Digitale Vermögenswerte
Multichain und NEAR kündigten 2022 eine Partnerschaft für Interoperabilität an
Im März 2022 kündigte Multichain eine Partnerschaft mit dem NEAR-Protokoll an. Ziel war es, die Nutzung von Vermögenswerten über mehrere Chains hinweg und die Kommunikation zwischen Blockchains zu erleichtern sowie NEAR mit anderen großen Netzwerken zu verbinden.
Multichain plante die Zusammenarbeit mit NEAR
Der damaligen Ankündigung zufolge sollte Multichain NEAR mit weiteren unterstützten Blockchain-Netzwerken verbinden. NEAR wurde als Protokoll mit benutzerfreundlichen Funktionen und Entwicklungswerkzeugen vorgestellt.
https://twitter.com/MultichainOrg/status/1498627195677331457
Das NEAR-Protokoll sollte Entwicklern und Teams Anreize für die Entwicklung dezentraler Anwendungen (DApps) bieten. Es nutzt Sharding, um Durchsatz und Skalierbarkeit zu verbessern.
Die Partnerschaft wurde zu einer Zeit angekündigt, in der NEAR dem Artikel zufolge in den vorangegangenen Monaten deutlich gewachsen war. NEAR ist ein Layer-1-Netzwerk, das seine Skalierbarkeit durch Sharding verbessert. Damals wurde eine zunehmende Nutzung durch dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) und NFT‑Projekte gemeldet.
Es war nicht die erste Cross-Chain-Initiative von NEAR. Der Artikel verwies auf eine frühere Zusammenarbeit mit Allbridge, einer Lösung, die damals unter anderem Solana, Terra und Celo miteinander verband.
Der Artikel vertrat die Ansicht, dass die Zusammenarbeit zwischen NEAR und Multichain als einem damals bedeutenden Bridge-Anbieter die Verbindungsmöglichkeiten der Nutzer erweitern und die Bekanntheit beider Projekte steigern könnte.
Das Wachstum von Multichain
Multichain war damals eine Plattform zur Unterstützung der Interoperabilität zwischen Netzwerken. Der Artikel argumentierte, dass die Verbindung verschiedener Blockchains mit der Entwicklung des Sektors an Bedeutung gewinne und die Nutzung erleichtern könne.
Multichain hatte mit mehreren großen Blockchains zusammengearbeitet. Der Artikel bewertete diese Initiativen als möglichen Beitrag zur Interoperabilität und zur weiteren Entwicklung des Sektors.
Die Zusammenarbeit zwischen Blockchains ist eine Möglichkeit, ihre Verbreitung zu fördern. Sie kann die Auswahl der Nutzer erweitern und unterschiedliche Stärken der Netzwerke kombinieren. Sie ist jedoch nicht der einzige Weg und erhöht nicht automatisch den Schutz vor äußeren Bedrohungen: Bridges bringen eigene Verifikations- und Smart-Contract-Risiken mit sich.
Im März 2022 wurde Multichain als bedeutende Cross-Chain-Bridge beschrieben, die mehr als 1.600 Tokens unterstützte, täglich Transaktionen im Wert von mehreren hundert Millionen US-Dollar abwickelte und über 540.000 Nutzer zählte. Das sind damals genannte historische Kennzahlen, keine Angaben zur heutigen Aktivität oder Marktposition.
Multichain wollte auch Netzwerke ohne Kompatibilität mit der Ethereum Virtual Machine (EVM) in seine unterstützten Verbindungen einbeziehen. Fehlende EVM-Kompatibilität erschwert unter Umständen die direkte Wiederverwendung von EVM-Werkzeugen, schließt eigene Bridges oder Integrationen aber nicht aus.
Multichain entstand im Juli 2020 unter dem Namen Anyswap. Von Anfang an war das Ziel, die Kommunikation zwischen verschiedenen Blockchains zu fördern. Jedes Netzwerk hat eigene Eigenschaften, eine eigene Community und ein Entwicklungsökosystem sowie Dienste, die es seinen Nutzern anbieten möchte.
Die Lösungen von Multichain verbanden unterstützte Netzwerke und Vermögenswerte; sie konnten nicht jede Blockchain ohne weitere Integration anbinden. Unterstützt wurden unter anderem liquiditätsbasierte Modelle sowie Verfahren mit Token-Ausgabe und -Verbrennung. Der im Artikel beschriebene Vorgang — Vermögenswerte auf der Ausgangs-Chain sperren und entsprechende Tokens auf der Ziel-Chain ausgeben — ist Lock-and-Mint. Davon zu unterscheiden ist Burn-and-Mint: Dabei werden die Tokens auf der Ausgangs-Chain verbrannt und auf der Ziel-Chain ausgegeben.












