Erweiterte und virtuelle Realität
Geruchsbasiertes VR-Therapie könnte helfen, den kognitiven Verfall zu verlangsamen

Diese Woche markiert einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen kognitiven Verfall, nachdem ein Team von Ingenieuren ein olfaktorisches Stimulationssystem in einer maßgeschneiderten VR-Umgebung entwickelt und getestet hat. Die Gruppe will die Auswirkungen des altersbedingten geistigen Verfalls verlangsamen und Menschen helfen, die an Hirnerkrankungen wie Alzheimer leiden. Hier ist, was Sie wissen müssen.
Verstehen von Demenz und ihrer globalen Auswirkungen
Der Begriff Demenz umfasst ein breites Spektrum von Hirnerkrankungen. Diese Krankheiten können dazu führen, dass eine Person Erinnerungen verliert, sich unberechenbar verhält und ihre Fähigkeit zu klarem Denken verliert. Leider leiden weltweit über 55 Millionen Menschen an demenzbezogenen Erkrankungen, und diese Zahl wird voraussichtlich im kommenden Jahrzehnt steigen. Besonders hervorzuheben ist, dass Alzheimer die häufigste Ursache für Demenz ist.
Die meisten Menschen kennen oder haben jemanden getroffen, der an Demenz leidet. Man bemerkt den kognitiven Verfall in Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Sinneswahrnehmungen. Mit zunehmender Schwere können die Patienten einen starken Rückgang ihrer Lebensqualität erleben. Schließlich benötigen Demenzpatienten Hilfe, was die finanziellen Kosten für die Behandlung erhöht.
Aktuelle Behandlungsmethoden für Demenz
Das Schlimmste an Demenz ist, dass es keine Heilung gibt. Dennoch können verschiedene Behandlungen ihr Auftreten verhindern oder den Betroffenen bei den Auswirkungen helfen. Traditionelle kognitive Behandlungsstrategien bei Demenz setzen insbesondere auf eine Kombination aus visuellen und auditiven Reizen. Ältere Methoden nutzten Fotos und Videos, um Erinnerungen zu stimulieren.
Wie virtuelle Realität zur Behandlung von Demenz eingesetzt wird
Forscher haben kürzlich eine weitere Technologie in Betracht gezogen, um das Gedächtnis ihrer Patienten zu stärken: Virtuelle Realität (VR). VR-basierte kognitive Rehabilitation bietet dabei erhebliche Vorteile. Zum einen kann sie individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.
Forscher nutzen bereits VR-Tools, die es Patienten ermöglichen, Erinnerungen und Erlebnisse mit ihren Angehörigen zu teilen. Stellen Sie sich einen Piloten aus dem Zweiten Weltkrieg vor, der seine Familie durch das Cockpit seines alten Flugzeugs führt.
Diese Erinnerungen sind noch im Langzeitgedächtnis des Patienten verankert, was hilft, die neuen Erinnerungen und Erlebnisse mit ihren Angehörigen zu verankern. Obwohl noch begrenzt, ist die Forschung zu VR-Systemen und Demenz im Gange.
Was ist olfaktorische Stimulation und wie funktioniert sie?
Interessanterweise gab es kürzlich Fortschritte bei olfaktorischen VR-Systemen. Diese Systeme ermöglichen es, während des Durchstreifens von VR-Umgebungen zu riechen. Dieser zusätzliche Sinn hilft, diese Erlebnisse im Gehirn zu verankern. Dieses Szenario ist noch wirksamer, wenn es um den Geruchssinn geht.
Geruchssignale haben einen anderen Weg zum Gehirn als andere Sinne. Die anderen Sinne werden zunächst über ein thalamisches Relais geleitet, bevor sie zu dem für Erinnerungen zuständigen Hirnteil gelangen. Der Geruchssinn überspringt diesen Schritt und gelangt direkt in die limbischen Strukturen. Diese Hirnregionen sind eng mit dem Gedächtnis verbunden und umfassen den piriformen Cortex, die Amygdala und den Hippocampus.
Warum multisensorische Stimulation das Erinnern stärkt
Olfaktorische Stimulation hat einen weiteren Vorteil, da sie bei Kombination mit anderen Sinnen eine zusätzliche Ebene gültiger kognitiver Aktivierung bietet. Studien haben gezeigt, dass je mehr Sinne man einsetzt, desto wahrscheinlicher ist es, dass man sich an einen Moment erinnert. Diese Erkenntnis ist Marketern schon lange bekannt. Eine Zeitschriftenanzeige ist schön, aber ein YouTube‑Video bietet Bild und Ton. Fügt man ein Spiel hinzu, kommt zudem der Tastsinn zum Einsatz.
Einschränkungen der traditionellen Aromatherapie
Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass olfaktorische Stimulation das Gedächtnis verbessern kann. Aromakarten sind die heute am häufigsten verwendete Form der olfaktorischen Stimulation. Diese Karten weisen jedoch einige Einschränkungen auf, die ihre Wirksamkeit begrenzen.
Erstens sind sie in Design und Funktion stagnierend, sodass eine längere Nutzung repetitiv werden kann. Glücklicherweise scheint es, dass die Technologien zusammengeführt werden.
Neue Studie nutzt VR und Geruch, um das Gedächtnis bei Senioren zu stimulieren
Die Studie, Exploring the effects of olfactory VR on visuospatial memory and cognitive processing in older adults, veröffentlicht in der Zeitschrift Scientific Reports, stellt ein neuartiges olfaktorisches VR‑Trainingssystem vor, das speziell zur Bekämpfung des kognitiven Verfalls bei älteren Menschen entwickelt wurde. Der Bericht geht auf die Entwicklung und Erprobung des Geräts sowie dessen kognitive Auswirkungen auf die Patienten ein.
Die olfaktorische VR‑Studie ist die erste, die die kognitiven Effekte dieser Behandlung bewertet. Sie kombiniert reale Umgebungen und erkennbare Gerüche, um natürliche multisensorische Interaktionen zu simulieren. Dieser Ansatz ermöglichte es den Ingenieuren, Gedächtniswege zu aktivieren und das Gedächtnis des Nutzers zu verbessern.

Quelle – Nature Communications
Im Inneren der interaktiven Smellscape‑VR‑Erfahrung
Das Team erstellte eine VR‑Karte namens Interactive Smellscape. Diese virtuelle Welt wurde so gestaltet, dass sie natürliche Umgebungen und Gerüche nachbildet. Die Gruppe nutzte einen Hochleistungs‑Computer, um die virtuelle Welt zu hosten. Die METAQuest 3 und META‑Controller wurden als optimale Plattformen für Anzeige und Steuerung ausgewählt. Dieses Setup ermöglichte in Echtzeit bewegungsgeführte Interaktionen.
Hochtechnologische Duftabgabe in virtueller Realität
Der nächste Schritt bestand darin, ein olfaktorisches Display zu integrieren. Das Team probierte zahlreiche Optionen, fand jedoch schließlich das von Ono Denki (Japan) hergestellte Gerät als ideal für das Experiment. Es bot die größte Flexibilität, da es 12 verschiedene Duftproben aufnehmen konnte. Die Einheit integriert Solenoide, die die richtige Menge jedes Duftes synchron zum VR‑Spiel freisetzen, und eröffnet so die Möglichkeit zu echter Interaktion in einem neuen Maßstab.
Welche Düfte wurden in der Studie verwendet und warum?
Das Team untersuchte zahlreiche Duftsets, bevor es feststellte, dass die besten Optionen zwei separate Duftsets waren. Das erste Set bestand aus den Düften von Orange, Lavendel und Grüner Minze. Das zweite Set umfasste Melone, Mango und Pflaume. Diese Sets waren optimal, weil sie unterschiedliche olfaktorische Profile mit minimaler Wahrnehmungsüberlappung boten, sodass die Teilnehmer jeden Duft leicht unterscheiden konnten.
Wie die Smellscape‑Herausforderung in der Praxis funktionierte
Interactive Smellscape war voller interessanter Orte. Der Nutzer durchquerte die digitale Landschaft, bis er einen interessanten Ort fand. Der Teilnehmer näherte sich einer Laterne, die dann den Duft zusammen mit einem farbigen Nebel und anderen Stimuli in der VR‑Umgebung freisetzte.
Der Spieler musste anschließend die VR‑Umgebung durchstreifen, um denselben Duft zu finden. Dabei gibt das olfaktorische Display kleine Mengen des Duftes ab, um den Spieler beim Annähern zu leiten.
Um einen Duft zu testen, ging der Spieler zu einer Laterne. Diese Laterne setzte dann drei Rauchstöße frei, jeder mit einem anderen Duft. Der Spieler muss bestimmen, welcher Duft der ursprüngliche war, den er gerochen hat, um den Test zu bestehen.
Test der Auswirkungen von VR‑Dufttherapie bei Senioren
Um die Fähigkeiten von olfaktorischem VR zu testen, versammelte das Team 30 Teilnehmer im Alter von 63–90 Jahren. Sie planten für jeden Teilnehmer zwei Tests mit einer sechstägigen Pause zwischen dem ersten und zweiten Durchlauf. Anschließend konnten die Teilnehmer durch das Smellscape reisen und Sinne memorieren und zuordnen. Während dieses Prozesses achteten die Ingenieure genau auf wichtige Kennzahlen wie die Fähigkeit des Patienten, sich zu konzentrieren, Notizen zu merken und die allgemeine räumliche Verarbeitung.
Duft zur Navigation in der VR‑Umgebung verwenden
In der Navigations‑Testphase erinnerten sich die Patienten an ihren Weg entlang einer virtuellen Karte, wobei der Duft sie leitete. Dieser Test prüfte die olfaktorische Diskriminierung und die Abruffähigkeiten des Arbeitsgedächtnisses der Patienten. Die Spieler konnten die passenden Düfte leicht finden.
Messung der visuell‑räumlichen Fähigkeiten mit japanischen Zeichen
Im nächsten Test mussten die Patienten bestimmen, ob gedrehte japanische Zeichen den vor sechs Tagen gezeigten Originalen entsprachen. Das Team bemerkte, dass bei Einsatz von olfaktorischen Systemen die Punktzahlen der Patienten verbesserten. Die zusätzlichen Punkte resultierten aus der Fähigkeit des Gehirns, Düfte deutlicher zu erinnern als andere Sinne.
Können Düfte helfen, Wortpositionen zu erinnern?
In diesem Test memorierten die Patienten Wortpositionen in einem Raster. Anschließend wurden sie gebeten zu bestimmen, welche Wörter im Raster, das ihnen Tage zuvor gezeigt wurde, fehlten. Sie stellten fest, dass der Geruchssinn die verstärkten Erinnerungen schneller und genauer abrufen ließ. Besonders bemerkenswert ist, dass mehrere weitere kognitive Tests durchgeführt wurden.
Was die Studie über geruchsbasiertes VR‑Therapie ergab
Das Team erhielt gemischte Ergebnisse aus ihrer Studie. Einerseits stellten sie fest, dass VR‑basiertes olfaktorisches Training die kognitive Beteiligung stärkt und seine therapeutische Wirkung maximiert. Außerdem wurde entdeckt, dass bereits nach 20 Minuten Spielzeit die Duft‑Gedächtnisphase die Geruchserkennung und das Gedächtniscodieren verbessern kann.
Die Vorteile der Nutzung von VR und Duft in der kognitiven Therapie
Diese Studie bringt zahlreiche Vorteile auf den Markt. Zum einen ist dieser Ansatz bei Demenz nicht invasiv und lässt sich leicht in Behandlungen integrieren. Der Ansatz erfordert keine Chirurgen oder andere Fachleute, wodurch Kosten gesenkt werden und er von mehr Einrichtungen weltweit genutzt werden kann.
Die Studie markiert einen Wandel hin zu olfaktorischer sensorischer VR. Als erste, die systematisch die kognitiven Effekte von olfaktorischem VR‑Gaming innerhalb eines strukturierten kognitiven Trainingsparadigmas für ältere Erwachsene bewertet, stellt sie einen wichtigen Schritt zur Maximierung der therapeutischen Wirkung dar.
Gamifizierung der Therapie: Warum Spaß das Gedächtnis unterstützt
Ein weiterer Vorteil ist, dass Gamifizierung langweilige Behandlungen in ein spaßiges und ansprechendes Ereignis verwandeln kann, dem die Patienten regelmäßig entgegenfiebern. Motivation ist ein entscheidender Faktor für die Wirksamkeit einer Behandlung, da zögerliche Teilnehmer oft nicht die gleichen Ergebnisse erzielen.
Anpassung der VR‑Therapie für emotionale Wirkung
Die Möglichkeit, VR‑Umgebungen beliebig zu gestalten, eröffnet spannende Behandlungskonzepte. Von der Fähigkeit, einer Person zu ermöglichen, in ihre besten Zeiten zurückzureisen, bis hin dazu, die Familie zum Mond oder an den Meeresgrund zu führen – VR‑Systeme öffnen die Tür zu wirklich maßgeschneiderten und personalisierten Therapien.
Wann wird geruchsgesteigerte VR im Gesundheitswesen Einzug halten?
Es gibt zahlreiche Anwendungen in der realen Welt für VR‑Systeme mit olfaktorischer Stimulation. Diese Systeme werden eines Tages mehrere Sektoren umfassen, von der nächsten Generation der Unterhaltung bis hin zu geruchsbasierten Therapien. Ihr Geruchssinn ist mehr als nur das Riechen; er kann Forschern helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen, da er als primärer Indikator für kognitiven Verfall gilt.
Man kann erwarten, dass olfaktorische VR‑Systeme in den nächsten fünf Jahren in Pflegeheimen und Behandlungseinrichtungen Einzug halten. Diese Systeme nutzen kommerziell verfügbare Hardware, wodurch sie leicht auf dem Markt verfügbar sind. Damit ist das System bereits für den kommerziellen Einsatz bereit. Dennoch müssen weitere Studien durchgeführt werden, um ihre langfristigen Auswirkungen zu verstehen.
Forscher zur olfaktorischen Stimulation
Die Studie zur olfaktorischen Stimulation war eine Zusammenarbeit, bei der Forschungsteams vom Institute of Science Tokyo, der University of the Arts London, der Bunkyo Gakuin University und der Hosei University in Japan gemeinsam an den Ergebnissen arbeiteten. Konkret sind die Hauptautoren Ryota Sunami, Takamichi Nakamoto, Nathan Cohen, Takefumi Kobayashi und Kohsuke Yamamoto.
Was kommt als Nächstes für olfaktorische VR in der kognitiven Gesundheit?
Olfaktorische Stimulation könnte zur nächsten bedeutenden Art werden, wie Menschen mit virtuellen Umgebungen interagieren. Die Ingenieure hoffen, dass ihre Arbeit zur Erforschung des multisensorischen kognitiven Trainings beiträgt, das eines Tages Millionen von Menschen mit Hirnerkrankungen helfen könnte.
Investitionen im VR‑Bereich
Einige dominante Technologieunternehmen dominieren den VR‑Markt. Diese Unternehmen haben Milliarden investiert, um massive virtuelle Welten zu schaffen, in denen Spieler Monate damit verbringen können, zu erkunden, zu entdecken und zu bauen. Zudem treibt die Ausweitung des Metaverse-Konzepts die VR‑Adoption weiter voran. Hier ist ein Unternehmen, das zusätzliche Einnahmen erzielen könnte, wenn olfaktorische Stimulation zum Mainstream wird.
META
META (META ) trat 2004 als Facebook in den Markt ein. Das Unternehmen hatte einen schwierigen Start, nachdem behauptet wurde, dass sein CEO, Mark Zuckerberg, die Idee von Klassenkameraden, den Winklevoss‑Zwillingen, gestohlen habe. Trotz des umstrittenen Beginns entwickelte sich Facebook von einer College‑Dating‑Website zu einer der größten Social‑Media‑Plattformen innerhalb weniger Jahre.
Im Jahr 2021 wurde das Unternehmen in Meta Platforms, Inc. umbenannt. Dieser Schritt markierte die Veränderung des Fokus des Unternehmens von Social Media hin zu ihrem neuesten Vorhaben, dem Metaverse. Das Metaverse wird von vielen als die Zukunft von Gaming und Interaktionen angesehen. Es ermöglicht Nutzern, auf neue Weise zu bauen und zu kommunizieren.
META Preisdiagramm
META treibt weiterhin innovative VR‑Lösungen und Hardware voran. 2023 brachte Meta Threads und Meta Quest 3 auf den Markt. Letzteres wurde in den olfaktorischen Stimulations‑Experimenten eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist, dass die Unternehmensgröße, die Marktposition und der konsequente Fokus auf VR die Aktie zu einer starken Investition mit zukünftigem Potenzial machen.
Neueste Nachrichten zu Meta
Wie Geruch in virtueller Realität bei der Behandlung von Demenz helfen kann
Wenn man die positiven Effekte der olfaktorischen Stimulation in Kombination mit fortschrittlicher VR‑Technologie im Kampf gegen Demenz betrachtet, gibt es keinen Grund, nicht weiter voranzuschreiten. Diese Studie trägt dazu bei, zu beweisen, dass Demenzbehandlungen verbessert werden können, ohne invasive Operationen zu erfordern. Außerdem eröffnet sie älteren Menschen die Möglichkeit, auf neue und spannende Weise mit der Gemeinschaft in Kontakt zu treten.
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Studienreferenzen:
1. Sunami, R., Nakamoto, T., Cohen, N., Kobayashi, T., & Yamamoto, K. (2025). Untersuchung der Auswirkungen von olfaktorischer VR auf das visuell-räumliche Gedächtnis und die kognitive Verarbeitung bei älteren Erwachsenen. Scientific Reports, 15, Article 10805. https://doi.org/10.1038/s41598-025-94693-9












