Digitale Vermögenswerte
Litecoin-Netzwerk-Hashrate erholt sich auf ein zweijähriges Hoch

Die starken Schwankungen am Kryptomarkt hatten Litecoins Kursanstieg Anfang Februar 2022 gebremst. Das Netzwerk zeigte dennoch Erholungszeichen. Zum damaligen Veröffentlichungszeitpunkt lag LTC etwa 65,9 % unter seinem Höchststand vom Mai 2021.
Die Hashrate des Litecoin-Netzwerks war deutlich gestiegen und hatte ein Niveau erreicht, das zuletzt im August 2019 verzeichnet worden war.
Litecoins Hashrate erholt sich
Die im Artikel herangezogenen Daten von BitInfoCharts beschrieben eine deutliche Erholung der Hashrate. Die Rechenleistung zur Litecoin-Blockerzeugung stieg am 1. Februar 2022 auf rund 397 TH/s, den höchsten Stand seit August 2019. Nach einem leichten Rückgang lag sie weiterhin über 390 TH/s. Gemeint ist Rechenleistung, keine Erholung des LTC-Preises.
Neben der Hashrate war auch die Mining-Schwierigkeit gestiegen. Weitere Daten zeigten dem Artikel zufolge einen Schwierigkeitswert von etwa 13,53 Millionen, wie zuletzt im August 2019. Mining-Schwierigkeit und Hashrate sind unterschiedliche Kennzahlen.
Im Mai 2021 hatte die Hashrate mit rund 384 TH/s fast ein Zweijahreshoch erreicht. Anschließend sank sie bis Juni 2021 auf etwa 170 TH/s, also um mehr als die Hälfte. Der Artikel brachte diesen Einbruch mit Chinas Einschränkungen des Kryptominings in Verbindung, die auch andere Kryptowährungen betrafen.
Seit Juli 2021 hatten sich Hashrate und Mining-Schwierigkeit wieder erholt. Auch LTC hatte zwischenzeitlich Kursgewinne verzeichnet. Anfang Februar 2022 lag der Preis jedoch weiterhin unter dem Niveau vor den chinesischen Einschränkungen.
Als Stärke des Netzwerks wertete der Artikel, dass sich die Mining-Rechenleistung im Januar 2022 trotz fallender Kryptokurse insgesamt robust entwickelt hatte. Daraus folgt nicht, dass es an keinem einzelnen Tag einen Rückgang gab.
Dem Artikel zufolge hatte die Hashrate im Juli 2019 rund 523 TH/s erreicht. Beim Halving im August 2019 sank die Blockbelohnung von 25 auf 12,5 LTC. Danach ging die Rechenleistung zurück; der Artikel beschrieb ihre erneute Erholung im Frühjahr 2021.
Die geringere Blockbelohnung beeinträchtigte die Rentabilität einiger Miner. Später fiel auch der LTC-Kurs in den zweistelligen Dollarbereich; der Artikel beschrieb eine Rückkehr über 100 Dollar rund 16 Monate später. Dieser zeitliche Zusammenhang belegt nicht, dass das Halving sämtliche Preisbewegungen verursacht hat.
Die Erholung von Hashrate und Mining-Schwierigkeit Anfang 2022 wurde als positives Signal für Litecoin und mögliches neues Anlegerinteresse gewertet. Die Rentabilität einzelner Miner hängt jedoch von Hardware, Stromkosten, Schwierigkeit und LTC-Kurs ab. Netzwerkkennzahlen garantieren nicht jedem Miner einen Gewinn.
Litecoin bereitet das Datenschutz-Upgrade MWEB vor
Kryptoprotokolle mit zusätzlichen Datenschutzfunktionen standen unter regulatorischem Druck. Litecoin arbeitete zugleich an freiwillig nutzbaren Vertraulichkeitsfunktionen durch Mimblewimble Extension Blocks (MWEB). Die korrekte Abkürzung lautet MWEB, nicht MEB.
Die Entwicklung von MWEB lief seit 2019; Litecoin selbst existierte bereits seit 2011. Die Litecoin Foundation finanzierte die Arbeit des Grin++-Entwicklers David Burkett. Ihre Mitteilung vom 31. Januar 2022 beschrieb einen Release Candidate für Litecoin Core 0.21.2. Die Aktivierung im Netzwerk stand damals noch aus.
Die Entwickler erwarteten, dass freiwillige Vertraulichkeit bei Zahlungen den Einsatz für Alltagskäufe, Gehälter und Immobilienkäufe erleichtern könnte. Das waren Entwicklungsziele, keine Garantie für stärkere Nutzung oder steigende LTC-Kurse.
Mehr über die Kryptowährung erfahren Sie in unserem Leitfaden Investieren in Litecoin .












