Digitale Vermögenswerte
LFG plante UST-Stützung über 1,5 Milliarden Dollar; Instagram-NFT-Test erwartet — Mai 2022

Die Luna Foundation Guard (LFG) gab am 9. Mai 2022 bekannt, Maßnahmen mit Bitcoin und TerraUSD (UST) im damaligen rechnerischen Umfang von rund 1,5 Milliarden US-Dollar beschlossen zu haben. Sie sollten die angestrebte UST-Bindung an einen US-Dollar stützen; die Ankündigung war kein Nachweis einer bereits vollständig ausgeführten Ausgabe oder eines gesicherten Erfolgs.
Die Entscheidung, die Mittel als Darlehen einzusetzen, folgte auf einen starken Rückgang am Kryptomarkt in den vorangegangenen sieben Tagen. Laut den damaligen Angaben des Artikels verlor Bitcoin in diesem Zeitraum rund 15 Prozent. LUNA lag am Berichtstag 27,56 Prozent unter seinem Kurs vom vorherigen Montag, nicht bereits an jenem Montag unter einem späteren Vergleichswert.
Do Kwon: LFG wollte ihre Bitcoin-Position nicht aufgeben
UST war ein algorithmischer Stablecoin mit einem Kursziel von einem US-Dollar, keine durch entsprechende Dollar-Bargeldreserven gedeckte Forderung. LUNA war über den Ausgabe- und Verbrennungsmechanismus mit UST verbunden; ergänzend hielt LFG Kryptoreserven. Nach zeitweiligen Abweichungen vom Kursziel am Wochenende kündigte LFG an, Bitcoin im Wert von 750 Millionen US-Dollar an außerbörsliche Handelsfirmen zu verleihen. Weitere 750 Millionen UST sollten für die Ansammlung von BTC bei einer Normalisierung der Marktbedingungen eingesetzt werden. Damit wurden Pläne zur Stützung der Liquidität beschrieben, keine Garantie für die Dollarparität.
Terraform-Labs-Mitgründer Do Kwon verteidigte die Maßnahme gegen Kritik und spöttische Kommentare, wonach LFG ihre Bitcoin-Position aufgeben wolle. Kwon erklärte, man wolle Kapital zur Stützung der UST-Liquidität bereitstellen und bei einer Markterholung eine Rückzahlung in BTC erhalten. Dies war seine damalige Erklärung, keine unabhängige Feststellung des Erfolgs.
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Instagram plante NFT-Unterstützung aus mehreren Ökosystemen
Laut dem damals zitierten CoinDesk-Bericht sollte Meta in jener Woche einen NFT-Pilottest auf Instagram beginnen. Ausgewählte Nutzer sollten ihre digitalen Sammlerstücke anzeigen können, ohne Gebühren für das Veröffentlichen oder Teilen auf Instagram. Daraus folgte keine allgemeine Gebührenfreiheit für Käufe oder Blockchain-Transaktionen.
Als vorgesehene Blockchain-Ökosysteme wurden Ethereum, Polygon, Solana und Flow genannt. Der Bericht bestätigte nicht, dass alle vier bereits zum Start verfügbar sein würden. Sie waren im NFT-Bereich etabliert. Der Pilot sollte zunächst auf ausgewählte Kreative und Sammler in den USA beschränkt bleiben.
Geplant war die Verbindung kompatibler Wallets, darunter MetaMask von ConsenSys, um Sammlungen anzuzeigen. Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte im März auf der South-by-Southwest-Konferenz in Austin bereits erklärt, dass Möglichkeiten zur NFT-Integration auf Instagram geprüft würden.
Auch die Nachrichten- und Diskussionsplattform Reddit hatte zuvor erklärt, NFT-Unterstützung zu prüfen. Der Artikel ordnete Instagrams Vorhaben in diese damaligen Entwicklungen ein.
The Block Research sah Potenzial bei noch jungen Layer-2-Rollups
Ethereum spielte damals eine zentrale Rolle im DeFi-Ökosystem, und Ether war nach Marktkapitalisierung der größte Altcoin. Hohe Auslastung und Gebühren begrenzten die Nutzbarkeit. Layer-2-Rollups sollten mehr Transaktionen außerhalb der Basisschicht verarbeiten und auf Ethereum absichern, um Kapazität und Kosten zu verbessern; konkrete Eigenschaften und Risiken unterschieden sich nach Lösung.
Der von Polygon beauftragte Bericht von The Block Research wurde am 5. Mai 2022 veröffentlicht. Er untersuchte den damaligen Entwicklungsstand und mögliche Perspektiven von L2-Rollups. Viele der betrachteten Netzwerke waren erst wenige Monate zuvor produktiv gestartet und hatten im Vergleich zu alternativen Layer-1-Netzen und Sidechains noch eine geringe Nutzung. Einige Datenreihen zeigten laut Bericht erste Hinweise auf eine passende Nachfrage und damit Wachstumspotenzial, keinen gesicherten künftigen Erfolg.
Laut Bericht hatten die Entwicklungsorganisationen der untersuchten Layer-2-Lösungen in den vorangegangenen etwa 18 Monaten fast 1,3 Milliarden US-Dollar Risikokapital eingeworben. Gemeint war bereits erhaltene Finanzierung der Entwicklerorganisationen, nicht der noch verfügbare Bargeldbestand von Investoren. Die Mittel konnten in Protokolltechnik sowie Anreize für Nutzer und Entwickler fließen.
Der Bericht erwartete, dass viele weitere Layer-2-Netzwerke eigene Token einführen würden; ein allgemeiner Zeitplan stand nicht fest. Das galt nicht zwangsläufig für jedes Rollup: Der Bericht besprach bereits umlaufende Token und erwähnte, dass Optimism kurz vor Veröffentlichung Pläne für OP angekündigt hatte.
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