Digitale Vermögenswerte

‘Bitcoin Jesus’ Roger Ver in Spanien wegen US‑Strafdelikten verhaftet

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Gestern wurde eine Anklage offengelegt, die Roger Ver, einen frühen Bitcoin-Investor, wegen mehrerer Straftaten anklagt, darunter Briefbetrug, Steuerhinterziehung und das Einreichen falscher Steuererklärungen. Ver, ehemals aus Santa Clara, Kalifornien, wurde am Wochenende in Spanien verhaftet und die Vereinigten Staaten planen, seine Auslieferung für ein Gerichtsverfahren zu beantragen.

Die Anklage legt dar, dass Ver die Unternehmen MemoryDealers.com Inc. und Agilestar.com Inc. besaß, die mit dem Verkauf von Computer- und Netzwerkausrüstung beschäftigt waren. Es wird behauptet, dass Ver ab 2011 begann, Bitcoins zu akkumulieren und stark zu bewerben, wodurch er den Spitznamen „Bitcoin Jesus“ erhielt. Man sagt, er habe am 4. Februar 2014 die Staatsbürgerschaft von St. Kitts und Nevis erworben und anschließend seine US‑Staatsbürgerschaft aufgegeben. US‑Gesetze verlangten von Ver, Steuererklärungen einzureichen, in denen die Kapitalgewinne aus seinem weltweiten Vermögen, einschließlich Bitcoins, angegeben werden, und eine Austrittssteuer auf diese Gewinne zu zahlen.

Zum Zeitpunkt seiner Auswanderung besaßen Ver und seine Unternehmen angeblich etwa 131.000 Bitcoins, bewertet mit jeweils 871 $, wobei MemoryDealers und Agilestar rund 73.000 Bitcoins hielten. Laut den Vorwürfen stellte Ver eine Kanzlei und einen Gutachter ein, um ihm bei seiner Auswanderung und den Steuererklärungen zu helfen, und gab ihnen irreführende Informationen, die zu einer Unterangabe von Vermögenswerten und zur Einreichung falscher Steuererklärungen führten.

Bis Juni 2017 soll es behauptet werden, dass die Unternehmen von Ver noch etwa 70.000 Bitcoins hielten. Ver habe angeblich die Kontrolle über diese Bitcoins übernommen und im November 2017 einen erheblichen Teil für rund 240 Millionen $ verkauft. Obwohl er nicht mehr US‑Bürger war, musste Ver weiterhin Einkünfte aus US‑Unternehmensdividenden melden und darauf Steuern zahlen. Die Anklage wirft Ver vor, diese Transaktionen vor seinem Buchhalter verborgen zu haben, was zu nicht gemeldeten Einkünften und unbezahlten Steuern in seiner Steuererklärung für 2017 führte.

Die in der Anklage beschriebenen Handlungen sollen dem IRS mindestens 48 Millionen $ an entgangenen Steuern gekostet haben. Die Ankündigung der Anklage wurde von dem amtierenden stellvertretenden Assistant Attorney General Stuart M. Goldberg von der Steuerabteilung des Justizministeriums und dem US‑Staatsanwalt Martin Estrada für den Central District of California gemacht.

Daniel ist ein starker Befürworter des Potenzials von Blockchain, um die traditionelle Finanzwirtschaft zu revolutionieren. Er hat eine tiefe Leidenschaft für Technologie und erkundet ständig die neuesten Innovationen und Gadgets.