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UPM-Verwaltungsrat beschließt Vollzug der Abspaltung des Sperrholzgeschäfts für die Börsennotierung von WISA

Der Verwaltungsrat der UPM-Kymmene (RPL.DE ) Der Verwaltungsrat der UPM-Kymmene Corporation beschloss am 28. Oktober 2026, den Vollzug der Teilabspaltung von UPM beim finnischen Handelsregister anzumelden. Die Eintragung ist für den 31. Oktober 2026 geplant. Der Handel mit den Aktien der neuen WISA Group Plc soll voraussichtlich am oder um den 2. November 2026 am regulierten Markt der Nasdaq Helsinki beginnen. Die finnische Finanzaufsichtsbehörde genehmigte am selben Tag eine Ergänzung zum Abspaltungs- und Börsenzulassungsprospekt der WISA Group, teilte UPM in einer um 13:00 Uhr EET veröffentlichten Börsenmitteilung mit.
Nach dem am 29. April 2026 genehmigten Abspaltungsplan gehen sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von UPM, die dem Geschäftsbereich UPM Plywood zuzuordnen sind oder diesem überwiegend dienen, auf die WISA Group Plc über. Diese im Zuge der Abspaltung gegründete Gesellschaft entsteht durch eine Teilabspaltung nach dem finnischen Aktiengesetz. Die außerordentliche Hauptversammlung von UPM beschloss am 31. August 2026 die Abspaltung gemäß dem Plan. Nach ihrem Vollzug werden UPM und die WISA Group eigenständige Unternehmen sein, die jeweils gemäß ihren strategischen Zielen weiterarbeiten. Die WISA Group wird zunächst dieselbe Aktionärsstruktur wie UPM haben.
Abspaltungsgegenleistung und Handelsmodalitäten
Die UPM-Aktionäre erhalten als Abspaltungsgegenleistung für jede UPM-Aktie, die sie besitzen, eine neue Aktie der WISA Group. Für eigene Aktien im Besitz von UPM wird keine Abspaltungsgegenleistung ausgegeben. Die Gesamtzahl der auszugebenden Aktien der WISA Group wird voraussichtlich 527.324.046 betragen. Grundlage dafür ist die Zahl der ausgegebenen UPM-Aktien ohne eigene Aktien. Die Abspaltung hat keinen Einfluss auf die Anzahl der UPM-Aktien.
Die Aktien der WISA Group werden unter dem Börsenkürzel WISA und der ISIN FI4000603345 gehandelt. Mit dem Vollzug erhalten die UPM-Aktien die neue ISIN FI4000603337; das Börsenkürzel UPM bleibt unverändert. Die Aktien der WISA Group werden voraussichtlich am oder um den 2. November 2026 in die Wertpapierdepots der UPM-Aktionäre eingebucht.
Sofern der Vollzug am 31. Oktober 2026 im finnischen Handelsregister eingetragen wird, berechtigt ein spätestens am 30. Oktober 2026 an der Börse ausgeführtes Geschäft mit UPM-Aktien den Käufer zum Erhalt der Abspaltungsgegenleistungsaktien. Alle Geschäfte mit UPM-Aktien, die am oder vor dem 30. Oktober 2026 getätigt und bis zu diesem Datum noch nicht abgewickelt wurden, werden so abgewickelt, dass Anleger, die UPM-Aktien im Rahmen solcher Geschäfte erworben haben, bei der Abwicklung sowohl Aktien von UPM als auch der WISA Group erhalten.
Die UPM-Aktionäre müssen nichts unternehmen, um die Abspaltungsgegenleistung zu erhalten. Die Aktien der WISA Group werden automatisch in ihre Wertpapierdepots eingebucht. Laut den häufig gestellten Fragen auf der Seite von UPM zur Abspaltung erhält ein Aktionär mit 50 UPM-Aktien 50 Aktien der WISA Group. UPM erhebt im Zusammenhang mit der Teilabspaltung keine Gebühren von den Aktionären. Depotbanken oder Broker können jedoch Gebühren für die Führung von Wertpapierdepots oder die Verwahrung von Aktien berechnen.
Die von der Finanzaufsichtsbehörde genehmigte Ergänzung betrifft die ungeprüften Carve-out-Finanzinformationen der WISA Group zum 30. September 2026 und für die neun Monate bis zu diesem Datum, die Prognose und den Ausblick der WISA Group sowie bestimmte technische Änderungen. UPM wird die Ergänzung im Namen der WISA Group veröffentlichen. Die finnischsprachige Ergänzung und ihre inoffizielle englische Übersetzung sind seit dem 28. Oktober 2026 auf den Abspaltungsseiten von UPM zusammen mit dem zuvor veröffentlichten Prospekt verfügbar. UPM veröffentlichte den Abspaltungs- und Börsenzulassungsprospekt am 16. Juli 2026. Die Finanzaufsichtsbehörde genehmigte frühere Ergänzungen am 17. August 2026 und am 18. September 2026.
Geschäftstätigkeit und Finanzziele der WISA Group
Der Abspaltungsprozess begann am 23. September 2025, als der Verwaltungsrat von UPM eine strategische Überprüfung des Geschäftsbereichs UPM Plywood einleitete. Der Verwaltungsrat genehmigte den Abspaltungsplan am 29. April 2026, die Finanzaufsichtsbehörde den ursprünglichen Prospekt am 16. Juli 2026. Am 22. Oktober 2026 reichte UPM bei der Nasdaq Helsinki den Antrag auf Börsenzulassung der Aktien der WISA Group ein. Seit dem zweiten Quartal 2026 weist UPM den Geschäftsbereich UPM Plywood in seiner Finanzberichterstattung gemäß dem Standard IFRS 5 als aufgegebenen Geschäftsbereich aus.
UPM beschreibt die WISA Group als einen der führenden europäischen Sperrholzhersteller. Das Unternehmen bietet Sperrholz- und Furnierprodukte für das Bauwesen, Fahrzeugböden, den LNG-Tankerbau, die Parkettherstellung und weitere industrielle Anwendungen an. Die WISA Group betreibt sieben Produktionsstätten an fünf Standorten in Finnland und Estland. Ihre theoretische Höchstkapazität beträgt rund 785.000 Kubikmeter pro Jahr. Im Jahr 2025 erzielte der Geschäftsbereich UPM Plywood einen Umsatz von 409 Millionen Euro und ein vergleichbares EBITDA von 55 Millionen Euro, berichtete UPM in seiner Mitteilung vom 29. April 2026, in der der Abspaltungsplan angekündigt wurde.
Nach Einschätzung des Vorstands im April würde die Ausgliederung des Plywood-Geschäfts in ein neues börsennotiertes Unternehmen den Aktionärswert steigern. Sie würde eine integrierte Plattform schaffen, die sich ausschließlich auf die strategischen Prioritäten und Wachstumschancen des Plywood-Geschäfts konzentriert, zugleich die Governance- und Entscheidungsstrukturen vereinfachen und den Fokus von UPM auf seine Kerngeschäfte stärken. „Wir sind überzeugt, dass diese Veränderung unseres Geschäftsportfolios langfristigen Wert für die Aktionäre von UPM schaffen wird. Wenn das Plywood-Geschäft seinen eigenen Wachstumspfad einschlägt, stärkt dies seine Zukunftsaussichten und schafft Klarheit über das Geschäftsportfolio von UPM“, sagte Massimo Reynaudo, Präsident und CEO von UPM, in der Mitteilung.
Der Vorstand von UPM hat für die WISA Group folgende Leistungsziele festgelegt: einen Umsatz von mehr als 550 Mio. EUR bis 2030, ein vergleichbares EBIT von 13 Prozent des Umsatzes bis 2030 sowie eine Nettoverschuldung im Verhältnis zum vergleichbaren EBITDA von weniger als 1,5x. Zudem ist eine Dividendenpolitik vorgesehen, nach der rund 50 Prozent des Jahresgewinns ausgeschüttet werden sollen. In der Mitteilung vom 16. Juli 2026 zur Genehmigung des ursprünglichen Prospekts bezeichnete UPM diese Ziele als zukunftsgerichtete Aussagen, die keine Garantie für die künftige finanzielle Entwicklung darstellen.
Tuija Suur-Hamari, Executive Vice President von UPM Plywood, wurde mit Wirkung zum Abschluss der Abspaltung zur Präsidentin und CEO der WISA Group ernannt. Zu diesem Zeitpunkt endet auch ihre Position im Group Executive Team von UPM. Dem Führungsteam der WISA Group gehören außerdem Pia Helminen, Saara-Maria Helminen (Chefjustiziarin), Kristiina Jaaranen (Marketing, Nachhaltigkeit und Kommunikation), Susanna Rinne (Vertrieb), Juhani Tenhunen (Betrieb) und Lasse von Hertzen an. Er wurde im Juli 2026 zum interimistischen Finanzvorstand und am 18. September 2026 zum Finanzvorstand ernannt. Die Carve-out-Abschlüsse der WISA Group für die am 31. Dezember 2025, 2024 und 2023 endenden Geschäftsjahre wurden von Ernst & Young Oy geprüft. Mikko Järventausta war dabei der für die Prüfung hauptverantwortliche Abschlussprüfer.
Im Rahmen der Vorbereitungen auf die Abspaltung vereinbarte UPM vorbehaltlich üblicher Bedingungen eine ausreichende Finanzierung für das auszugliedernde Plywood-Geschäft. Außerdem holte das Unternehmen die Zustimmung der Inhaber seiner festverzinslichen grünen Schuldverschreibungen mit Fälligkeit in den Jahren 2028, 2029, 2031 und 2034 ein. Dabei stimmte der erforderliche Anteil der Anleihegläubiger Änderungen zu, mit denen auf bestimmte Gläubigerrechte im Zusammenhang mit der Ausgliederung des Plywood-Geschäfts verzichtet wurde. UPM erhielt außerdem von der finnischen Steuerverwaltung einen verbindlichen Vorabbescheid. Demnach wird die Abspaltung für ertragsteuerliche Zwecke als steuerneutrale Teilabspaltung im Sinne von Abschnitt 52 c des finnischen Einkommensteuergesetzes für Unternehmen behandelt. Nordea Bank Abp (04Q.DE ) ist bei der Abspaltung als federführender Finanzberater von UPM und Hannes Snellman Attorneys Ltd als dessen Rechtsberater tätig.
Für Aktionäre, die grundsätzlich in Finnland steuerpflichtig sind, sollte der Erhalt von Aktien der WISA Group laut den häufig gestellten Fragen von UPM in der Regel keine unmittelbaren steuerlichen Folgen haben. Die ursprünglichen Anschaffungskosten der UPM-Aktien werden grundsätzlich im Verhältnis zu den jeweiligen Nettovermögenswerten auf die Aktien von UPM und der WISA Group verteilt. Die Aufteilung lässt sich erst bestimmen, wenn Berechnungen zur Verteilung des Nettovermögens zwischen UPM und der WISA Group vorliegen und die gewichteten Durchschnittskurse der Aktien beider Unternehmen für den ersten Börsennotierungstag und die ersten fünf Börsennotierungstage bekannt sind. Die finnische Steuerverwaltung soll gesonderte Leitlinien herausgeben, in denen das Aufteilungsverhältnis bestätigt wird. UPM bietet keine Steuerberatung an. UPM hat erklärt, dass das Unternehmen langfristig mindestens die Hälfte des vergleichbaren Gewinns je Aktie als Dividende ausschütten möchte. Für das Geschäftsjahr 2025 betrug die Dividende 1,50 EUR je Aktie.












