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Zehn Aktien aus erneuerbaren Energien: Unternehmensdaten und Pläne von 2023

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Von der Brennstoffverbrennung zu erneuerbaren Energien

Der Übergang von menschlicher und tierischer Arbeit sowie Holz zu fossilen Brennstoffen unterstützte die Industrialisierung und den Ausbau der Produktionskapazitäten. Ihre Verbrennung verursacht jedoch Luftverschmutzung und Treibhausgasemissionen. Nicht erneuerbar bedeutet, dass die Vorräte begrenzt sind; diese Eigenschaft ist nicht selbst die physikalische Ursache der Verschmutzung. Manche Vorkommen erfordern zudem aufwendige Förderung, etwa aus Schiefer oder in großer Meerestiefe. Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme bieten unterschiedliche Alternativen für die Energiewende.

Diese Analyse behandelt Unternehmensdaten und Planungen aus den Jahren 2022–2023. Szenarien bis 2050 zeigen einen Ausbau erneuerbarer Energien, dessen Umfang von Region, Politik und Modellannahmen abhängt. Anspruchsvollere Klimaziele würden einen schnelleren Rückgang von Kohle, Öl und Gas erfordern. Szenarien sind keine sicheren Vorhersagen, und nicht alle genannten Projektionen beziehen sich auf die ganze Welt.

Quelle: EIA

Sinkende durchschnittliche Stromgestehungskosten über die Lebensdauer der Anlagen haben die Wettbewerbsfähigkeit vieler erneuerbarer Technologien verbessert, besonders der Photovoltaik. Standort, Finanzierung und Netzintegration beeinflussen den Vergleich. Die Erzeugungskosten umfassen nicht zwangsläufig alle erforderlichen Investitionen in Speicher und Stromnetze.

Erneuerbare Energien: zehn Aktien

Die Auswahl zeigt unterschiedliche Tätigkeitsfelder und folgt der im ursprünglichen Artikel verwendeten Reihenfolge nach Börsenwert. Zahlen und Ziele beziehen sich auf den damaligen Zeitraum, nicht auf eine aktuelle Rangliste oder die bestätigte Umsetzung sämtlicher Pläne.

1. China Yangtze Power

China Yangtze Power betreibt sechs große, aufeinanderfolgende Wasserkraftwerke am Yangtze, darunter das Drei-Schluchten-Kraftwerk. Die vom Unternehmen genannten 110 Einheiten sind Turbinen-Generator-Sätze, nicht 110 getrennte Staudämme oder vollständig eigenständige Kraftwerke.

Quelle: China Yangtze Power

Im betrachteten Zeitraum war Wasserkraft die größte Quelle erneuerbaren Stroms. China Yangtze Power gehört zu den großen Betreibern. Die sechs Kraftwerke des Korridors hatten 2023 zusammen etwa 71,7 GW Leistung. Daraus folgt nicht, dass das Unternehmen nach jeder möglichen Kennzahl Chinas größter Stromkonzern war.

Der ursprüngliche Artikel erwähnte auch Aktivitäten in Brasilien, Sudan, Pakistan, Malaysia und Deutschland. Direkte Beteiligungen der börsennotierten Gesellschaft müssen von Aktivitäten der größeren China-Three-Gorges-Gruppe getrennt werden. Die Länderliste belegt kein vollständiges Eigentum von China Yangtze Power an jedem Projekt.

Stauseen ermöglichen eine schnelle Anpassung der Erzeugung an die Nachfrage, soweit Wasserverfügbarkeit und Betriebsvorschriften dies zulassen. Neben saisonalen Niederschlägen können Dürren, Hochwasser, Umweltanforderungen und andere Wassernutzungen die Erzeugung begrenzen. Die Flexibilität beseitigt weder Wartungsbedarf noch Investitionen in die Stromübertragung.

Das Unternehmen kann für Anleger relevant sein, die etablierte Wasserkraftinfrastruktur untersuchen. Es garantiert jedoch weder höchste Sicherheit noch eine bestimmte niedrige Wachstumsrate. Die Wasserverhältnisse können Produktion und Ergebnisse von Jahr zu Jahr erheblich verändern.

Geopolitische Spannungen zwischen China und westlichen Ländern können Bewertung, Finanzierung, Marktzugang und Betriebsbedingungen beeinflussen. Die Auswirkungen müssen sich nicht auf den Aktienkurs beschränken.

2. Iberdrola, S.A.

Iberdrola verfügte damals über rund 40 GW erneuerbare Leistung bei insgesamt 60,7 GW laut Artikel. Der Plan 2023–2025 sah 52 GW erneuerbare Leistung bis 2025 vor. Das war ein damaliges Ziel, keine aktuelle Prognose oder Bestätigung der Zielerreichung.

Der Plan umfasste Gesamtinvestitionen von €47 Milliarden, darunter €17 Milliarden in erneuerbare Energien und €27 Milliarden in Stromnetze. Der Artikel nannte außerdem €3,4 Milliarden für Wasserstoff, grünes Methanol, industrielle Wärme und Ladeinfrastruktur. Diese Beträge dürfen ohne Prüfung von Zeitraum und Programmumfang nicht einfach addiert werden.

Iberdrola hat seinen Hauptsitz in Spanien und bedeutende Aktivitäten in anderen Teilen Europas, Nordamerika und Brasilien. Der Unternehmenssitz bedeutet nicht, dass der überwiegende Teil aller Aktivitäten in Spanien liegt.

Quelle: Iberdrola

Die genannte Dividendenpolitik sah die Ausschüttung von 65–75% des dem Unternehmen zurechenbaren Nettogewinns vor. Das ist eine Gewinnausschüttungsquote, keine Dividendenrendite von 65–75% des gezahlten Aktienpreises.

Die Wachstumsplanung und eine damals mit über 4% angegebene Dividendenrendite gehörten zur Investmentthese. Die Rendite verändert sich mit Dividende und Aktienkurs. Unternehmensgröße beseitigt weder Finanzierungs- noch Regulierungsrisiken und garantiert keine stabilen Erträge.

3. Ørsted A/S

Ørsted hat seinen Energiemix seit 2006 stark verändert, als rund 83% aus fossilen Brennstoffen stammten. Laut Jahresbericht betrug der grüne Anteil an Strom- und Wärmeerzeugung im Gesamtjahr 2022 91%, nicht 92%. Das damalige Ziel für 2025 lag bei 99%.

Quelle: Orsted

Ein Vorgängerunternehmen von Ørsted war 1991 an Vindeby, dem ersten Offshore-Windpark, beteiligt. Hornsea 2 ging 2022 vollständig in Betrieb und war damals der größte Offshore-Windpark der Welt. Diese Kategorie umfasst nicht alle großen Ansammlungen von Windparks an Land.

Die Präsentation zum ersten Quartal 2023 nannte 15,478 GW installierte Leistung, 4,903 GW mit endgültigem Investitionsbeschluss und 10,562 GW bezuschlagte Projekte, zusammen etwa 30,943 GW. Nicht alle Kategorien waren bereits in Betrieb; die Summe weicht von den 30,6 GW im Ausgangstext ab.

Offshore-Wind machte einen großen Teil der installierten Leistung aus. Onshore-Wind, Solar und andere Technologien ergänzten sie; der Rest war nicht gleichmäßig auf Solar und Onshore-Wind verteilt. Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien lagen in Dänemark, Großbritannien, Deutschland, den USA, Taiwan und Vietnam. In Vietnam ging es um Entwicklung und Planung, nicht um einen nachgewiesenen Windpark im Betrieb. Betrieb, Bau und mögliche Projekte sind zu unterscheiden.

Ørsteds Offshore-Erfahrung ist für das Branchenwachstum relevant. Finanzierungskosten, Verzögerungen, Lieferketten und Stromverkaufsverträge beeinflussen jedoch die Rentabilität. Kosten sinken nicht automatisch.

4. Vestas Wind Systems A/S

Vestas entwickelt, produziert und installiert Windturbinen. Im Juni 2023 nannte das Unternehmen rund 166 GW kumulierte Installationen und 146 GW unter Serviceverträgen. Betreute Leistung bedeutet nicht, dass Vestas die Kraftwerke besitzt oder den Strom selbst erzeugt.

Im ersten Quartal 2023 wurde ein Entwicklungsportfolio von 32 GW genannt. Der Artikel verglich außerdem einen Anteil von 35% an der Turbinenherstellung außerhalb Chinas mit 20% im Jahr 2010. Das ist ein historischer Vergleich mit bestimmter Marktabgrenzung, kein aktueller Weltmarktanteil.

Die Behauptung, Vestas habe anders als sämtliche Wettbewerber ein stark positives EBIT erzielt, ist falsch. Die EBIT-Marge des Konzerns vor Sondereffekten lag 2022 bei −8,0%. Das profitable Servicegeschäft ist vom Konzernergebnis zu unterscheiden. EBIT bedeutet Ergebnis vor Zinsen und Steuern und kann negativ sein.

Quelle: Vestas

Im Februar 2023 stellte Vestas ein chemisches Verfahren zur Zerlegung von Epoxidverbundstoffen vor, um Materialien aus Rotorblättern zurückzugewinnen. Der nächste Schritt war die Skalierung zu einer kommerziellen Lösung mit Partnern. Das bedeutete nicht, dass bereits alle Blätter vollständig recycelt wurden oder die gesamte Branche kreislauffähig geworden war.

Größe und technisches Wissen sind wichtige Faktoren für Vestas. Sie machen die Aktie aber nicht automatisch sicher oder jede Turbine für jeden Einsatz überlegen. Kosten, Verträge und Rentabilität müssen ebenfalls geprüft werden.

5. First Solar, Inc.

FSLR Preisdiagramm

First Solar (FSLR ) ist ein großer US-Hersteller von Solarmodulen. Im betrachteten Zeitraum produzierte das Unternehmen in den USA, Malaysia und Vietnam. Der historische Größenvergleich ist keine aktuelle Rangfolge aller Solartechnologien.

First Solar verwendet statt herkömmlichem kristallinem Silizium seine eigene Dünnschicht-Photovoltaiktechnologie auf Basis von Cadmiumtellurid. Sie kann unter bestimmten Bedingungen, etwa bei hohen Temperaturen, Vorteile bieten, ist jedoch nicht stets effizienter als jedes Siliziummodul. Das Series-7-Datenblatt vom Januar 2023 nannte eine garantierte Leistung von über 89% nach 30 Jahren unter den Garantiebedingungen. Das ist eine Garantie, keine tatsächlich gemessene 30-jährige Leistung aller Produkte.

Quelle: First Solar

Cadmium und Tellur können als Nebenprodukte der Herstellung anderer Metalle gewonnen werden. Tellur ist ein Element; Tellurid gehört zur Verbindung im Modul. Nebenprodukte belegen nicht automatisch minimale Umweltbelastung. Materialrückgewinnung erfordert Sammlung und sachgerechte Verarbeitung.

Die Produktion außerhalb Chinas kann First Solar begünstigen, wenn Kunden ihre Lieferanten diversifizieren. Der im Artikel genannte Ausbau von rund 8 auf 16 GW bezog sich auf eine ältere Ausgangsbasis und einen damaligen Plan für jährliche Fertigungskapazität. Gemeint waren weder Stromerzeugung noch heutige Kapazität.

First Solar bietet Zugang zur Nachfrage nach Modulen und zur Entwicklung der Dünnschichttechnik. Ein steigender Marktanteil ist möglich; weder die vollständige Ablösung von Silizium noch positive Aktionärsrenditen sind sicher.

6. Brookfield Renewable Partners L.P.

BEP Preisdiagramm

Brookfield Renewable Partners (BEP ) ist mit Brookfield Renewable Corporation (BEPC ) und dem größeren Konzern Brookfield verbunden. Die Präsentation vom März 2023 nannte einen Brookfield-Anteil von etwa 48%. Die US$625 Milliarden verwaltetes Vermögen im Artikel betrafen die größere Gruppe und einen früheren Zeitpunkt, nicht BEPs eigenen Wert. BEP und BEPC sind unterschiedliche börsennotierte Wertpapiere.

Ende 2022 verfügte Brookfield Renewable über rund 25 GW in Betrieb und 110 GW Entwicklungsprojekte. Der Artikel nannte etwa 71,2 GW in Nordamerika. Entwicklung bedeutet weder, dass alles bereits gebaut wird, noch dass sämtliche Projekte sicher fertiggestellt werden.

Die operativen Anlagen umfassten Wasser, Wind und Solar. Solar, Speicherung und Wind waren wesentliche Teile der Wachstumsplanung. US$6–7 Milliarden über fünf Jahre waren ein damaliges Investitionsziel, keine bereits ausgegebene Summe.

Quelle: BEP

Die Übernahme von Westinghouse wurde 2022 angekündigt und am 7. November 2023 abgeschlossen. Bei der Erstveröffentlichung des Artikels im August 2023 war sie daher noch nicht vollzogen. Westinghouse liefert Nukleartechnik, Brennstoff und Dienstleistungen; seine Technologie spielt bei rund der Hälfte der weltweiten kommerziellen Reaktoren eine Rolle.

US$7,9 Milliarden waren der Unternehmenswert der Transaktion, nicht nur der Kaufpreis für das Eigenkapital. Brookfield Renewable und institutionelle Partner erwarben gemeinsam 51%, Cameco 49%. Brookfield Renewables eigener wirtschaftlicher Anteil war kleiner als der gesamte Konsortialanteil. Die Aktivitäten umfassen wiederkehrende Dienstleistungen und Brennstoff, nicht nur Neubauten.

Kernenergie gilt nicht als erneuerbar, hat aber im Lebenszyklus niedrige Emissionen im Vergleich zu fossilen Brennstoffen. Westinghouse erweitert Brookfields Beteiligung an unterschiedlichen Technologien zur Emissionsminderung im Stromsystem.

Die Präsentation vom März 2023 nannte rund 6% jährliches durchschnittliches Wachstum der Ausschüttungen für 2001–2023, nicht seit 1999. Die historische annualisierte Gesamtrendite von etwa 16% hatte dagegen November 1999 als Ausgangspunkt. Gesamtrendite umfasst mehr als Ausschüttungen allein; keine Zahl garantiert zukünftige Ergebnisse.

Wasser, Wind, Solar und Nukleardienstleistungen diversifizieren die Technologien. Finanzierung, Bewertung, Unternehmensstruktur und die Fähigkeit, Ausschüttungen fortzusetzen, sind ebenfalls zu berücksichtigen.

7. Ormat Technologies, Inc.

ORA Preisdiagramm

Geothermie nutzt Wärme aus dem Erdinneren für Strom oder Wärmeversorgung. Sie ergänzt Wasser, Wind und Solar, ist aber nicht wörtlich die vierte und letzte Methode erneuerbarer Erzeugung.

Fortschritte bei Bohrverfahren und Kenntnisse aus der Öl- und Gasindustrie können die Wirtschaftlichkeit geothermischer Projekte verbessern. Die Machbarkeit hängt von Geologie, Tiefe, Temperatur und Entwicklungskosten ab.

Ormat ist ein großer börsennotierter Geothermieproduzent und Technologielieferant. Der Artikel nannte Anlagen in den USA, Kenia, Indonesien, Mittelamerika und der Karibik sowie rund 1,07 GW Leistung. Größe und Leistung sind historische Angaben, keine aktuellen Zahlen.

Quelle: Ormat

Ormat baute auch das Speichergeschäft aus. Der Artikel nannte 104 MW mit geplanter Inbetriebnahme 2023, weitere 204 MW im Bau und ein Gesamtziel von etwa 1,8 GW bis 2025 einschließlich Speicherung und Solar. Das waren damalige Planungen, keine Bestätigung der Fertigstellung. Leistung in MW unterscheidet sich von Energiespeicherkapazität in MWh.

Der Umsatz stieg 2022 laut Unternehmen um 10,7% auf US$734,1 Millionen. Das Wachstum eines Jahres bedeutet nicht dieselbe Entwicklung in allen Jahren oder Segmenten.

Im Februar 2023 erwartete Ormat für 2023 rund US$150 Millionen an Liquiditätsvorteilen aus dem Inflation Reduction Act. Das war eine konkrete Schätzung steuerlicher Anreize, keine automatische und dauerhafte Senkung des Kapitalbedarfs jedes Projekts.

Geothermie kann neben schwankender Solar- und Windproduktion relativ gleichmäßig Strom liefern. Speicher, flexible Nachfrage und Stromnetze können nötig sein; das belegt aber keinen zwangsläufigen Stillstand weiterer Kostensenkungen dieser Quellen. Konventionelle Geothermie wird seit Jahrzehnten genutzt; manche neue Verfahren sind weniger ausgereift.

Ormat kann für Anleger relevant sein, die emissionsarme Erzeugung mit gleichmäßigerem Profil untersuchen. Bohr-, Finanzierungs-, Ausführungs- und Vertragsrisiken bleiben bestehen. Stabile Erzeugung garantiert nicht in jedem Markt höhere Strompreise.

8. Shoals Technologies Group, Inc.

SHLS Preisdiagramm

Shoals liefert elektrische Anschluss- und Hilfssysteme für Solaranlagen, bezeichnet als EBOS (Electrical Balance of System) . Zu den beschriebenen Produkten gehören Kabel, Schalter, Sicherungen und Anschlusskästen. Wechselrichter sind eine andere Kategorie und gehören nicht zu dieser Beschreibung der Shoals-Produkte.

Neue Solaranlagen, Modernisierungen, Speicher und Fahrzeugladung können die Nachfrage steigern. Laut ursprünglicher Schätzung entfielen unter 6% der Systemkosten auf die betrachteten elektrischen Komponenten, keine einzelne über 1%. Das sind historische Schätzungen mit bestimmtem Umfang, keine Regeln für alle Anlagen oder sämtliche Hilfssystemkosten.

Quelle: Shoals

Projektentwickler achten auf verlässliche Lieferanten, weil auch günstige elektrische Bauteile schwere Schäden verursachen können. Zertifizierung, Tests und Kosten eines Lieferantenwechsels können etablierte Anbieter begünstigen, beseitigen aber nicht den Wettbewerb.

Vormontierte Plug-and-Play-Lösungen von Shoals können den Aufwand vor Ort reduzieren. Sie heben lokale Vorschriften zu qualifizierten Elektrikern und sicherer Installation nicht auf. Der Artikel nannte 66 Patente zum Schutz bestimmter Merkmale und zurBegrenzung der Nachahmung einzelner Vorteile von Shoals-Produkten durch Wettbewerber. Der Schutz hängt von Gültigkeit und Umfang jedes Patents ab, nicht von einem Verbot aller konkurrierenden Lösungen. Verwandte Produkte werden auch für Ladeinfrastruktur eingesetzt.

Für 2020–2022 nannte der Artikel rund 36% jährliches durchschnittliches Umsatzwachstum und 40% Wachstum des Bruttogewinns. Der Bruttogewinn ist ein Geldbetrag; die Bruttomarge ist sein Verhältnis zum Umsatz.

Quelle: Shoals

Spezialisierte Produkte geben Shoals eine eigene Position in der Solar-Lieferkette. Das bedeutet weder fehlende Innovation oder Konkurrenz noch garantierte langfristige Gewinne.

Shoals ist ein Beispiel für einen Zulieferer, der vom Wachstum einer größeren Branche profitieren kann, bildlich als „Spitzhacken-und-Schaufeln“-Strategie beschrieben. Damit ist kein Bergbauunternehmen gemeint. Auch Zulieferer tragen Risiken aus technologischem Wandel, Qualität, Nachfrage und Preisen.

9. Daqo New Energy Corp.

DQ Preisdiagramm

Daqo New Energy produziert hochreines Polysilizium, einen wichtigen Werkstoff für kristalline Siliziummodule. Das Unternehmen gehört zur chinesischen Lieferkette, aber nicht jedes Modul verwendet diese Technologie oder Daqo-Material.

Der Umsatz stieg von rund US$675,6 Millionen im Jahr 2020 auf US$4,608 Milliarden 2022. Branchenwachstum und hohe Polysiliziumpreise unterstützten die Ergebnisse. Spätere Preisrückgänge zeigen das zyklische Risiko: Der Gewinn von 2022 ist nicht automatisch eine normale Basis für spätere Jahre.

Der ursprüngliche Artikel bewertete die Unternehmenskommunikation als hauptsächlich auf Geschäfts- und Industriekunden ausgerichtet. Das ist ein Urteil über die Darstellung, kein Beleg für die Qualität der Finanzberichterstattung oder den Anlagewert der Aktie.

Der Artikel behandelte die niedrige Bewertung 2023 und Risiken durch Zwangsarbeit in Xinjiang . Xinjiang Daqo stand 2023 auf der US-amerikanischen UFLPA-Unternehmensliste, verbunden mit Einfuhrbeschränkungen und einer widerlegbaren rechtlichen Vermutung von Zwangsarbeit. Diese konkrete Verwaltungsmaßnahme ist von unbelegten Aussagen über jedes Produkt oder damals nur diskutierten Zusatzsanktionen zu unterscheiden.

Daqo trägt geopolitische und Handelsrisiken neben dem Polysiliziumpreiszyklus. Ein niedriges KGV garantiert keine Kurssteigerung, besonders wenn der Vergleichsgewinn aus einem außergewöhnlich guten Jahr stammt.

10. JinkoSolar Holding Co., Ltd.

JKS Preisdiagramm

JinkoSolar ist ein großer Modulhersteller mit bedeutender Produktion in China und Standorten im Ausland. Im betrachteten Zeitraum wurden Siliziumwafer in Vietnam und Solarzellen in Malaysia gefertigt. Die Fabrik in Florida produzierte Solarmodule, nicht Solarzellen wie im Ausgangstext behauptet.

Der Artikel nannte rund 130 GW kumulierte Modullieferungen, nicht nur einzelne Zellen, sowie ein Ziel von 60–70 GW Modulen für 2023. Die Ergebnisse zum ersten Quartal 2023 zeigten mehr als verdoppelte Modullieferungen nach China gegenüber dem Vorjahr. Das europäische Wachstum von 50% bleibt eine historische Angabe des ursprünglichen Artikels.

JinkoSolars N-Typ-Solarzellentechnologie hatte für Ende 2023 einen Zielwirkungsgrad von 25,8% in der Massenproduktion. Das betrifft die Zelle, nicht ein vollständiges Modul oder eine bereits von allen Produkten erreichte Eigenschaft. Das 60%-Ziel bezog sich auf den N-Typ-Anteil der Modullieferungen 2023, nicht den gesamten Umsatz.

Die gesamten Lieferungen im ersten Quartal 2023 betrugen 14,490 GW, darunter 13,038 GW Module. Der Rückgang gegenüber dem vierten Quartal 2022 ist vom Jahreswachstum zu trennen: Modullieferungen stiegen gegenüber dem ersten Quartal 2022 um über 60%. Für das Folgequartal waren 16–18 GW Module vorgesehen. Die Bruttomarge betrug 17,3%, gegenüber 14,0% im Vorquartal und 15,1% im Vorjahr; sie blieb somit nicht unverändert.

Quelle: Jinko

JinkoSolar bietet Zugang zur Modulnachfrage und zur Lieferkette für kristallines Silizium. Die Bewertung hängt von Nachfrage, Preisen, Technologie und Handelsbeschränkungen ab. Eine dauerhafte Vorherrschaft Chinas oder einer einzelnen Technologie ist nicht sicher.

Jonathan ist ein ehemaliger Biochemie‑Forscher, der in der genetischen Analyse und in klinischen Studien gearbeitet hat. Er ist jetzt Aktienanalyst und Finanzautor mit einem Fokus auf Innovation, Marktzyklen und Geopolitik in seiner Veröffentlichung 'The Eurasian Century'.