Digitale Wertpapiere

Warum Stablecoins der Motor digitaler Wertpapiere sind

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Der “Cash Leg” der Transaktion

Für den Sektor der digitalen Wertpapiere ist mehr nötig, als nur tokenisierte Aktien oder Anleihen. Es wird eine digital native Währung benötigt, um Trades abzuwickeln. In den Finanzmärkten hat jeder Handel zwei “Beine”: das Asset‑Bein (die verkaufte Aktie) und das Cash‑Bein (das zu zahlende Geld).

Wenn Sie eine Aktie tokenisieren, aber weiterhin eine Überweisung benötigen, um sie zu bezahlen, haben Sie die Ineffizienz nicht gelöst. Sie müssen immer noch zwei Tage warten, bis die Banküberweisung abgewickelt ist (T+2 Settlement). Deshalb sind Stablecoins nicht nur ein Krypto‑Handelswerkzeug; sie sind das entscheidende “Cash Leg” für die gesamte digitale Asset‑Wirtschaft.

Die symbiotische Beziehung

Stablecoins und digitale Wertpapiere (heute oft Real World Assets oder RWAs genannt) sind von Natur aus symbiotisch. In Kombination ermöglichen sie Delivery vs. Payment (DvP) mittels atomarer Swaps. Das bedeutet, dass das Asset und das Geld gleichzeitig und sofort den Besitzer wechseln, wodurch das Gegenparteirisiko eliminiert wird.

Ohne Stablecoins ist das Versprechen von 24/7‑Märkten unmöglich. Mit ihnen kann ein tokenisiertes Schatzpapier an einem Samstagabend für USDC verkauft werden, und die Mittel stehen sofort für eine Reinvestition zur Verfügung.

Eine warnende Geschichte: Die “Facebook Coin”

Im Jahr 2019 glaubte die Branche, dass der Katalysator für diese Adoption Facebook (heute Meta) sein würde. Der Technologieriese schlug einen globalen Stablecoin namens Libra (später in Diem umbenannt) vor. Das Projekt versprach, digitale Zahlungen über Nacht zu Milliarden von Nutzern zu bringen.

Das Projekt konnte jedoch nicht gestartet werden. Regulierungsbehörden weltweit lehnten es ab, dass ein privates Technologieunternehmen eine souveräne Währung ausgibt. Das Projekt wurde 2022 eingestellt und seine Vermögenswerte verkauft. Dieses Scheitern lehrte die Branche eine wertvolle Lektion: Compliance kann nicht nachträglich bedacht werden. Die Zukunft gehört regulierten Finanzinstituten, nicht unregulierten Technologie‑Disruptoren.

Die echten Gewinner: Institutionelle Stablecoins

Während Facebook scheiterte, hatten andere Erfolg, indem sie im Bankensystem arbeiteten.

USDC (Circle)

Heute ist USDC die dominierende Abwicklungswährung für On‑Chain‑Finanzen. Ein herausragendes Beispiel ist BlackRocks BUIDL Fund. Dieser tokenisierte Fonds ermöglicht Investoren, Erträge aus US‑Staatsanleihen zu erzielen. Entscheidend ist, dass BlackRock (BLK ) mit Circle zusammenarbeitete, um einen Smart Contract zu schaffen, der Investoren erlaubt, ihre Fondsanteile sofort und rund um die Uhr gegen USDC zu tauschen. Das beweist, dass die “stablecoin thesis” nun auf höchster Finanzebene operativ ist.

JPM Coin

J.P. Morgan entwickelte für seine institutionellen Kunden ein eigenes, genehmigtes Stablecoin‑System, JPM Coin. Es ermöglicht riesigen Unternehmen wie Siemens und Cargill, Milliarden von Dollar sofort zwischen Konten zu transferieren, anstatt auf Überweisungen zu warten. Obwohl es nicht an öffentlichen Krypto‑Börsen gehandelt wird, verarbeitet es täglich über $1 Milliarde Volumen und dient als verborgene Infrastruktur für die digitale Unternehmensfinanzierung.

PayPal USD (PYUSD)

Um die von Facebook hinterlassene Lücke im Einzelhandel zu schließen, brachte PayPal (PYPL ) 2023 erfolgreich PYUSD auf den Markt. Voll reguliert und durch US‑Staatsanleihen gedeckt, ermöglicht es Millionen von Nutzern, Stablecoins für Zahlungen zu verwenden und erreicht damit effektiv das, was Libra ursprünglich erreichen wollte – jedoch über einen regulierten FinTech‑Kanal.

Zusammenfassung

Der 2019 identifizierte “Trend” ist 2025 zum Standard geworden. Stablecoins sind das Motoröl der digitalen Wertpapier‑Maschine. Ohne sie würden die Zahnräder der tokenisierten Finanzwelt zum Stillstand kommen.

Joshua Stoner ist ein vielseitiger Berufsprofi. Er hat ein großes Interesse an der revolutionären 'blockchain' Technologie.