Rohstoffe
Goldpreis hält in volatiler Woche für Rohstoffe

- Preis bleibt im $1800‑Bereich
- Achterbahn setzt sich bei den Ölpreisen fort
- COVID-Variante könnte zum Haupttreiber werden
Die Rohstoffnachrichten der Woche haben branchenweit für Bewegung gesorgt, wobei die Goldpreise gut gehalten haben und überraschend stabil um die $1800 liegen, mit der Möglichkeit, dass die Nachfrage nach sicheren Häfen zurückkehrt, da COVID‑Fälle weiterhin Besorgnis auslösen. Abseits des Handels mit Edelmetallen hatte Öl eine volatile Woche, zunächst stark angestiegen, bevor es sich angesichts der Turbulenzen bei OPEC+ wieder auf das aktuelle Niveau zurückzog. Das dringendere Anliegen bei Rohstoffen, einschließlich Gold, Silber und Öl, bleibt jedoch die steigende Zahl von COVID‑Fällen, hauptsächlich verursacht durch die Delta‑Variante, die dazu geführt hat, dass einige Länder zu einer vorsichtigeren Haltung beim Wiederöffnen zurückgekehrt sind.
Goldpreis hält sich stabiler als erwartet
Ein stärkerer US‑Dollar‑Devisenmarkt ist normalerweise keine gute Nachricht für den Goldpreis. Derzeit scheint jedoch eine Konvergenz von Faktoren zu bestehen, die den Metallpreis höher halten, als er sonst sein könnte. Dazu gehören ein sinkender Treasury‑Ertrag, wobei insbesondere die US‑10‑Jahres‑Anleihe jetzt auf einem besonders niedrigen Niveau liegt. Kombiniert man dies mit einer erhöhten Nachfrage als sicherer Hafen, erreicht man die aktuellen Preise.
Der nächste Halt für Gold könnte sogar etwas höher liegen, wobei dies weitgehend von anderen Themen abhängt, von denen es mehrere gibt. Dazu gehören die Treasury‑Zinsen und jede mögliche Erholung, aber ein signifikanter Einfluss wird auch von den COVID‑Fallzahlen und sogar von der aktuellen Situation am Aktienmarkt mit in den USA gehandelten Aktien chinesischer Unternehmen und deren Entwicklung kommen.
Ölpreis‑Volatilität setzt sich die Woche über fort
Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn stark angestiegen, nachdem die OPEC+-Gruppe es nicht geschafft hatte, sich auf Produktionsniveaus zu einigen, was dazu führte, dass die Gespräche abgebrochen wurden und Unklarheit darüber herrschte, was passieren würde. Die Befürchtung ist, dass die Gruppe die festgelegten Produktionsgrenzen aufgeben könnte, was zu einem Überangebot führen könnte.
Die Preise stiegen jedoch wieder, da US‑Daten einen größeren Rückgang der Lagerbestände zeigten als erwartet. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die Wirtschaft erholt, während gleichzeitig die Hoffnung besteht, dass die Differenzen innerhalb der Gruppe sehr bald effektiv gelöst werden können.
COVID‑Variante droht den Fortschritt zu gefährden
Obwohl die wirtschaftliche Erholung bereits gut voranschreitet und dies seit einiger Zeit auf dem Rohstoffmarkt und anderen Bereichen der Fall ist, bleibt die größte Bedrohung für diesen Fortschritt das Wiederaufflammen von COVID‑19 in Form der Delta‑Variante. Dieser Anstieg der Fälle hat viele Länder veranlasst, Maßnahmen zu ergreifen und die Gefahrenstufen zu erhöhen, wobei einige Beschränkungen erneut eingeführt wurden.
Dies könnte zu einer Reihe von Ergebnissen führen, aber am wahrscheinlichsten wäre ein weiteres Zurückziehen in die Sicherheit des Dollars und möglicherweise weitere Bewegungen beim Preis von Gold und anderen als sicherer Hafen genutzten Edelmetallen. Bisher war die Auswirkung auf die Marktstimmung minimal, doch weitere Anstiege dürften wahrscheinlich Einfluss haben.












