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Gemini erhält Lizenz für die Bereitstellung von E‑Money‑Dienstleistungen in Irland

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Die Kryptobörse Gemini erhielt 2022 in Irland eine Zulassung als E-Geld-Institut. Die von der irischen Zentralbank erteilte Zulassung betraf die Ausgabe von elektronischem Geld und damit verbundene Zahlungsdienste.

Dem Bericht vom März 2022 zufolge hatte die irische Zentralbank damals 18 Organisationen eine solche Zulassung erteilt. Zu den weiteren Unternehmen mit vergleichbaren Zulassungen zählten Coinbase, Stripe, Square und Meta (ehemals Facebook).

Gemini erhält eine E‑Money‑Lizenz

Laut dem damaligen Bericht hatte Gemini die Zulassung Anfang 2020 beantragt. Es handelte sich demnach um die erste neue Zulassung dieser Art seit Oktober 2020.

Die Zulassung erlaubte die Ausgabe von elektronischem Geld und damit verbundene Zahlungsdienste, darunter die Abwicklung von Zahlungen für Dritte. Im Rahmen des europäischen Passverfahrens konnten die zugelassenen Dienste nach den erforderlichen Meldungen an die Aufsichtsbehörden auch in anderen Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) angeboten werden. Zum EWR gehören die EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, Island und Liechtenstein; die drei letztgenannten Länder sind keine EU-Mitglieder.

Gemini hatte seine regulierte Geschäftstätigkeit in Europa bereits ausgebaut und vor dem britischen Marktstart 2020 eine E-Geld-Zulassung der Financial Conduct Authority (FCA) erhalten. Eine Zulassung für E-Geld- und Zahlungsdienste ist von der Registrierung und weiteren Anforderungen für Kryptodienstleistungen zu unterscheiden.

Gemini legte Wert auf die Einhaltung regulatorischer Vorgaben und hatte Zulassungen in mehreren Rechtsordnungen erhalten. Der Bericht vom März 2022 verwies außerdem auf damalige Daten von CoinMarketCap, wonach Gemini innerhalb von 24 Stunden ein Handelsvolumen von mehr als 137 Millionen US-Dollar verzeichnet hatte.

Gemini beteiligte sich auch an Initiativen zur Weiterentwicklung der Kryptobranche. Die Börse schloss sich dem Crypto Council for Innovation an, dem unter anderem Coinbase und Block (ehemals Square) angehörten. Dem damaligen Bericht zufolge gab Gemini an, im zweiten Halbjahr 2021 in den USA 120.000 US-Dollar für Lobbyarbeit ausgegeben zu haben.

Gemini hatte seine Präsenz in Irland ausgebaut und 2021 ein Büro in Dublin eröffnet. Das Unternehmen stellte Gillian Lynch, eine frühere Führungskraft der irischen Banktechnologieplattform Leveris, als Leiterin für Irland und Europa ein. Der damalige Bericht verwies zudem auf drei irische Tochtergesellschaften, die Binance im September 2021 gegründet hatte, sowie auf Kraken und Ripple als weitere Kryptounternehmen mit einer Niederlassung im Land.

Krypto‑Rahmen in Irland

Der Bericht vom März 2022 beschrieb Irland als einen der größeren europäischen Standorte der Kryptowirtschaft. Er verwies auf erhebliche Veränderungen des europäischen Regulierungsrahmens im Vorjahr und auf eine hohe Nachfrage nach Kryptowährungen, ähnlich wie auf den internationalen Märkten.

Das schnelle Wachstum der Kryptobranche hatte Bedenken geweckt, ob die Regulierung damit Schritt halten konnte. Im Vereinigten Königreich beaufsichtigte die FCA seit Januar 2020 bestimmte Kryptodienstleister im Rahmen der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Unternehmen, die unter diese Regelung fielen, mussten sich registrieren lassen; dies war keine pauschale Zulassung sämtlicher Kryptodienstleistungen.

Auch in Irland wurde über einen umfassenderen Regulierungsrahmen diskutiert. Dem damaligen Bericht zufolge hatte der Finanzausschuss des Parlaments Oireachtas im Februar 2022 angekündigt, einen Rahmen für Kryptowährungen zu prüfen. Dafür hatte er Unterlagen von der Zentralbank und der Steuerbehörde angefordert.

2022 war die irische Zentralbank für die Registrierung und Beaufsichtigung von Anbietern virtueller Vermögenswertdienste (VASPs) zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zuständig. Diese Regelung war von der Zulassung als E-Geld-Institut getrennt und bedeutete keine umfassende Aufsicht über sämtliche Aspekte des Kryptogeschäfts.

Zum Veröffentlichungszeitpunkt 2022 prüften europäische Behörden auch digitales Zentralbankgeld (CBDC). Mehrere Länder hatten Pläne oder Untersuchungen zu eigenen digitalen Zentralbankwährungen angekündigt, um die Digitalisierung ihrer Wirtschaft voranzutreiben. Im Vereinigten Königreich wurde ebenfalls über ein digitales Pfund diskutiert.

Ali ist ein freiberuflicher Schriftsteller, der die Kryptowährungsmärkte und die Blockchain-Industrie abdeckt. Er hat 8 Jahre Erfahrung darin, über Kryptowährungen, Technologie und Handel zu schreiben. Seine Arbeiten können auf verschiedenen hochkarätigen Investitionsseiten gefunden werden, darunter CCN, Capital.com, Bitcoinist und NewsBTC.