Regulierung

UK FCA-Kryptoasset-Richtlinien erklärt

mm
Securities.io maintains rigorous editorial standards and may receive compensation from reviewed links. We are not a registered investment adviser and this is not investment advice. Please view our affiliate disclosure.
UK FCA Releases Crypto Guidance

FCA-Kryptoasset-Richtlinien erklärt

Die britische Herangehensweise an die Krypto-Regulierung ist prinzipienbasiert und nicht technologie-spezifisch. Anstatt “Blockchain” selbst zu regulieren, konzentriert sich das Rahmenwerk auf die wirtschaftliche Realität eines Tokens und der durchgeführten Aktivität. Dies ermöglicht es, dass die Regeln auch bei der Weiterentwicklung der Technologie relevant bleiben.

Die Richtlinien gelten allgemein für Einheiten, die in Großbritannien mit der Ausgabe, dem Marketing, der Verwahrung, dem Austausch oder dem Betrieb von Kryptoassets beschäftigt sind. Jede Aktivität, die nach britischem Recht als “reguliert” gilt, erfordert eine Genehmigung oder Registrierung bei der Aufsichtsbehörde.

Aktivitätsbasierte Regulierung nach britischem Recht

Die Krypto-Regulierung in Großbritannien hängt von dem ab, was ein Unternehmen tut, und nicht davon, was es einen Token nennt. Ausgabe, Maklerdienstleistungen, Verwahrung, Börsenbetrieb und Zahlungsfacilitation werden alle unabhängig bewertet. Ein einzelnes Projekt kann je nach Struktur in mehrere regulatorische Kategorien fallen.

Dieser Ansatz spiegelt globale Best Practices wider, indem er regulatorische Arbitrage durch Token-Bezeichnungen allein verhindert.

Sicherheitstoken

Sicherheitstoken sind Kryptoassets, die Rechte oder Verpflichtungen ähnlich wie traditionelle Finanzinstrumente gewähren. Dazu gehören tokenisierte Aktien, Schuldscheine, Gewinnbeteiligungsrechte und Zertifikate, die Eigentum oder Ansprüche vertreten.

Wenn ein Token der Definition eines Wertpapiers entspricht, fällt es unter das britische Finanzdienstleistungs-Rahmenwerk, einschließlich des Financial Services and Markets Act (FSMA). Unternehmen, die mit Sicherheitstoken handeln, müssen die Prospektanforderungen, Offenlegungsregeln, Marktmisbrauchsregulierungen und Zulassungsstandards einhalten.

E-Geld-Token

E-Geld-Token sind digitale Assets, die zur Speicherung von Geldwert für Zahlungszwecke verwendet werden. Diese Token fallen unter die britischen Zahlungsdienst- und E-Geld-Regulierungen, wenn sie als Zahlungsmittel und nicht als Investition dienen.

Beispiele umfassen fiat-gedeckte Zahlungstoken oder Wallet-Salden, die für Überweisungen und Handelstransaktionen verwendet werden. Emittenten und Dienstleister in dieser Kategorie unterliegen ähnlichen Anforderungen an Eigenkapital, Verwahrung und Betrieb wie traditionelle Zahlungsinstitutionen.

Nicht regulierte Token

Bestimmte Kryptoassets bleiben außerhalb des Rahmens der britischen Finanzregulierung. Dazu gehören:

  • Austausch-Token, die hauptsächlich als Medium des Austauschs verwendet werden
  • Nutzungstoken, die Zugang zu einem Produkt oder einer Dienstleistung gewähren

Obwohl diese Token nicht als Finanzinstrumente reguliert sind, unterliegen sie den Verbraucherschutz-, Werbe- und Geldwäsche-Regeln, wo anwendbar.

Stablecoins und Hybrid-Strukturen

Stablecoins werden anhand ihrer Funktion und nicht ihrer Bindung bewertet. Ein Stablecoin, der für Zahlungen verwendet wird, kann unter die E-Geld-Regeln fallen, während ein Stablecoin, der Gewinnrechte oder Regierungsansprüche gewährt, als Sicherheit eingestuft werden kann.

Diese funktionale Analyse verhindert, dass Projekte durch Asset-Backing allein der Regulierung entgehen, und gewährleistet eine konsistente Behandlung über Token-Designs hinweg.

Auswirkungen auf Emittenten und Investoren

Token-Emittenten sind nicht automatisch verpflichtet, eine Genehmigung zu erhalten, um Token auszugeben oder zu verteilen. Allerdings können regulierte Aktivitäten wie Investitionsförderung, Verwahrung oder Börsenbetrieb Lizenzanforderungen auslösen.

Für Investoren verbessert das Rahmenwerk die Transparenz, indem es klärt, welche Schutzmaßnahmen für verschiedene Kryptoassets gelten und welche nicht.

Die Position Großbritanniens in der globalen Krypto-Regulierung

Das britische Rahmenwerk stimmt eng mit anderen großen Rechtsräumen überein, bleibt aber flexibel. Indem es den wirtschaftlichen Gehalt betont, ist die Richtlinie trotz der schnellen Veränderungen in den Krypto-Märkten relevant geblieben.

Anstatt Innovationen zu behindern, bieten die Regeln ein vorhersehbares Umfeld für konforme Projekte, um zu operieren, und machen regulatorische Klarheit zu einem Wettbewerbsvorteil für den britischen Markt.

David Hamilton ist ein Vollzeitjournalist und ein langjähriger Bitcoinist. Er spezialisiert sich auf das Schreiben von Artikeln über die Blockchain. Seine Artikel wurden in mehreren Bitcoin-Publikationen veröffentlicht, einschließlich Bitcoinlightning.com