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Top 10 Goldaktien zum Investieren im (Oktober 2026)

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Versicherung für schwierige Zeiten

Gold fasziniert die Menschen seit der Antike und gehörte zu den ersten in reiner Form verwendeten Metallen. Es wurde mit Göttern und Königen verbunden und bald im Handel eingesetzt. Goldfunde lösten zudem Goldrausche aus, die Besiedlung und Kolonisierung von Regionen wie Kalifornien beschleunigten.

Bis 1971 konnten ausländische Währungsbehörden im Bretton-Woods-System Dollar in Gold umtauschen; die Währungen der übrigen Teilnehmerstaaten waren an den Dollar gebunden. Danach verlor Gold diese offizielle monetäre Funktion und galt im Westen teilweise als Relikt. In Indien und China blieb es ein beliebtes Mittel, Ersparnisse gegen Bankenkrisen und mögliche staatliche Beschlagnahmungen abzusichern.

Obwohl Gold nicht mehr die Grundlage dieses Währungssystems bildet, halten viele Zentralbanken Hunderte oder Tausende Tonnen davon. Während großer Teile der 2010er-Jahre waren sie Nettokäufer; 2022 nahmen die Käufe stark zu.

Der Goldpreisanstieg in den Monaten vor Veröffentlichung dieses Artikels 2023 bot Anlegern einen Anlass, den lange wenig beachteten Sektor erneut zu prüfen.

Goldminenunternehmen beurteilen

Bergbauunternehmen sind auf eine begrenzte Ressource angewiesen: Das Erz wird durch den Abbau erschöpft. Jedes Unternehmen verfügt über eine geschätzte Metallmenge im Boden. Neue Funde können den Abbau ausgleichen, doch Explorationsergebnisse sind ungewiss. Nachgewiesene und wahrscheinliche Reserven bieten deshalb eine konkretere Grundlage als noch unentdeckte Lagerstätten.

Der Artikel vergleicht Produktion und Reserven. Reserven geteilt durch die Jahresproduktion ergeben lediglich ein rechnerisches Verhältnis in Jahren, keine garantierte verbleibende Minenlaufzeit.

Die AISC (All-in Sustaining Cost) erfassen die gesamten Kosten zur Aufrechterhaltung der Produktion, einschließlich Betriebskosten und Erhaltungsinvestitionen. Nicht enthalten sind sämtliche historischen Investitionen, Wachstumskapital, Steuern oder Finanzierungskosten. Niedrige AISC schaffen meist mehr Spielraum bei fallenden Goldpreisen. Hohe AISC können den prozentualen Margenzuwachs bei steigenden Preisen verstärken, erhöhen aber auch das Risiko. Die Kennzahl allein garantiert keinen bilanziellen Gewinn.

Zehn Aktien mit Goldbezug

1. Newmont

NEM Preisdiagramm

Newmont war der weltweit größte Goldproduzent und wollte seine Position mit dem im Mai 2023 angekündigten endgültigen Übernahmevertrag für Newcrest stärken. Die Übernahme war damals noch nicht abgeschlossen. Sie sollte große Gold- und Kupferreserven vor allem in Kanada und Australien hinzufügen. Auf Grundlage früherer Integrationen schätzte Newmont die jährlichen Synergien und Einsparungen vor Steuern auf 500 Millionen Dollar.

Newmont produzierte 2022 etwa 6 Millionen Feinunzen Gold, 30 Millionen Feinunzen Silber und 84 Millionen Pfund Kupfer sowie Blei und Zink. Die Minen konzentrierten sich auf Nord- und Südamerika und Australien. Die AISC lagen 2022 bei 1.211 US-Dollar je Unze.

Ende 2022 verfügte Newmont über 96,1 Millionen Unzen Goldreserven, etwa das 16-Fache der Jahresproduktion. Das Management stellte langfristige Produktionspläne bis 2032 vor und konnte auf die Erneuerung von Reserven durch Exploration und Funde in bestehenden Minen verweisen. Das Verhältnis garantiert keine entsprechende Minenlaufzeit.

In der Präsentation vom Mai 2023 schätzte Newmont für jeden Goldpreisanstieg um 100 Dollar je Unze durchschnittlich 400 Millionen Dollar zusätzlichen jährlichen freien Cashflow über fünf Jahre. Der unverbindliche Dividendenrahmen sah jährlich einen Dollar je Aktie bei einem Goldpreis von 1.400 Dollar, 1,40–1,80 Dollar bei 1.700 und 2–3 Dollar bei 2.000 vor. Die Dividende stieg nicht automatisch um 0,50–0,60 Dollar je 100 Dollar Goldpreisanstieg; sie hing vom Verwaltungsrat und der Finanzlage ab.

Quelle: Newmont

Der Artikel stellte Newmont als Möglichkeit für Anleger dar, die relative Stabilität, geografische Diversifikation und Dividenden gegenüber schnellem Wachstum bevorzugten. Die Unternehmensgröße beseitigt die Risiken einer Minenaktie nicht.

2. Barrick Gold Corporation

B Preisdiagramm

Barrick Gold (ABX.TO ) gehörte zu den führenden Goldunternehmen nach Börsenwert. Der Schwerpunkt lag auf Tier-1-Anlagen: großen, langlebigen Minen mit wettbewerbsfähigen Kosten. Produziert wurde vor allem in Nordamerika und Afrika.

Barrick produzierte 2022 rund 4,1 Millionen Unzen Gold und 440 Millionen Pfund Kupfer. Die Goldreserven von 76 Millionen Unzen entsprachen dem 18,5-Fachen der Jahresproduktion, nicht einer garantierten Restlaufzeit. Die AISC lagen bei etwa 1.200 US-Dollar je Unze.

Das Unternehmen plante bis 2029 ein schrittweises Produktionswachstum von etwa 25%, abhängig von Exploration und Projektentwicklung.

Quelle: Barrick Gold

Die afrikanischen Aktivitäten brachten zusätzliche politische und regulatorische Risiken mit sich. Barricks Präsenz in vielen Ländern verringerte die Abhängigkeit von einem einzelnen Staat, doch ein Regierungskonflikt konnte erhebliche Folgen haben. Der Artikel betonte die großen Reserven und Ausbaupläne für Anleger mit langfristigen Wachstumszielen.

3. Agnico Eagle Mines Limited

AEM Preisdiagramm

Agnico Eagle produzierte in Kanada, Mexiko, Finnland und Australien. Die Fusion mit Kirkland Lake wurde im Februar 2022 abgeschlossen und brachte unter anderem die australische Mine Fosterville ein.

Agnico Eagle meldete 2022 eine Produktion von 3,135 Millionen Unzen Gold und etwa 2,3 Millionen Unzen Silber sowie 48,7 Millionen Unzen Goldreserven. Die ausgewiesenen AISC betrugen 1.109 US-Dollar je Unze. Die 1.090 Dollar bezogen sich auf eine vergleichbare Ganzjahresbasis einschließlich der früheren Kirkland-Lake-Minen; dabei betrug die Goldproduktion 3,281 Millionen Unzen. Der Artikel nannte ein Wachstumsziel von ungefähr 10% bis 2030.

Agnico Eagle hatte insbesondere seit 2010 steigende Dividenden gezahlt. Der Artikel nannte bis dahin insgesamt etwa 1,4 Milliarden Dollar an historischen Ausschüttungen an die Aktionäre.

Quelle: Agnico Eagle

Reserven und Produktion in Kanada, Mexiko, Finnland und Australien gaben Agnico Eagle ein anderes geografisches Profil als vielen Wettbewerbern. Der Artikel sah darin relative Stabilität zusammen mit Ausbauplänen. Die Aktie garantierte keinen Kapitalerhalt.

4. B2Gold

BTG Preisdiagramm

B2Gold produzierte vor allem in Mali, Namibia und auf den Philippinen. Der Artikel beschrieb ein Wachstumsziel von etwa 20% bis 2026 durch Erweiterungen von Minen wie Fekola und regionale Exploration.

B2Gold produzierte 2022 etwa eine Million Unzen Gold bei gesamten AISC von ungefähr 1.033 US-Dollar je Unze. Die Zahl von 76 Millionen Unzen Reserven war fälschlich von Barrick übernommen worden. Bei Ankündigung des Sabina-Übernahmevertrags im Februar 2023 schätzte B2Gold, dass die anteilig zurechenbaren nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven des kombinierten Unternehmens um 66% auf 9 Millionen Unzen steigen würden. Das war eine transaktionsbezogene Prognose, nicht eine verbleibende Produktionsdauer von 18,5 Jahren.

Quelle: B2Gold

Die Minenstandorte erhöhten die Risiken und konnten zum Bewertungsabschlag beitragen. Relativ niedrige Produktionskosten und keine ausstehenden Schulden Ende 2022 bildeten ein gewisses Gegengewicht. B2Gold blieb jedoch stark von der afrikanischen Produktion abhängig.

Mali kämpfte seit Jahren gegen einen islamistischen Aufstand und erlebte Veränderungen seiner internationalen militärischen Zusammenarbeit, unter anderem mit Frankreich und der russischen Söldnergruppe Wagner. Gleichzeitig prüfte Namibia staatliche Beteiligungen an Rohstoffunternehmen. Die Diskussionen bedeuteten nicht, dass bereits alle Produzenten zur Abgabe von Betrieben verpflichtet waren.

Der Artikel hielt B2Gold eher für Anleger geeignet, die hohe politische und regulatorische Risiken gegen mögliche Dividenden und Wachstum eintauschten.

5. AngloGold Ashanti Limited

AU Preisdiagramm

AngloGold Ashanti betrieb Minen in Afrika, Australien und Lateinamerika. Der Artikel nannte eine ungefähre geografische Aufteilung von 60%, 20% und 20%. Die Entwicklungsprojekte in Nevada enthielten etwa 8,4 Millionen Unzen Mineralressourcen, nicht Reserven.

AngloGold produzierte 2022 rund 2,742 Millionen Unzen Gold und 3,6 Millionen Unzen Silber. Zum Jahresende wurden 30,4 Millionen Unzen Goldreserven und 131,4 Millionen Unzen Mineralressourcen ausgewiesen, die diese Reserven bereits einschlossen. Eine Addition zu 162 Millionen Unzen Reserven oder 60 Produktionsjahren war falsch. Afrikanische Anlagen überwogen, neben Südamerika und Entwicklungsprojekten. Der Artikel nannte für 2023 erwartete AISC von etwa 1.420 US-Dollar je Unze.

Die Ressourcen und Reserven eröffneten langfristige Entwicklungsmöglichkeiten, beseitigten aber nicht das Erschöpfungsrisiko. Ressourcen mussten in wirtschaftlich abbaubare Reserven umgewandelt und Projekte umgesetzt werden.

Im März 2023 kündigten AngloGold Ashanti und Gold Fields einen Vorschlag für ein Gemeinschaftsunternehmen in Ghana an, das AngloGolds Mine Iduapriem mit Gold Fields’ Mine Tarkwa verbinden sollte. Geplant war einer der größten Goldkomplexe Afrikas mit mindestens 18 Jahren geschätzter Laufzeit und AISC über die gesamte Laufzeit unter 1.200 Dollar je Unze zu Preisen von 2023. Der Zusammenschluss war noch nicht abgeschlossen.

6. Sibanye Stillwater Limited

SBSW Preisdiagramm

Sibanye-Stillwater gehörte zu den führenden Primärproduzenten von Platin und Palladium und war ein bedeutender südafrikanischer Goldproduzent. Das Unternehmen war nicht der weltweit drittgrößte Goldproduzent. Edelmetalle standen im Mittelpunkt der Aktivitäten, vor allem in Südafrika und den USA.

Das südafrikanische Unternehmen besitzt zudem Vermögenswerte in Lithium und Batteriemetallen (Nickel, Kobalt usw.) und sieht eine starke Zukunft für Platin und Palladium in der aufkommenden Wasserstoffwirtschaft.

Die südafrikanische Goldproduktion wurde im ersten Halbjahr 2022 besonders durch einen mehrmonatigen Streik beeinträchtigt. Stromprobleme waren ein zusätzliches Risiko. Die geringere Produktion erhöhte die Kosten je Unze. Der Artikel erwog eine mögliche Erholung auf 1–1,2 Millionen Unzen jährlich, nicht ein garantiertes Ergebnis oder die offizielle Produktionsprognose für 2023.

Quelle: Sibanye

Zu den anfänglichen Produktionsprognosen für 2023 gehörten:

  • 1,70–1,80 Millionen Unzen aus den südafrikanischen Aktivitäten mit Platingruppenmetallen auf 4E-Basis, zusätzlich 500.000–535.000 Unzen aus den USA auf 2E-Basis. Für das US-Recycling galt eine gesonderte Prognose von 450.000–500.000 Unzen auf 3E-Basis. Die Grundlagen umfassen unterschiedliche Metallmischungen.
  • 756.000–788.000 Unzen südafrikanisches Gold, ohne DRDGOLD.
  • 5.000–10.000 Tonnen Nickel aus der Raffinerie Sandouville, kein undifferenzierter Gesamtwert für alle Batteriemetalle.

Die Metallmischung und die Platinabhängigkeit machten Sibanye-Stillwater komplexer zu bewerten als einen reinen Goldproduzenten. Das Unternehmen konnte von steigenden Edelmetallpreisen und der Energiewende profitieren. Die Risikoanalyse erforderte auch Kenntnisse über Arbeitskonflikte, Strommangel und weitere südafrikanische Bedingungen.

Nach dem schwierigen Jahr 2022 sah der Artikel in der relativ niedrigen Bewertung eine mögliche Gelegenheit für wertorientierte Anleger. Dies war eine Einschätzung der damaligen Umstände, keine Gewissheit künftiger Renditen.

7. Regis Resources Limited

Regis Resources (RRL.AX ) war ein australischer Goldproduzent mit zwei wesentlichen Betriebsgebieten in Westaustralien: Duketon und einer 30%-Beteiligung an Tropicana. Außerdem wurde McPhillamys in New South Wales entwickelt.

Im Geschäftsjahr 2022 produzierte Regis etwa 437.000 Unzen Gold. Gemeldet wurden 4,1 Millionen Unzen Reserven und 9,9 Millionen Unzen Ressourcen, nicht 14 Millionen Unzen Reserven oder garantierte 32 Produktionsjahre. Die AISC betrugen 1.556 australische Dollar je Unze, nicht US-Dollar.

Regis strebte bis 2025 eine Jahresproduktion von 500.000 Unzen an. McPhillamys könnte etwa 200.000 Unzen jährlich hinzufügen; eine endgültige Investitionsentscheidung war für 2024 vorgesehen. Dies waren Pläne, keine bereits erreichte Produktion.

Regis sah langfristige Explorationsmöglichkeiten in seinen bestehenden Gebieten. Die Kontrolle von etwa 90% bezog sich auf Goldrechte im Duketon-Grünsteingürtel, nicht auf sämtliche goldreichen Gürtel Australiens. Die für die weitere Kalgoorlie–Norseman-Zone genannten rund 160 Millionen Unzen waren keine unternehmenseigenen Reserven. Neue Funde blieben ungewiss.

Der Artikel betonte Australiens Bergbauumfeld, bestehende Reserven und Entwicklungsmöglichkeiten. Australien besitzt eine etablierte Bergbauindustrie; die höhere Attraktivität gegenüber den USA oder Kanada war eine Bewertung. Regis wurde als Mischung aus aktueller Produktion, geplantem Wachstum und Explorationspotenzial über mehr als zehn Jahre dargestellt.

8. Equinox Gold

EQX Preisdiagramm

Ein Bergbauunternehmen auszubauen ist schwierig. Ein kleiner Produzent kann prozentual stärker wachsen, steht aber ebenfalls vor Finanzierungs- und Projektrisiken.

Equinox produzierte 2018 rund 25.601 Unzen Gold und 2022 insgesamt 532.319. Der Artikel nannte Reserven von ungefähr 17 Millionen Unzen, etwa das 32-Fache der Produktion von 2022, keine garantierte Minenlaufzeit. Die gesamten AISC 2022 betrugen 1.622 US-Dollar je Unze, bei großen Unterschieden zwischen einzelnen Minen.

Es operiert hauptsächlich in den Amerikas (Kanada, USA, Mexiko und Brasilien). Nach Branchenmaßstäben ist es ein junges Unternehmen, das sich auf Wachstum durch Akquisitionen und die Eröffnung neuer Minen konzentriert.

Das Unternehmen wollte die Produktion bis Ende des Jahrzehnts verdoppeln, insbesondere durch Greenstone, das zu einer der größten Goldminen Kanadas entwickelt werden sollte. Das Ergebnis hing von der Umsetzung und dem Betrieb der Projekte ab.

Hohe Kosten und große Wachstumsinvestitionen machten den Cashflow goldpreisempfindlich. Der Artikel sah mehr als 2.000 US-Dollar je Unze als günstig an, nicht als feste oder garantierte Rentabilitätsschwelle.

Der Artikel stellte Equinox als offensive Anlage bei steigenden Goldpreisen dar und verglich ihre Empfindlichkeit mit dem Hebel von Gold-Futures. Kurse unter 1.900 Dollar je Unze galten als ungünstig, führten aber nicht automatisch zu einem bestimmten Verlust. Auch Kosten, Produktion, Finanzierung und Absicherung waren relevant.

9. Franco-Nevada Corporation

FNV Preisdiagramm

Es gibt eine Alternative zu Minenbetreibern, wenn es um Investitionen in goldbezogene Aktien geht.

Royalty- und Streaming-Unternehmen finanzieren Minen gegen künftige Einnahmen oder das Recht, einen Teil der Metallproduktion zu kaufen. Beim Streaming sind Lieferungen nicht kostenlos: Üblich sind eine Vorauszahlung und zusätzliche Zahlungen je gelieferter Einheit.

Diese Unternehmen tragen die Betriebskosten der Minen meist nicht direkt und sind daher weniger unmittelbar von deren Anstieg betroffen. Umsatzabhängige Förderabgaben richten sich nach Verkäufen, nicht nach dem Nettogewinn. Metallpreise, Produktion und Verträge bleiben dennoch wichtig.

Dieses Geschäftsmodell existiert, weil Banken und andere Kreditgeber neuen Bergbauprojekten gegenüber skeptisch sind und oft nicht über die nötigen Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, um sie angemessen zu beurteilen.

Royalty-Unternehmen verbinden Kapitalmärkte mit Produzenten, die die Verwässerung bestehender Aktionärsanteile begrenzen möchten. Viele Rechte gelten während der gesamten Minenlaufzeit und können von neuen Funden und längerem Betrieb profitieren. Die genaue Dauer hängt vom Vertrag ab.

Franco-Nevada war ein Pionier im Royalty-Geschäft. Im April 2023 meldete das Unternehmen seit seinem Börsengang 2007 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 17% für die Gesamtrendite der Aktionäre, nicht für den Gewinn. Es bot Diversifikation nach Anlagen und Ländern:

(FNV )
  • 2022 stammten etwa 55% der Einnahmen aus Gold. Silber, Platingruppenmetalle, Öl, Gas und weitere Rohstoffe trugen ebenfalls bei.
  • 2022 kamen etwa 41% der Einnahmen aus Nordamerika und 50% aus Lateinamerika. Dies waren Umsatzanteile, keine Anteile an der Zahl der Anlagen.

Quelle: Franco-Nevada

Der Artikel nannte etwa 17 Jahre als rechnerischen Reservenhorizont der betreffenden Minen, nicht als identische garantierte Laufzeit jeder Investition. Im April 2023 besaß Franco-Nevada 419 Anlagen: 113 in Produktion, 45 in fortgeschrittenem Stadium und 261 in Exploration. Fortgeschrittene Projekte befanden sich nicht zwingend im Bau.

Der Artikel hob Ruf, Erfolgsbilanz und geografische Diversifikation von Franco-Nevada hervor, um Goldanlagen bei geringeren direkten Betriebsrisiken zu diversifizieren. Er nannte zudem eine annähernde Verzehnfachung des Aktienkurses in den vorherigen 15 Jahren. Das war eine historische Beobachtung, kein Versprechen einer Wiederholung.

Der gute Ruf konnte eine hohe Bewertung mit sich bringen. Diese spiegelte die Geschäftsqualität und die Bevorzugung des Modells gegenüber vielen Produzenten und Bergbau-ETFs durch den Markt wider.

10. Sandstorm Gold Ltd.

Während Franco-Nevada bereits ein etabliertes Royalty-Unternehmen war, übernahmen neue Wettbewerber das Modell und suchten auch außerhalb Nord- und Südamerikas nach Projekten.

Der Artikel beschrieb den Ausbau von Sandstorms Portfolio von drei Anlagen 2009 auf etwa 250 im Jahr 2022.

Sandstorm verkaufte 2022 anteilig zurechenbare 82.376 Goldäquivalentunzen, statt 93.000 Unzen reines Gold zu produzieren. Die etwa 93.000 im Artikel waren ein damals geschätztes jährliches Niveau; 125.000–160.000 für 2024–2028 waren künftige Ziele. Die Einnahmen kamen hauptsächlich aus Gold und Silber; der Artikel erwartete langfristig etwa drei Viertel der Royalty-Einnahmen aus Gold.

Quelle: Sandstorm Gold

Sandstorm konzentrierte sich auf kostengünstige Minen. Der Artikel verglich historisch 54% bei Sandstorm mit 11% bei Franco-Nevada im niedrigsten AISC-Quartil. Ohne die Berechnungsmethode der Präsentation waren dies keine unabhängig bestätigten Anteile an der Zahl der Anlagen. Niedrige Kosten konnten mit riskanteren Ländern einhergehen, in denen Arbeit günstiger, Finanzierung aber schwieriger war.

Quelle: Sandstorm Gold

Der Artikel nannte Hod Maden in der Türkei als größte Anlage mit etwa 12% des damals geschätzten Nettovermögenswerts (NAV). Weitere bedeutende Anlagen lagen in Peru, Südafrika, Brasilien, Chile und der Mongolei. Niedrige Kosten konnten die Margen stützen, gingen jedoch mit politischen, regulatorischen und Entwicklungsrisiken einher.

Sandstorm wurde als Möglichkeit einer diversifizierten Beteiligung an kostengünstigen Goldproduzenten dargestellt. Mehrere Anlagen lagen in riskanteren Ländern. Die Präsenz auf drei Kontinenten verringerte die Konzentration, beseitigte aber nicht alle Risiken.

Jonathan ist ein ehemaliger Biochemie‑Forscher, der in der genetischen Analyse und in klinischen Studien gearbeitet hat. Er ist jetzt Aktienanalyst und Finanzautor mit einem Fokus auf Innovation, Marktzyklen und Geopolitik in seiner Veröffentlichung 'The Eurasian Century'.