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ARK Invest und MicroStrategy halten an ihren Anlagestrategien fest

Im Mai 2023 engagierten sich ARK Invest und MicroStrategy auf unterschiedliche Weise im Bereich digitaler Vermögenswerte. MicroStrategy verband sein Geschäft mit Unternehmensanalysesoftware mit umfangreichen Bitcoin-Beständen. Zum Nettogewinn des ersten Quartals trug ein Steuerertrag wesentlich bei. Der von Cathie Wood geführte Vermögensverwalter ARK Invest begann den Monat unterdessen mit weiteren Käufen von Coinbase-Aktien für mehrere Fonds.
MicroStrategy meldet 461,2 Millionen Dollar Nettogewinn und 94 Millionen Dollar Bruttogewinn im ersten Quartal
In den drei Monaten bis zum 31. März 2023 erzielte MicroStrategy einen Nettogewinn von 461,2 Millionen Dollar beziehungsweise 31,79 Dollar je Aktie auf verwässerter Basis. Darin enthalten waren ein Steuerertrag von 453,2 Millionen Dollar und ein buchhalterischer Gewinn von 44,7 Millionen Dollar aus der Ausbuchung von Schulden. Der Bruttogewinn von 94 Millionen Dollar stammte aus dem Softwaregeschäft. Phong Le, der Michael Saylor als CEO abgelöst hatte, nannte die Plattform für Unternehmensanalysen und den bestehenden Kundenstamm als Wachstumstreiber. Er bekräftigte außerdem das Vertrauen in die Bitcoin-Strategie.
Die Finanzzahlen im Einzelnen
Der Quartalsumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 % auf 121,9 Millionen Dollar. Die Umsätze aus Produktlizenzen und Abonnementdiensten legten um 23,4 % auf 36,2 Millionen Dollar zu. Der Bruttogewinn von 94 Millionen Dollar entsprach einer Bruttomarge von 77,1 %. Im ersten Quartal 2022 hatten diese Werte 93,6 Millionen Dollar und 78,5 % betragen.
Der operative Verlust verringerte sich von 170 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 20,3 Millionen Dollar. Zum 31. März meldete das Unternehmen rund 140.000 BTC mit einem Buchwert von 2 Milliarden Dollar. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 94,3 Millionen Dollar. Die Tochtergesellschaft MacroStrategy zahlte am 24. März rund 161 Millionen Dollar, um den Silvergate-Kredit mit einer ausstehenden Kreditsumme von 205 Millionen Dollar vollständig abzulösen. Dadurch wurden die als Sicherheit hinterlegten Bitcoin freigegeben.
Vertrauen in die Bitcoin-Strategie bleibt bestehen
Laut Quartalsbericht kaufte MicroStrategy im ersten Quartal weitere 7.500 BTC. Die seit dem Erwerb kumulierten Wertminderungen betrugen 2,172 Milliarden Dollar; der durchschnittliche Buchwert je Bitcoin lag bei rund 14.289 Dollar. Zum 31. März betrugen die Anschaffungskosten 4,172 Milliarden Dollar und der Marktwert 3,986 Milliarden Dollar. Dem durchschnittlichen Kaufpreis von 29.803 Dollar stand ein Marktpreis von rund 28.468 Dollar gegenüber. In einer Mitteilung vom 5. April gab das Unternehmen bekannt, zwischen dem 24. März und dem 4. April 1.045 BTC gekauft zu haben.
ARK Invest kauft am 1. Mai Coinbase-Aktien für über 8 Millionen Dollar
Zeitgenössischen Berichten zufolge erschütterten die Spannungen zwischen Coinbase und der SEC Cathie Woods Vertrauen nicht. ARK soll am Montag, dem 1. Mai, 129.604 Coinbase-Aktien im Wert von rund 6,4 Millionen Dollar für den ARK Innovation ETF gekauft haben. Für den ARK Next Generation Internet ETF wurden 23.456 Aktien für rund 1,1 Millionen Dollar und für den ARK Fintech Innovation ETF 15.809 Aktien für rund 790.000 Dollar gemeldet. Insgesamt waren es 168.869 Coinbase-Aktien.
Damals wurde auch berichtet, dass ein ARK-Kauf für rund 8,6 Millionen Dollar im April mit dem Beginn eines gerichtlichen Verfahrens von Coinbase gegen die SEC zusammenfiel. Coinbase beantragte am 24. April eine gerichtliche Anordnung, die SEC zur Beantwortung seiner Regelsetzungspetition vom Juli 2022 zu verpflichten. Zuvor gemeldete ARK-Käufe umfassten im April insgesamt 304.300 Aktien für rund 17,5 Millionen Dollar und im März rund 2,4 Millionen Aktien für 117 Millionen Dollar.
ARK Invest und 21Shares beantragen erneut die Zulassung eines Bitcoin-Spot-ETF
Im Mai 2023 war der Bitcoin-Spot-ETF von ARK Investment Management und 21Shares noch nicht zugelassen. Die SEC lehnte den zweiten, im Mai 2022 eingereichten Antrag am 26. Januar 2023 ab. Nach Ansicht der SEC hatte Cboe BZX nicht ausreichend nachgewiesen, dass die vorgeschlagene Regel die Anforderungen zur Verhinderung von Betrug und Marktmanipulation sowie zum Anlegerschutz erfüllte. Die erste Ablehnung war am 31. März 2022 erfolgt.
Der dritte Vorschlag wurde am 25. April 2023 eingereicht. Der geplante ETF sollte über gewöhnliche Wertpapierkonten Zugang zu einem regulierten Börsenprodukt ermöglichen. Die Antragsteller stellten ihn als Alternative zum direkten Handel auf Kryptoplattformen dar. Diese Struktur kann bestimmte Risiken verringern; das Bitcoin-Kursrisiko sowie Verwahrungs- und Betriebsrisiken bleiben jedoch bestehen.
Das laufende Gerichtsverfahren zwischen Grayscale und der SEC
Zum Zeitpunkt des erneuten Antrags focht Grayscale die Ablehnung der Umwandlung seines Bitcoin Trust in einen ETF vor Gericht an. Am 29. Juni 2022 hatte das Unternehmen beim Bundesberufungsgericht für den District of Columbia die Überprüfung der SEC-Entscheidung beantragt. Es argumentierte, dass die unterschiedliche Behandlung von Spot-Produkten und zugelassenen Bitcoin-Futures-ETF willkürlich und widersprüchlich sei. Im Mai 2023 waren der Ausgang des Verfahrens und die Umwandlung noch offen.
Analysten sehen Verbindungen zwischen den Anträgen
Zeitgenössischen Berichten zufolge erwartete Grayscale-CEO Michael Sonnenshein bei der Consensus 2023 eine Gerichtsentscheidung bis Ende September. Das war eine Einschätzung zum zeitlichen Ablauf des Verfahrens. Das Nettovermögen des Grayscale Bitcoin Trust betrug zum 31. März 2023 rund 17,9 Milliarden Dollar. Der ETF.com-Analyst Sumit Roy vermutete, ARK und 21Shares wollten von einem für Grayscale günstigen Ergebnis profitieren.
Dave Nadig von VettaFi bezeichnete den Antrag ebenfalls als Möglichkeit, sich in die Warteschlange einzureihen. Nach der damaligen Analyse könnte die Umwandlung von GBTC selbst bei einem Sieg von Grayscale länger dauern als die Zulassung eines neuen Antrags. Dabei handelte es sich um Prognosen zu einem laufenden Verfahren.
Temasek bestreitet eine Investition von 10 Millionen Dollar in Array
Die staatliche singapurische Investmentgesellschaft Temasek dementierte am 2. Mai 2023 Berichte über eine Investition von 10 Millionen US-Dollar in das algorithmische Währungsprojekt Array. Array hatte am Vortag behauptet, die Finanzierungsrunde habe zu einer Bewertung von rund 100 Millionen Dollar geführt. Temasek erklärte, die Meldungen seien falsch und es bestehe keine Beziehung zu Array. Laut damaligen Berichten dementierte auch ein Sprecher von Binance Labs eine Investition.
Temasek hatte im November 2022 seine FTX-Investition von 275 Millionen US-Dollar vollständig abgeschrieben. Der zitierte Portfoliowert von 403 Milliarden bezog sich auf Singapur-Dollar zum 31. März 2022.












