Digitale Vermögenswerte

Barren schlagen: Wird Bitcoin schließlich Gold ersetzen?

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Bitcoin kann derzeit kaum aus dem Rampenlicht bleiben, und nach einem kraftvollen Jahresende 2020, bei dem die weltweit größte Kryptowährung wiederholt ihr Allzeithoch übertraf, hat die Münze begonnen, eine Debatte über ihre Eignung als möglicher Ersatz für Gold als Wertspeicher zu entfachen. 

Allerdings bleiben die Meinungen über die Eignung von Krypto als Weg zur Vermögensbewahrung ähnlich wie bei Edelmetallen gespalten.

Quelle: Coingecko

Wie das obige Diagramm zeigt, hat Bitcoin vor einem Jahrzehnt aus bescheidenen Anfängen zu einem Phänomen entwickelt. Obwohl es durch starke Marktvolatilität gekennzeichnet ist, sieht die Zukunft für die Kryptowährung hell aus, da höhere Akzeptanzraten auf höhere zukünftige Preise hindeuten während Krypto‑Börsen kontinuierlich stärkere Funktionen in Bezug auf Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit für Investoren entwickeln. 

Quelle: BullionVault

Obwohl Gold weniger volatil ist als Bitcoin, sehen wir, dass der Goldwert in den letzten Jahren ebenfalls stetig gestiegen ist, wenn auch bei weitem nicht im gleichen Tempo wie BTC. 

Werfen wir einen genaueren Blick darauf, was die Zukunft für Bitcoin‑Investitionen bereithalten könnte und ob es wirklich das Potenzial hat, Gold als bevorzugten Wertspeicher zu ersetzen:

Bitcoin gewinnt an Schwung

Bitcoin sorgt sowohl bei Investoren als auch bei Marktanalysten für große Aufregung. Rick Rieder, Chief Investment Officer für festverzinsliche Wertpapiere bei BlackRock (BLK ) ist optimistisch bezüglich der zukünftigen Position von Bitcoin in der Finanzwelt, und behauptete Ende 2020 in einem CNBC‑Interview, dass die Kryptowährung „hier ist, um zu bleiben“.

Während diese Befürwortung von BlackRock, einer in New York ansässigen globalen Investment‑Management‑Firma mit fast 8 Billionen US‑Dollar an verwalteten Vermögenswerten, als jüngstes Zeichen der Validierung für die Kryptowährung kommt, steigen auch andere Unternehmen in den Bitcoin‑Hype ein. 

Einige Strategen verweisen auf das Interesse einiger der größten Vermögensverwaltungsfirmen der Welt, einschließlich JPMorgan Chase, als Hinweis darauf, dass ein starkes Potenzial besteht, dass Bitcoin eines Tages Gold als bevorzugte sichere Anlageoption ersetzen könnte. 

ABC Money weist auf einen bereits entstehenden Trend hin, bei dem Unternehmensschatzzuweisungen beginnen, sich Richtung Bitcoin zu bewegen. MicroStrategy und Square sind zwei bemerkenswerte Beispiele dafür, wobei Ersteres zunächst 425 Millionen USD in Bitcoin investierte, bevor es ein wandelbares Anleiheangebot über 400 Millionen USD ankündigte, dessen Erlöse in BTC‑Käufe fließen sollten. Aufgrund überwältigender Nachfrage wurde das Angebot innerhalb weniger Tage auf 550 Millionen USD erhöht. 

Wenn es um Unternehmensschätze geht, könnte BTC eine der wenigen guten Investitionsideen sein. Staats- und Unternehmensanleihen bringen im Vergleich sehr wenig Ertrag, wobei die Verschuldung ein Allzeithoch erreicht. Andererseits verliert Bargeld aufgrund von Inflation an Kaufkraft. Allerdings ist die Volatilität, die Investoren früher von Bitcoin und Krypto‑Käufen abgeschreckt hat, im Vergleich zu Gold auf ein Allzeittief gesunken. 

In den kommenden Jahren könnte es sein, dass Bitcoin nach und nach den Marktanteil von Gold als bevorzugtes sicheres Hafen‑ und Vermögensspeicher‑Asset erobert. Durch seine mathematisch definierte und überprüfbare Knappheit sowie Netzwerkmetriken wie Hash‑Power und aktive Konten könnte es für Investoren attraktiver werden. 

Darüber hinaus könnte Bitcoin dank seiner relativ geringen Marktkapitalisierung und der beschleunigenden Akzeptanzraten über alle Bereiche hinweg für Investoren attraktive Risiko‑Ertrags‑Vorteile bieten. 

Die Schwierigkeit, Gold zu imitieren

Trotz der steigenden Beliebtheit von Bitcoin gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen der Kryptowährung und Gold. Einer der größten Unterschiede liegt in den völlig unterschiedlichen Anwendungsfällen von BTC und Gold

Während sowohl Bitcoin als auch Gold als Wertspeicher gelten können, hat Gold praktische Anwendungsfälle bei der Schmuckherstellung sowie bei der Fertigung von Elektronik‑ und Automobilprodukten und anderen Bereichen. 

Obwohl Bitcoin auf Blockchain‑Technologie basiert, ist seine Infrastruktur rudimentärer als die anderer Blockchain‑Netzwerke, die auf Ethereum und anderen Altcoins zu finden sind, was bedeutet, dass Gold praktisch gesehen die Münze in puncto Nutzung übertrifft. 

Ist die Anziehungskraft von Bitcoin stark genug?

Gegen Ende 2020 schienen Marktbewegungen darauf hinzudeuten, dass mehr Geld von Gold in digitale Vermögenswerte floss. Im November fielen die Goldpreise um 5 % am Tag der Ankündigung, dass ein Covid‑Impfstoff mit einer Wirksamkeit von 90 % entwickelt worden war. Die Nachricht ließ Bitcoin jedoch um 2 % steigen. In den darauffolgenden Tagen und Wochen verließ mehr Geld Gold und gelangte in die Kryptowährungsmärkte. 

Wenn Geld Gold verlässt und in Bitcoin fließt, könnte das an größerer wirtschaftlicher Zuversicht liegen, um in „Risk‑On“-Geschäfte bei Aktien und Kryptowährungen zu investieren. Obwohl dies Bitcoin nicht zu einem sicheren Hafen‑Spiel macht, wie einige Analysten behaupten, könnte es ein deutliches Zeichen dafür sein, dass Investoren das Potenzial einer Münze erkennen, die ihre Volatilität reduziert und weltweit immer mehr Anhänger gewinnt.

Dmytro ist ein Tech- und Crypto-Autor mit Sitz in London. Gründer von Solvid und Pridicto. Seine Arbeiten wurden in IBM, TechRadar, Bitcoin.com, FXStreet, CoinCodex und CryptoSlate veröffentlicht.