Robotik
Wie die Roboter von CES 2025 die Zukunft von Arbeit, Gesundheit und Wohnen zu Hause gestalten

Auf der CES 2025 wurden Roboter für Lieferungen, Baustellen, Gesundheitseinrichtungen, Wohnungen und Gärten vorgestellt. Einige waren bereits Produkte, andere lediglich Prototypen. Eine Vorführung auf einer Messe belegt noch nicht, dass ein Gerät in jeder realen Umgebung sicher und selbstständig arbeiten kann.
Lieferroboter
Kleine autonome Fahrzeuge können die letzte Strecke einer Lieferung übernehmen. Bei einem leichten Paket kann dies weniger Energie verbrauchen als eine Fahrt mit einem großen Auto. Die gesamte Umweltbilanz hängt jedoch auch von Herstellung, Laden und tatsächlichem Betrieb ab.
Mobinn
Mobinns Roboter besitzt einen Behälter, der die Ladung möglichst waagerecht hält, und Räder, mit denen er Stufen überwinden soll. Das kann bei Lebensmitteln und Getränken nützlich sein. Wie gut es in echten Gebäuden funktioniert, hängt von Treppen, Gewicht und Zugangsregeln ab.
Ottobot
Ottobot nutzt Kameras und Sensoren, um Hindernisse auch in belebten Bereichen zu erkennen. Auf der CES wurde zudem eine Zusammenarbeit mit dem Paketfachnetz Harbor Locker gezeigt. Abholfächer können die Zustellung erleichtern; sichere autonome Fahrten erfordern weiterhin Überwachung und die Einhaltung örtlicher Regeln.
Barrierefreiheit und Gesundheit
Glidance
Glidance ist eine rollende Orientierungshilfe, die sich vor Menschen mit Sehbeeinträchtigung bewegt. Sensoren im Griff und im unteren Teil erfassen die Umgebung. Das Gerät könnte andere Mobilitätshilfen ergänzen. Sicherheit und Nutzen auf belebten Straßen müssen jedoch unter realen Bedingungen geprüft werden; ein Ersatz für alle bisherigen Hilfen ist es nicht automatisch.
Bau und Industrie
Hyundai Construction Xite
Hyundai präsentierte ein Konzept für eine autonome Baumaschine. Automatisierung könnte bestimmte Erdarbeiten unterstützen. Das ausgestellte Konzept ist jedoch kein Nachweis für ein Fahrzeug, das bereits unbeaufsichtigt auf Baustellen eingesetzt werden kann.
Bobcat RogueX2
Der RogueX2 ist ein elektrisches, autonomes Konzeptfahrzeug von Bobcat. Nach Darstellung des Unternehmens dient es der Erprobung künftiger Baumaschinen. Einsätze im Bauwesen, Bergbau oder in der Landwirtschaft sind mögliche Anwendungen, keine belegten kommerziellen Leistungen.
FingerVision
FingerVision baut Kameras in transparente Roboterfinger ein. Wenn ein Gegenstand gegriffen wird, verändern sich die Bilder, sodass die Greifkraft angepasst werden kann. Auf der Messe wurden empfindliche Blumen bewegt. Für den industriellen Einsatz müssen Haltbarkeit, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit bei vielen Materialien geprüft werden.
Unitree H1 und Go2
Unitrees humanoider H1 lief über das Messegelände und zeigte steuerbare Bewegungen. Laut Hersteller ist er ungefähr 1,78 Meter groß und wiegt etwa 70 Kilogramm. Die frühere Angabe von rund 1,2 Metern Körpergröße war falsch. Die vierbeinige Roboterreihe heißt Go2, nicht „G2“. Bewegungsdemonstrationen belegen keine selbstständige Eignung für beliebige Rettungs- oder Sicherheitsaufgaben.
Enchanted Tools Mirokaï
Mirokaï verbindet einen Bildschirm mit ausdrucksfähigem Gesicht und einen kugelbasierten Fahrantrieb. Der Roboter ist für unterstützende Aufgaben wie den Transport von Gegenständen in Pflegeumgebungen gedacht. In Patientennähe sind klare Sicherheitsgrenzen und eine Aufsicht durch Mitarbeitende erforderlich.
Roboter für Haus und Garten
SwitchBot K20+ Pro
SwitchBots modulare Plattform kombiniert einen Saugroboter mit Zubehör für den Transport kleiner Gegenstände und weitere Aufgaben im Haushalt. Die Funktionen hängen vom montierten Zubehör ab. Eine Vorführung auf der CES bedeutet nicht, dass alle Möglichkeiten zum Grundprodukt gehören.
Segway Navimow
Segway stellte auf der CES 2025 die Mähroboter der Navimow-X3-Reihe neben weiteren Modellen vor. Sie nutzen Ortung und Sensoren statt eines herkömmlichen Begrenzungskabels. Nutzer müssen den Arbeitsbereich richtig einrichten und Sicherheitsanweisungen beachten, insbesondere wenn Kinder oder Tiere in der Nähe sind.
Soziale Roboter und Roboterhaustiere
Realbotix und Ameca
Realbotix zeigte Aria, einen humanoiden Roboter mit mechanischen Gesichtsausdrücken und Gesprächsfunktionen. Ameca von Engineered Arts bewegt sein Gesicht mit vielen kleinen Antrieben und kann mit Sprachmodellen verbunden werden. Ausdrucksstarke Mimik und flüssige Gespräche belegen weder Bewusstsein noch menschliches Verständnis.
Loona und Tombot Jenny
Loona ist ein Roboterhaustier mit Kamera, Sprachbefehlen und Hinderniserkennung. Tombots Jenny wurde als Roboterhund zur Gesellschaft entwickelt, unter anderem für ältere Menschen und Personen mit Demenz. Sie kann Interaktion bieten, ersetzt aber keine menschliche Betreuung und ist keine nachgewiesene Behandlung der Demenz.
Was die CES 2025 zeigte
Die Geräte zeigen Fortschritte bei Sensorik, Bewegung, Greifen und Konversation. Marktverfügbarkeit, Leistung außerhalb der Messe und Sicherheit müssen für jedes Gerät gesondert geprüft werden. Prototypen weisen auf mögliche Entwicklungen hin, nicht auf einen bereits gesicherten Alltagseinsatz.












