Künstliche Intelligenz
Die Entwicklung Torontos zu einem Technologiezentrum ist nicht so unwahrscheinlich, wie es scheint

Eine kurze Google-Suche zeigt, dass der „Tod des Silicon Valley“ schon seit Jahren vorhergesagt wird. Doch auch im Jahr 2023 zieht San Francisco weiterhin die Aufmerksamkeit von Startups und Risikokapitalgebern auf sich. Das zeigt, dass die Gerüchte über seinen Untergang, ähnlich wie bei Bitcoin, weiterhin übertrieben sind. Dies mag zwar auch in absehbarer Zukunft so bleiben, doch es gibt bemerkenswerte Beispiele dafür, dass andere Großstädte ebenfalls einen Vorstoß wagen. Ein Beispiel dafür war kürzlich markiert von Bloomberg, wobei die kanadische Metropole Toronto im aufstrebenden KI-Sektor für Aufsehen sorgt.
Investitionen und Wachstum
Ontario verzeichnete kürzlich im Jahresvergleich einen Anstieg der Risikokapitalinvestitionen um 206 %, wobei erhebliche Mittel in in Toronto ansässige KI-Startups flossen. Dies ist jedoch kein Zufall, da die Stadt bereits seit Jahren daran arbeitet, hochqualifizierte Talente und Einwanderer mit technischen Fähigkeiten anzuziehen.
Im Zwölfmonatszeitraum bis März 22,458 wurden schätzungsweise 12 KI-Arbeitsplätze geschaffen, zusätzlich zu einer wachsenden Zahl von Studenten, die sich für KI-Programme einschreiben – allesamt Anzeichen dafür, dass dieser Trend voraussichtlich auch in Zukunft anhalten wird.
Geoffrey Hinton und Torontos KI-Vermächtnis
Einer der Gründe, warum Toronto oft mit KI in Verbindung gebracht wird, ist die Verbindung der Stadt zu Geoffrey Hinton. Hinton verbrachte 35 Jahre in Toronto und gilt als Pionier der Forschung im Bereich künstlicher neuronaler Netzwerke. Er legte den Grundstein für eine technologische Renaissance in Kanadas größter Stadt.
Diese Vorarbeit beginnt sich auszuzahlen, denn die Spitzentalente, die früher südlich der Grenze geflohen wären, entscheiden sich nun dafür, in der Hauptstadt Ontarios zu bleiben, was dazu führt, dass Hinton sie als „Hochburg der Startup-Aktivitäten“.
Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Etablierung Torontos als KI-Zentrum wurde 2017 gelegt, als Hinton die Gründung des Vector Institute mitgestaltete. Als unabhängige Non-Profit-Organisation, die KI-Forschung und -Zusammenarbeit fördert, wurde das Institut für seine mutige Führungsrolle im KI-Bereich gelobt und spielte eine entscheidende Rolle bei Kanadas Wiederaufleben in diesem Bereich.
Kommerzieller Erfolg und Herausforderungen
Trotz des deutlichen Wachstums bleiben Herausforderungen bestehen. Toronto liegt bei der Zahl der KI-Jobs noch immer hinter dem Silicon Valley, und sein Risikokapital-Ökosystem befindet sich noch in der Entwicklung. Vergleiche mit Städten wie Bangalore und London deuten jedoch auf Torontos großes Potenzial hin. Clustering – ein Phänomen, bei dem sich Netzwerke gegenseitig befruchten – bietet einen Weg zu weiteren Innovationen.
Final Word
Torontos aufstrebendes KI-Ökosystem, das durch Geoffrey Hintons Pionierarbeit und strategische nationale Politik vorangetrieben wird, hat die Stadt zu einem bedeutenden Konkurrenten auf der Weltbühne gemacht. Zwar gilt es, Herausforderungen zu meistern, doch die Verbindung von Wissenschaft, Innovation, Geschäftsmöglichkeiten und globaler Anerkennung verspricht Toronto eine glänzende Zukunft im KI-Bereich.
Das Wachstum der Stadt spiegelt die technologische Entwicklung wider und bietet einen Ausblick auf die Zukunft der Industrie und des Wohlstands ihrer Einwohner. Auch wenn der Aufstieg Torontos zu einem Technologiezentrum für manche unwahrscheinlich erscheint, ist sein Aufstieg ein Ergebnis maßvollen, gezielten Wachstums, das sowohl von der Regierungspolitik als auch von der Präsenz einflussreicher Persönlichkeiten wie Hinton profitiert hat.












