Digitale Vermögenswerte
Terra-Gemeinschaft genehmigt den Verteilungsplan für den Notfallfonds

Nach dem Neustart von Terra wurden 10 Prozent des Gesamtangebots der neuen LUNA für Entwickler auf Terra 2.0 reserviert: 8 Prozent des Gesamtangebots für das Developer Mining Program, 1,5 Prozent für das Developer Alignment Program und 0,5 Prozent für den Notfallfonds. Die Prozentsätze beziehen sich auf das gesamte Tokenangebot, nicht nur auf den reservierten Anteil von 10 Prozent. Für die Notfallhilfe galt die Bedingung, erhaltene Mittel zurückzuzahlen, falls das Produkt nicht innerhalb eines Jahres auf den Markt kam.
Vorschlag 446: Verteilungsplan für den Notfallfonds
Laut dem Artikel vom 20. Juni 2022 hatte die Gemeinschaft einen Vorschlag zur Verteilung des Notfallfonds genehmigt, der 0,5 Prozent des Gesamtangebots umfasste. Der Plan unterschied drei Gruppen: Projekte auf Terra Classic mit einem Produkt, das die Marktnachfrage traf (Product-Market-Fit, PMF), und messbarem gebundenem Gesamtwert (TVL); Projekte mit PMF ohne messbare TVL; sowie Projekte, die noch keinen PMF erreicht hatten. Die Genehmigung des Plans bedeutete nicht, dass sämtliche Auszahlungen bereits erfolgt waren.
Wegen des Notfallcharakters sollten kleine Projekte Vorrang erhalten. Berücksichtigt würden der Mindestbedarf eines Projekts und die Zahl der Projekte, die sich mit den Mitteln unterstützen ließen. Der Bericht nannte vorgeschlagene Beträge von 25.000 bis 75.000 LUNA je Team ohne PMF. Langjährig aktive Mitglieder der Gemeinschaft sollten die Förderfähigkeit prüfen und sich bei Interessenkonflikten aus der betreffenden Entscheidung heraushalten.
Terran One, Random Earth, Coinhall, Terrascope und Setten wurden als Beispiele für die zweite Gruppe mit PMF, aber ohne messbare TVL genannt. Vorgesehen waren 75.000 bis 200.000 LUNA je Projekt. Die ersten beiden Gruppen sollten zusammen 2,5 Millionen LUNA erhalten; weitere 2,5 Millionen waren für Projekte mit PMF und messbarer TVL bestimmt.
In der letzten Gruppe sollte die Verteilung anhand der TVL der Projekte auf Terra Classic vor dem Verlust der Dollarbindung von UST erfolgen. Die Obergrenze je Projekt betrug 25 Prozent der für diese Gruppe verbleibenden 2,5 Millionen LUNA, nicht des gesamten Notfallfonds. Als größte Anteile nannte der Artikel 25 Prozent für Astroport, 21,1 Prozent für Stader und 12,2 Prozent für TerraSwap. Dies waren die damals berichteten Verteilungsanteile.
Südkorea diskutierte nach Terras Zusammenbruch neue Regeln
Im Juni 2022 wurde berichtet, dass Südkoreas Regierungspartei People Power Party (PPP) erwog, neue Regeln zum Schutz von Kryptoanlegern einzuführen. Einzelheiten standen noch nicht fest. Der für die Politik der Partei verantwortliche Sung Il-jong erklärte, dass ein Gesetz für blockchainbasierte Plattformen geprüft werde.
Sung wies darauf hin, dass das Sondergesetz für Finanztransaktionen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bekämpfe, aber nicht sämtliche Fragen rund um die Plattformen abdecke. Das war keine Ankündigung, dass bereits ein neues umfassendes Gesetz in Kraft getreten sei.
Lee Bok-hyun, Leiter des Financial Supervisory Service (FSS), forderte eine freiwillige Selbstregulierung der Branche. Er hielt die Beteiligung privater Fachleute angesichts des komplexen und rasch veränderlichen Bereichs für sinnvoll.
Neben möglichen Regierungsmaßnahmen berichtete Daily Sports, ein lokales Medium, dass Upbit, Coinone, Korbit, Gopax und Bithumb gemeinsam einen Rat mit Schwerpunkt Anlegerschutz aufbauen wollten.
Der Rat sollte gemeinsame, strengere Kriterien für die Aufnahme von Token in den Handel und ihre Entfernung aus dem Angebot entwickeln. Der Verhaltenskodex sollte die unterschiedlichen Verfahren der Börsen vereinheitlichen. Nach Einschätzung des damaligen Berichts könnten Plattformen, die mit andernorts nicht angebotenen Altcoins Einnahmen erzielten, von den neuen Regeln betroffen sein. Das war eine Einschätzung, kein feststehendes Ergebnis oder eine pauschale Beschreibung der Einnahmen sämtlicher Börsen.
Der 2022 beschriebene Plan sah bei einer Krise wie Terras Zusammenbruch Maßnahmen innerhalb von 24 Stunden vor, etwa Handelsstopps oder die Entfernung betroffener Token aus dem Angebot. Ein Warnsystem war für September 2022 und die regelmäßige Überprüfung von Tokennotierungen für Oktober 2022 vorgesehen. Dies waren die damals angekündigten Pläne und Zeitrahmen.












