Digitale Vermögenswerte

Was sind Smart Contracts? Geschichte, Funktion und Anwendungsfälle

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Smart Contracts ermöglichen die Automatisierung bestimmter Aspekte der Funktionalität einer Plattform. Diese digitalen Vereinbarungen führen vordefinierte Aktionen selbstständig aus, sobald ein digitales Asset oder eine Kryptowährung empfangen wird. Heute werden Smart Contracts überall im Blockchain‑Bereich eingesetzt, doch das war nicht immer so. Lassen Sie uns einen Moment Zeit nehmen, um zu untersuchen, wie diese nützlichen Protokolle entstanden sind und wie sie ohne die Beteiligung Dritter funktionieren.

Das ursprüngliche Konzept von Smart Contracts ist vierzehn Jahre älter als Kryptowährungen. Ironischerweise wird der Mann, dem die Entwicklung von Smart Contracts zugeschrieben wird, von niemand anderem als dem bekannten Bitcoin‑Experten Nick Szabo genannt. Viele Menschen glauben, dass Nick tatsächlich Satoshi Nakamoto ist, aufgrund seiner früheren Arbeiten.

Nick theoretisierte berühmt über wertspeichernde Bits, die ein Proof‑of‑Work‑System nutzten, fünf Jahre bevor Bitcoin (BTC ) existierte. Er war schon immer ein Pionier im Kryptobereich. 1994 veröffentlichte Nick seinen Smart‑Contract‑Code öffentlich. Er prägte zudem den Begriff “smart contract”.

Nick Szabo via TMNews

Nick Szabo via TMNews

Warum werden “Smart Contracts” benötigt?

Jeder Smart Contract enthält vier Kernprinzipien. Erstens benötigen Sie das Vertragsobjekt. Das Objekt gibt Ihrem Vertrag Zugriff auf die Waren oder Dienstleistungen, die der Vertrag regelt. Zweitens benötigen Sie digitale Signaturen (Private Keys) von allen am Vertrag Beteiligten. Diese Signaturen initiieren den Vertrag. Als Nächstes folgt die Spezifikation der Vertragsbedingungen. In diesem Teil legen Sie die genaue Reihenfolge der Vorgänge fest, die beim Ausführen des Vertrags beginnen. Schließlich benötigen Sie eine dezentrale Plattform. Ein Blockchain‑Netzwerk speichert den Smart Contract redundant und schützt ihn vor Änderungen.

Komponenten von Smart Contracts

  1. Vertragsgegenstand
  2. Digitale Signaturen
  3. Vertragsbedingungen
  4. Dezentrale Plattform

Wie werden “Smart Contracts” verwendet?

Die Einsatzmöglichkeiten von Smart Contracts sind grenzenlos. Smart Contracts helfen Ihnen beim Austausch digitaler und realer Vermögenswerte. Smart Contracts leben auf der Blockchain und können nicht verändert werden. Diese zusätzliche Sicherheit macht diese digitalen Vereinbarungen ideal für viele Geschäftsszenarien.

Smart Contracts in ICOs

Initial Coin Offerings (ICOs) nutzen Smart‑Contract‑Protokolle während ihrer Crowdfunding‑Veranstaltungen. Die Smart Contracts verfolgen, berechnen, vergeben und verteilen automatisch die zwischen dem Unternehmen und dem Investor gesendeten Mittel. Die Programmierung der Smart Contracts ermöglicht die Automatisierung des gesamten Prozesses.

Diese Automatisierung ermöglicht es Unternehmen, Finanzmittel von einem breiteren Publikum zu erhalten. Die Arbeitsbelastung des Unternehmens steigt nicht, aber die Reichweite seiner Mittelbeschaffung erweitert sich. Die All‑Inclusive‑Natur dieser Strategie trug dazu bei, dass ICOs während des Booms 2017 Rekordzahlen erreichten. Ein Bericht zeigt, dass das ICO‑Volumen bis Mai 2018 das Vorjahresvolumen verdoppelt hatte.

Traditionelle Unternehmen blicken auf Smart Contracts

Traditionelle Unternehmen dringen weiterhin in das Smart‑Contract‑Umfeld vor, da die Blockchain‑Integration voranschreitet. Heute gibt es Plattformen, die Smart Contracts für nahezu alles einsetzen, einschließlich Immobilien, Investitionen, Lizenzgebühren, Wahlen, Logistik und vieles mehr.

Ethereum‑gestützte “Smart Contracts”

Die Kryptowährung Ethereum (ETH ) ist vor allem dafür bekannt, das Konzept der Smart Contracts in den Kryptobereich eingeführt zu haben. Das ERC‑20‑Protokoll von Ethereum nutzt Smart Contracts, um die Erstellung und Verteilung von Tokens zu automatisieren. ERC‑20 ist bei weitem das am häufigsten verwendete Token‑Ausgabe‑Protokoll auf dem Markt.

Ethereum Smart Contract Coding via Ethereum.org

Ethereum Smart Contract Coding via Ethereum.org

Vitalik Buterin, Entwickler von Ethereum, beschreibt Smart Contracts als ein Programm, das “automatisch eine Bedingung prüft und bestimmt, ob das Asset zu einer Person oder zurück zu der Person, die es gesendet hat, oder in einer Kombination gehen soll“. Ethereum nutzt seine Virtual Machine (EVM), um Smart‑Contract‑Funktionen nativ zu realisieren.

Entwicklung von Smart Contracts

Seit Ethereum das Bewusstsein für Smart Contracts geschärft hat, sind komplexere und fortschrittlichere Smart‑Contract‑Modelle in den Kryptobereich eingetreten. Plattformen wie EOS, Stellar (XLM ), und NEO nutzen unterschiedliche Konsensmechanismen im Vergleich zum ursprünglich von Ethereum verwendeten Proof‑of‑Work‑System.

Smart Contracts entfernen den Mittelsmann aus vielen der heute am häufigsten genutzten Geschäftssysteme. Die vertrauenslose Natur dieser Protokolle ermöglicht es Unternehmen und Investoren, Effizienz und Sicherheit gleichzeitig zu steigern. Sie können erwarten, dass diese Technologie weiter in traditionelle Geschäftssysteme integriert wird, sobald mehr Plattformen auf den Markt kommen.

David Hamilton ist ein Vollzeitjournalist und ein langjähriger Bitcoinist. Er spezialisiert sich auf das Schreiben von Artikeln über die Blockchain. Seine Artikel wurden in mehreren Bitcoin-Publikationen veröffentlicht, einschließlich Bitcoinlightning.com