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Südkorea wählte 2022 den Krypto-Befürworter Yoon Suk Yeol zum Präsidenten

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Südkorea hielt am 9. März 2022 eine Präsidentschaftswahl ab, die Yoon Suk Yeol gewann. Bei Veröffentlichung dieses Artikels am 12. März war er der gewählte künftige Präsident und noch nicht im Amt. Im Wahlkampf hatte er sich für günstigere Rahmenbedingungen für die Kryptobranche ausgesprochen und mehrere Vorhaben für digitale Vermögenswerte vorgestellt.

Der gewählte Präsident Yoon will die Kryptoregulierung lockern

Südkorea hatte bereits Vorschriften für digitale Vermögenswerte. Yoon hielt jedoch Teile des Regelwerks für realitätsfern und unangemessen. Auf einem Forum für virtuelle Vermögenswerte am 20. Januar 2022 sprach er sich für eine Überarbeitung aus, um das Wachstum der Branche zu unterstützen. Das war eine politische Forderung, keine bereits umgesetzte Gesetzesänderung.

Yoon bezeichnete den Markt für virtuelle Vermögenswerte als Bereich mit großem Potenzial. Er befürwortete ein System, in dem Tätigkeiten grundsätzlich erlaubt sind, sofern sie nicht ausdrücklich verboten werden. Das bedeutet nicht die Abschaffung sämtlicher Regeln oder des Anlegerschutzes. Das Januarprogramm seiner Partei sah auch einen gesetzlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte vor.

Außerdem schlug er vor, den Freibetrag für Gewinne aus Kryptoinvestitionen von 2,5 Millionen Won auf 50 Millionen Won anzuheben. Nach den ungefähren Wechselkursen des ursprünglichen Artikels entsprachen diese Beträge rund 2.000 beziehungsweise 40.400 US-Dollar. Gemeint waren Gewinne, nicht die Höhe des angelegten Kapitals. Die Anhebung war ein Wahlversprechen und noch nicht beschlossen. Der Beginn der vorgesehenen Besteuerung dieser Gewinne war damals auf Januar 2023 verschoben worden.

Zu seinen weiteren Vorhaben gehörten bessere Bedingungen für junge Kryptounternehmen, die eine Bewertung von mehr als einer Milliarde US-Dollar erreichen könnten – sogenannte Unicorns. Auch die inländische Tokenausgabe sollte ermöglicht werden, zunächst über Börsen mit Schutzvorkehrungen, häufig als IEO bezeichnet. Damit wollte er unter anderem Wähler in ihren Zwanzigern und Dreißigern ansprechen, die an Kryptoinvestitionen interessiert waren.

Ein knappes Wahlergebnis

Auch sein Gegenkandidat Lee Jae Myung hatte Interesse an digitalen Vermögenswerten gezeigt. Seine Kampagne nutzte NFTs im Zusammenhang mit ihrer Finanzierung: Teilnehmer am Finanzierungsprogramm konnten einen digitalen NFT-Nachweis erhalten. Dies ist von einem einfachen Verkauf von NFT-Kunst zur Spendensammlung zu unterscheiden. Yoon, damals 61 Jahre alt und früher Staatsanwalt, gewann die Wahl jedoch mit sehr knappem Vorsprung.

Die offiziellen Wahlergebnisse ergaben für Yoon 16.394.815 Stimmen beziehungsweise 48,56 Prozent, gegenüber Lees 16.147.738 Stimmen oder 47,83 Prozent. Der Abstand betrug somit 247.077 Stimmen, nicht 263.000. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,1 Prozent der Wahlberechtigten, nicht der gesamten erwachsenen Bevölkerung.

Ali ist ein freiberuflicher Schriftsteller, der die Kryptowährungsmärkte und die Blockchain-Industrie abdeckt. Er hat 8 Jahre Erfahrung darin, über Kryptowährungen, Technologie und Handel zu schreiben. Seine Arbeiten können auf verschiedenen hochkarätigen Investitionsseiten gefunden werden, darunter CCN, Capital.com, Bitcoinist und NewsBTC.