Meinung
Top 10 Pro‑Krypto‑Länder, die Sie kennen sollten

2023 konkurrierten mehrere Länder darum, führende Standorte für Kryptowährungen und Blockchain-Technologie zu werden. Unterschiedliche Regeln erschwerten den Vergleich. Hier folgen zehn Länder, die der Artikel damals als kryptofreundlich einstufte.
El Salvador
An erster Stelle steht El Salvador. Das lateinamerikanische Land erklärte Bitcoin im September 2021 als erstes Land zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Die Entscheidung löste gemischte Reaktionen und Kritik internationaler Finanzinstitutionen aus. Präsident Nayib Bukele setzte seine Bemühungen fort, das Land zu einem wichtigen Kryptostandort zu machen.
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Präsident von El Salvador Nayib Bukele
Das Bitcoin-Gesetz verpflichtete Unternehmen zur Annahme von Bitcoin, sah aber eine Ausnahme vor, wenn die erforderliche Technologie nicht verfügbar war. Die Regierung führte eine Aufklärungskampagne durch und bot berechtigten Nutzern bei der Registrierung für die Chivo-Wallet einen Bonus von 30 US-Dollar in BTC an, nicht jedem Bürger 60 US-Dollar. Die Wallet unterstützte das Lightning Network für schnelle BTC-Zahlungen mit niedrigen Gebühren.
- Eine Gemeinschaft von Krypto‑Nutzern
Der ursprüngliche Artikel schätzte, dass mehr als 60% der Bevölkerung Kryptowährungen mindestens einmal verwendet hatten. Die Registrierung für eine Wallet bedeutet jedoch keine dauerhafte Nutzung; der IWF berichtete 2023, dass Bitcoin weiterhin nur begrenzt genutzt wurde. Der Artikel nannte außerdem mehr als 200 Bitcoin-Geldautomaten. Bitcoin Beach in El Zonte entstand als örtliches Gemeinschaftsprojekt, das Besucher anzog, nicht als staatlich ausgewiesenes Bitcoin-Tourismusgebiet.
El Salvador investierte auch in Bitcoin-Mining mit Erdwärme. Die Regierung stellte Pläne vor, erneuerbare Energie aus vulkanischer Wärme dafür zu nutzen. Das bedeutete nicht, dass die gesamte Energieversorgung des Landes zu 100% erneuerbar und vulkanischen Ursprungs war. Die Initiativen weckten das Interesse von Kryptounternehmen und Reisenden.
Portugal
Portugal zog Kryptonutzer und Blockchain-Fachkräfte an, bot 2023 aber keine allgemeine Steuerfreiheit für Kryptowährungen. Das damals eingeführte System besteuerte private Veräußerungsgewinne aus erfassten Kryptowerten, die weniger als 365 Tage gehalten wurden, grundsätzlich mit 28%. Für eine Haltedauer von mindestens 365 Tagen galt unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme. Unternehmensgewinne und andere Kategorien konnten anders behandelt werden.
Der Aktionsplan für den digitalen Wandel von 2020 unterstützte die umfassendere Digitalisierung Portugals. Das Golden-Visa-Programm bot berechtigten ausländischen Investoren eine Aufenthaltserlaubnis, keine sofortige Staatsbürgerschaft. Eine Einbürgerung erforderte ein gesondertes Verfahren und die Erfüllung gesetzlicher Voraussetzungen. Solche Programme sollten Investitionen und Fachkräfte anziehen.
Slowenien
Im mitteleuropäischen Slowenien wuchs das Interesse an Kryptowährungen. Private Gewinne mit gewöhnlichen virtuellen Währungen außerhalb einer gewerblichen Tätigkeit waren grundsätzlich steuerfrei. Für gewerbliche Aktivitäten sowie als Wertpapiere oder Derivate eingestufte Vermögenswerte konnten andere Regeln gelten. Diese Behandlung trug zur Attraktivität des Landes bei.
Auch Ljubljana spielte eine Rolle. Der ursprüngliche Artikel verwies auf eine Rangliste von 2022, die die Stadt als besonders kryptofreundlich beschrieb; es handelte sich nicht um einen offiziellen staatlichen Titel. Im Einkaufsgebiet BTC City konnten Besucher bei teilnehmenden Geschäften und Restaurants mit Kryptowährungen bezahlen. Der Artikel sprach von Hunderten Betrieben, die tatsächliche Annahme hing jedoch vom jeweiligen Händler ab.
Für Mining galten andere Steuerregeln. Einnahmen aus Mining außerhalb einer gewerblichen Tätigkeit konnten als sonstige Einkünfte behandelt werden, mit einer Steuervorauszahlung von 25%. Das war kein einheitlicher endgültiger Steuersatz für alle Miner. Die Regeln belegten auch nicht, dass die Steuer eigens zur Begrenzung des Energieverbrauchs eingeführt worden war.
Schweiz
Die Schweiz ist ein bedeutender internationaler Finanzplatz und kein EU-Mitglied. Das Land zog auch Blockchain-Unternehmen an. Private Veräußerungsgewinne aus Zahlungs-Token waren grundsätzlich von der Einkommensteuer befreit, Vermögenssteuer und Steuern auf gewerbliche Einkünfte konnten jedoch anfallen. Finanzinfrastruktur und Schutz der Privatsphäre trugen zur Attraktivität bei.
Zug, in der Schweiz, entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum für Kryptounternehmen. Zum breiteren Schweizer Ökosystem gehörten Ethereum Foundation, Bancor, Cardano, DFINITY und Tezos. Nicht alle diese Organisationen hatten ihren Sitz in Zug; DFINITY war beispielsweise in Zürich ansässig. Die Verbindung von Finanzinfrastruktur und etablierter Blockchain-Branche zog Unternehmen an.
Deutschland
Deutschland behandelte gewöhnliche Kryptowerte bei der privaten Einkommensteuer als andere Wirtschaftsgüter. Nach den 2022 veröffentlichten Leitlinien waren private Verkäufe nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr grundsätzlich steuerfrei. Verkäufe innerhalb eines Jahres konnten steuerpflichtig sein. Das war keine allgemeine Befreiung für gewerblichen Handel oder sämtliche digitalen Vermögenswerte.
Berlin war ein wichtiges Zentrum für Blockchain-Unternehmen in der EU und Sitz der IOTA Foundation. Auch EOS war ein bekanntes Projekt, hatte aber nicht einfach einen deutschen Hauptsitz: Der ursprüngliche EOSIO-Entwickler Block.one war auf den Caymaninseln registriert und hatte unter anderem Büros in Hongkong und Virginia. Berlins zentrale Lage und internationale Bedeutung zogen weitere Projekte an.
Malta
Malta zog Blockchain-Unternehmen an und wurde häufig mit großen Kryptobörsen wie Binance in Verbindung gebracht. Die Aufsicht MFSA erklärte jedoch 2020 und erneut 2021, dass Binance keine Zulassung von ihr besaß. Das Unternehmen konnte deshalb nicht ohne Erläuterung als lizenzierte Börse mit Sitz in Malta dargestellt werden.
Malta entwickelte Regeln für Blockchain-Unternehmen und digitale Vermögenswerte. Nach den Steuerleitlinien von 2018 fielen gewöhnliche Coins nicht in den Anwendungsbereich der Veräußerungsgewinnbesteuerung, gewerblicher Handel, Mining und Handelsbestände konnten aber steuerpflichtige Einkünfte erzeugen. Für Finanz-Token konnten die Wertpapierregeln gelten. Das war keine allgemeine Befreiung nach einer bestimmten Haltedauer wie bei privaten Kryptowerten in Deutschland.
Estland
Estland gehörte zu den frühen europäischen Ländern mit Regeln für digitale Vermögenswerte. Der Estcoin-Vorschlag betraf mögliche Token für das E-Residency-Programm, keine angekündigte nationale digitale Zentralbankwährung, die in Kürze gemeinsam mit der LHV Bank ausgegeben werden sollte. LHV experimentierte unabhängig davon bereits 2015 mit Cuber. Diese unterschiedlichen Projekte dürfen nicht zu einer einzigen geplanten CBDC zusammengefasst werden.
Niederlande
Die Niederlande führten Regeln für Kryptodienstleister ein, darunter seit 2020 die Registrierung bei der Zentralbank DNB zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Das war keine FATF-Zulassung und verlieh 2023 keinen automatischen europäischen Zulassungspass. Privat gehaltene Kryptowährungen gehörten grundsätzlich zum Vermögen in Box 3, bewertet am maßgeblichen Stichtag. Diese Behandlung garantierte nicht jedem Händler niedrigere Kosten.
Singapur
Singapur zog viele Kryptonutzer an. Der ursprüngliche Artikel schätzte, dass rund 20% der Bevölkerung Kryptowährungen genutzt oder gehandelt hatten; die Zahl wird als damalige Schätzung des Artikels wiedergegeben. Das Land erhob keine allgemeine Kapitalertragsteuer auf Veräußerungsgewinne, Einnahmen aus gewerblichem Handel mit digitalen Token oder Mining konnten jedoch steuerpflichtig sein. Die Behandlung hing von der Art der Tätigkeit ab.
Singapur zog auch Blockchain-Startups und große Marktteilnehmer an. Das Land entwickelte einen Regulierungsrahmen für digitale Zahlungsdienste. Unternehmen mussten die geltenden Zulassungsvoraussetzungen und weitere Regeln erfüllen. Ein solcher Rahmen machte nicht jede Börse oder Tätigkeit automatisch zulässig.
Kanada
Kanada entwickelte einen regulierten Kryptomarkt. Finanzinstitute konnten Kunden innerhalb der geltenden Regeln bestimmte kryptobezogene Dienste anbieten; das bedeutete nicht, dass alle Banken jede Kryptotransaktion unterstützten. Verkauf, Tausch oder Zahlung mit Kryptowährungen konnten eine steuerpflichtige Veräußerung darstellen. Je nach Umständen konnte das Ergebnis als gewerbliche Einkünfte oder Kapitalgewinn behandelt werden. Die Einordnung als Vermögenswert machte einzelne Transaktionen somit nicht automatisch steuerfrei.
Kryptofreundliche Länder, die man kennen sollte
Die Liste beschreibt Länder, die der Artikel 2023 für Kryptonutzer und Unternehmer interessant fand. Jedes Land verband Chancen mit eigenen Bedingungen zu Steuern, Zulassungen und Aufenthalt. Ein Platz auf der Liste garantierte keinen uneingeschränkten Handel oder Geschäftsbetrieb. Die weitere Entwicklung der Regeln würde die Möglichkeiten für Blockchain-Unternehmen und Einwohner bestimmen.













