Finanzierung
QIZ Security sammelt $17M ein, um Unternehmen bei der Vorbereitung auf den post‑quantum Sicherheitswechsel zu unterstützen

QIZ Security hat 17 Millionen US‑Dollar in Seed‑Finanzierung erhalten, da Unternehmen beginnen, ein Cybersicherheitsproblem zu konfrontieren, das leicht aufzuschieben war, aber zunehmend schwer zu ignorieren ist: ein Großteil der heutigen Kryptografie wurde nicht für das Quantenzeitalter entwickelt.
Die Runde wurde von Bessemer Venture Partners und Merlin Ventures angeführt, mit Beteiligung von Evolution Equity Partners, Qbeat Ventures, Singtel Innov8 und Qino Cyber Capital. QIZ erklärte, dass das neue Kapital die Produktentwicklung, Marktexpansion und das Wachstum rund um seine kryptografische Haltung und die Managementplattform für post‑quantum Kryptografie unterstützen wird.
The raise lands at a moment when post-quantum cryptography is moving from research discussion to practical migration planning. For banks, exchanges, custodians, payment networks, blockchain infrastructure providers, and Web3 platforms, the implications are especially significant. Digital finance depends on cryptographic trust at nearly every layer, from wallet security and transaction signing to institutional custody, private key management, identity systems, APIs, and secure communications.
Das verborgene Problem in der Unternehmenssicherheit
Kryptografie befindet sich in fast jedem Teil einer modernen Organisation: Anwendungen, Datenbanken, APIs, Cloud‑Workloads, Identitätssysteme, Integrationen von Drittanbietern und Datenverkehr zwischen Diensten. Dennoch haben viele Unternehmen noch keine verlässliche Übersicht darüber, wo Verschlüsselung eingesetzt wird, welche Algorithmen verwendet werden, von welchen Assets sie abhängen oder wer für die Behebung verantwortlich ist.
Diese Sichtbarkeitslücke ist das Problem, das QIZ zu lösen versucht. Die Plattform des Unternehmens basiert auf kontinuierlicher kryptografischer Entdeckung, Risikopriorisierung, Planungsmaßnahmen zur Behebung und Governance. Anstatt die post‑quantum Bereitschaft als einmalige Bewertung zu behandeln, positioniert QIZ sie als fortlaufende Betriebsschicht für das Kryptografiemanagement in hybriden und komplexen Umgebungen.
Dies ist besonders relevant für den digitalen Asset‑Sektor. Kryptowährungen und Web3‑Systeme basieren häufig auf Public‑Key‑Kryptografie, digitalen Signaturen, sicherer Verwahrungsinfrastruktur und verteilten Vertrauensmodellen. Während die Branche oft auf Smart‑Contract‑Exploits, Börsenpannen oder Phishing‑Angriffe fokussiert, führt die post‑quantum Transition zu einer tieferen Infrastrukturfrage: Können kryptonative und Finanzinstitute erkennen, welche kryptografischen Systeme verwundbar werden könnten, und sie migrieren, ohne Nutzer, Liquidität oder Kern‑Geschäftsabläufe zu stören?
Warum post‑quantum Bereitschaft zu einem Thema auf Vorstandsebene wird
Die Sorge bei post‑quantum Sicherheit besteht nicht darin, dass Quantencomputer heute bereits die Unternehmensverschlüsselung in großem Umfang brechen. Die Sorge ist, dass Organisationen Jahre benötigen könnten, um die kryptografischen Systeme, von denen sie bereits abhängen, zu inventarisieren, zu verwalten und zu migrieren.
Dieser Zeitrahmen ist wichtig wegen des Risikos „Jetzt ernten, später entschlüsseln“, bei dem Angreifer heute verschlüsselte Daten sammeln in der Hoffnung, dass zukünftige Quantenfähigkeiten sie lesbar machen. Für Sektoren, die langfristig sensible Informationen speichern, darunter Finanzen, Gesundheitswesen, Telekommunikation, Regierung und kritische Infrastruktur, ist die Migrationsuhr bereits relevant.
Im Bereich Kryptowährungen und Web3 kann das Risikoprofil noch deutlicher sein. Blockchains sind per Design transparent, und historische Transaktionsdaten sind dauerhaft verfügbar. Während verschiedene Protokolle je nach Nutzung von Adressen, Signaturen und Schlüsseln unterschiedliche Grade der Quantenexposition aufweisen, bleibt der Kernpunkt: Krypto‑Ökosysteme benötigen glaubwürdige Roadmaps zur quantum‑Bereitschaft, wenn sie langfristig institutionelles Vertrauen erhalten wollen.
Die eigene Botschaft von QIZ konzentriert sich stark auf diese operative Realität: Organisationen können keine Kryptografie migrieren, die sie nicht sehen können. Das Unternehmen positioniert seine Plattform rund um Krypto‑Agilität, das heißt die Fähigkeit, kryptografische Exposition zu verstehen, Algorithmen zu aktualisieren, Richtlinienabstimmungen zu verwalten und auf sich entwickelnde Standards und regulatorische Erwartungen zu reagieren.
Was QIZ aufbaut
QIZ bietet nicht einfach nur eine Implementierung eines post‑quantum Algorithmus an. Seine Plattform richtet sich an die Management‑Ebene rund um die Kryptografie.
Das umfasst das Entdecken kryptografischer Assets, das Verstehen, wo Verschlüsselung für Daten in Bewegung und ruhende Daten eingesetzt wird, das Identifizieren schwacher Cipher‑Suites oder veralteter TLS‑Konfigurationen, das Abbilden von Abhängigkeiten zwischen Anwendungen und Infrastruktur sowie das Bereitstellen eines priorisierten Behebungsplans für Sicherheitsteams. Die Plattform ist zudem für mehrere interne Interessengruppen konzipiert, darunter CISOs, Compliance‑Teams und Anwendungsinhaber, was widerspiegelt, wie breit die kryptografische Modernisierung wird, sobald sie über das Sicherheitsteam hinausgeht.
Für Finanzinstitute und Unternehmen im digitalen Asset‑Bereich könnte diese Art von Sichtbarkeit immer wichtiger werden. Eine Krypto‑Börse muss beispielsweise nicht nur die Wallet‑Systeme für Kunden bewerten, sondern auch die interne Signatur‑Infrastruktur, das Verwahrungs‑Key‑Management, die API‑Authentifizierung, Abwicklungssysteme, Cloud‑Workloads, Anbieter‑Integrationen und Compliance‑Archive. Ein Web3‑Infrastruktur‑Anbieter könnte ähnliche Fragen in Bezug auf Validatoren, Bridges, Entwickler‑Tools, Identitätsschichten und Unternehmens‑Client‑Umgebungen haben.
QIZ erweitert zudem sein Ökosystem durch Partnerschaften mit großen Technologie‑ und Beratungsunternehmen, darunter Cisco, AWS, Google, CrowdStrike, Deloitte, EY und IBM. Ziel ist es, Kunden zu unterstützen, die kryptografische Entdeckung, Risikobewertung, Governance und die Planung der post‑quantum Migration in komplexen Unternehmensumgebungen zu beschleunigen.
Ein Gründerteam mit post‑quantum Erfahrung
QIZ wurde von Ben Volkow, Lenny Ridel und Dr. Itan Barmes gegründet. Volkow ist CEO, Ridel CTO und Barmes Chief Strategy Officer. Das Unternehmen gibt an, dass sein Team über mehr als sechs Jahre praktische Erfahrung im Bereich post‑quantum Kryptografie verfügt und mit über 100 Organisationen an quantum‑sicherer Bereitschaft gearbeitet hat.
Barmes’ Hintergrund ist besonders relevant für die Positionierung des Unternehmens. Vor QIZ leitete er das Global Quantum Cyber Readiness Team von Deloitte, wo er mit großen Organisationen an post‑quantum Bereitschaft und Strategie arbeitete, was dem Startup eine Beratungs‑zu‑Plattform‑Brücke bietet, die bei Unternehmen, die noch versuchen, Quanten‑Risikobewertungen in praktische Migrationsprogramme zu überführen, Anklang finden könnte.
Eine zeitnahe Finanzierung für einen noch in Entstehung befindlichen Markt
Die $17‑Millionen‑Seed‑Runde von QIZ erfolgt, während die kryptografische Modernisierung für regulierte Organisationen zu einem konkreteren Posten wird. Rahmenwerke und Anforderungen wie die NIST‑PQC‑Leitlinien, CNSA 2.0, DORA, NIS2 und PCI DSS erhöhen den Druck auf Unternehmen, ihr kryptografisches Vermögen zu verstehen und zu verwalten, anstatt sich auf fragmentierte Asset‑Listen oder periodische Überprüfungen zu verlassen.
Der post‑quantum Übergang wird nicht über Nacht geschehen, und der genaue Zeitpunkt eines kryptografisch relevanten Quantencomputers bleibt unsicher. Doch die für die Vorbereitung erforderliche Unternehmensarbeit wird bereits klarer: die Kryptografie finden, das Risiko verstehen, die Migration priorisieren und Systeme aufbauen, die sich an weiterentwickelnde Standards anpassen können.
Für Kryptowährungen und Web3 gilt dieselbe Lehre. Die langfristige Glaubwürdigkeit digitaler Assets hängt nicht nur von Marktstruktur, Regulierung und Adoption ab, sondern auch davon, ob die kryptografischen Grundlagen des Ökosystems sich mit der Veränderung der Rechenleistung weiterentwickeln können.
Das ist das Ziel, das QIZ Security mit seiner neuen Finanzierung verfolgt. Für ein junges Unternehmen in einer noch zu definierenden Kategorie besteht die Herausforderung nun nicht nur darin, Unternehmen von der Bedeutung des post‑quantum Risikos zu überzeugen. Es geht darum zu beweisen, dass kryptografische Bereitschaft operativ, kontinuierlich und handhabbar gemacht werden kann, bevor der Druck unvermeidlich wird.












