Rohstoffnachrichten
Goldpreis stabilisiert sich nach volatiler Sitzung

- Die Preise hatten bei Invasion News ihren Höhepunkt erreicht
- Der Handel bleibt als sicherer Hafen weiterhin stark
- Andere Edelmetalle ebenfalls höher
In den Rohstoffnachrichten war diese Woche alles von Action geprägt. Die Preise stiegen auf breiter Front, insbesondere am Donnerstag, als der Goldpreis auf seinem Höchststand über 1,970 $ sprang. Seitdem hat sich der Handel mit dem Edelmetall wieder auf einem stabilen Niveau eingependelt. Trotz dieses Rückgangs bleibt die Nachfrage stark, da Anleger versuchen, sich vor anhaltender Volatilität und geopolitischer Unsicherheit auf dem Markt zu schützen. Die Volatilität dürfte bis ins Wochenende hinein anhalten, da die russische Invasion noch andauert. Auch die Ölpreise bleiben hoch, während andere Edelmetalle, darunter Palladium und Silber, einen ähnlichen Nachfragetrend verfolgen, jedoch von ihren Höchstständen entfernt sind.
Der Goldpreis erreichte am Donnerstag ein Jahreshoch
Als am Donnerstag bekannt wurde, dass Russland in die Ukraine einmarschiert sei, kam es zu einem starken Anstieg des Goldpreises und vieler anderer Rohstoffe. Der Ölpreis stieg gestern im Handel auf über 100 US-Dollar, während Gold die 1,970 US-Dollar-Marke auf seinem Tageshöchststand durchbrach. Dies war der höchste Wert, den das Edelmetall seit September 2020 gehandelt hat.
Der Handel beruhigte sich später am Tag, als der Markt versuchte, die geopolitischen Entwicklungen zu ignorieren. Dies führte zu einer sehr starken Erholung des Aktienmarktes, und auch Gold und andere Edelmetalle schwächten sich ab. Nachdem der Goldpreis den Tag niedriger beendete, liegen die Goldpreise im frühen Handel am Freitag nun knapp über der 1,910-Dollar-Marke, wobei eine weitere möglicherweise volatile Sitzung bevorsteht.
US-Daten werden von aktuellen Nachrichten überschattet
Da die Inflation in der US-Wirtschaft und auf der ganzen Welt weiterhin hoch ist, sind Zahlen wie wöchentliche Arbeitslosenansprüche und monatliche Zahlen zu Hausverkäufen für Analysten von entscheidender Bedeutung. Diese werden heute alle zweitrangig sein, da die Augen der Welt weiterhin auf Russland und die globale Reaktion auf seinen Vormarsch in die Ukraine gerichtet sind.
Diese Daten sind immer noch wichtig, werden aber wahrscheinlich nicht die Auswirkungen haben, die sie normalerweise an einem Tag und in einer Woche hätten, an denen Forex-Broker eher sehen, dass die Märkte durch die Ereignisse in den politischen Nachrichten bewegt werden. Es stellt sich auch die Frage, wie sich diese Entwicklungen auf die Pläne der Fed zur Zinserhöhung auswirken könnten.
Höhere Preise auf dem gesamten Markt
Der Status von Gold als sicherer Hafen neben anderen Edelmetallen führte dazu, dass die Nachrichten über die gestrige Invasion in der Ukraine die Preise aller Metalle teilweise deutlich in die Höhe trieben. Dies liegt nicht nur an ihrem Status als attraktive Anlage in unsicheren Zeiten, sondern auch daran, dass einige Edelmetalle für Russland ein wichtiger Exportartikel sind. Dies wird zweifellos zu einer Angebotsverknappung führen.
Platin und Palladium sind Beispiele für solche Metalle, die von der Automobilindustrie weltweit nachgefragt werden. Palladium hat in diesem Jahr fast 30 % zugelegt und gestern auch ein neues Ein-Jahres-Hoch erreicht, bevor es im Minus, aber immer noch im Plus des Tages schloss. Silber legte um 0.5 % zu und schloss über 24 $, während sich Platin ähnlich bewegte.












