterscheiden. Es senkte nicht einfach die von Nutzern zu zahlenden Gebühren, um einen Fonds zu schaffen.
Die Stiftung stellte für die erste Runde 125.000 FTM als ergänzende Mittel bereit. Beiträge und Entscheidungen der Community sollten die Verteilung beeinflussen, während Bewerbungen geprüft werden mussten. Zu den angesprochenen Bereichen gehörten DeFi, Spiele, NFTs und Infrastruktur auf Fantom. Die anfängliche Fördersumme war keine Zusage, dass sie automatisch mit sämtlichen Netzwerkgebühren wachsen würde.
Fiat‑On‑Ramp – Fantom (FTM)
Eine im November 2022 angekündigte Integration von Ramp Network erleichterte den Kauf von FTM mit herkömmlichen Währungen. Der Zahlungsdienst bot einen direkten Zugang über seine Oberfläche, sodass Nutzer dafür nicht zwingend zuerst eine zentrale Kryptobörse verwenden mussten. Verfügbarkeit, Zahlungsmethoden, Gebühren und Identitätsprüfung richteten sich nach den Bedingungen des Dienstes und dem jeweiligen Land.
Ein zusätzlicher Börsenschritt kann entfallen, doch dadurch verschwinden nicht automatisch alle Datenschutz- und Sicherheitsrisiken. Auch ein Zahlungsdienst wie Ramp verarbeitet Daten und kann Identitätsprüfungen verlangen. Die Integration sollte den Übergang vom traditionellen Zahlungsverkehr zur Nutzung des Fantom-Netzwerks vereinfachen; sie belegt weder, dass sämtliche zentralisierten Börsen unsicher sind, noch dass der neue Zugang anonym ist.
Token‑Verbrennungen
Die Fantom Foundation stellte am 1. Dezember 2022 einen Governance-Vorschlag zur Gas-Monetarisierung vor. Er sollte den Anteil der verbrannten Transaktionsgebühren von 20 % auf 5 % senken und die frei werdenden 15 Prozentpunkte an teilnehmende dApps weiterleiten. Das war damals ein Vorschlag, keine bereits vollständig umgesetzte Änderung. Eine geringere Verbrennung ist außerdem nicht mit einer Senkung der Nutzergebühren gleichzusetzen. Verbrennungen verringern das Angebot gegenüber einem Szenario ohne Verbrennung; sie erzeugen nicht automatisch Nachfrage und garantieren keinen Kursanstieg.
Fantom (FTM) – Ein Projekt in Bewegung
Die beschriebenen Entwicklungen zeigten die damaligen Arbeiten an Fantoms Technik, Finanzierung und Nutzungsmöglichkeiten. Die Stiftung betonte ihre Reserven, neue Wallet-Unterstützung und Anreize für Entwickler. Der Autor sah darin Gründe, das Projekt 2023 weiter zu beobachten. Das war eine damalige Einschätzung, kein Versprechen künftiger Kursgewinne oder dauerhafter finanzieller Sicherheit.












