Digitale Vermögenswerte

Coinbase und Google Cloud: Partnerschaft von 2022 für Kryptozahlungen und Web3

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Einen Tag nachdem Coinbase bekannt gegeben hatte, am 10. Oktober 2022 eine grundsätzliche Zustimmung der Monetary Authority of Singapore, MAS, erhalten zu haben, kündigte das Unternehmen eine langfristige strategische Partnerschaft mit Google Cloud an. Die Partnerschaft wurde am 11. Oktober 2022 bekannt gegeben. Die Zustimmung in Singapur war eine Stufe im Zulassungsverfahren, keine endgültige Lizenz für sämtliche Produkte. Dieser Artikel beschreibt die Ankündigungen von 2022.

Zusammenarbeit in mehreren Bereichen

Die Mitteilung umfasste Web3-Entwicklung, Rechen- und Datendienste, ausgewählte Kryptozahlungen und institutionelle Dienstleistungen. Die Unternehmen planten mehrere Integrationen statt der bloßen Nutzung eines einzelnen Dienstes. Die Ankündigung belegte nicht, dass sämtliche Integrationen bereits liefen.

Coinbase-Mitgründer und CEO Brian Armstrong erklärte in der Mitteilung von 2022: „Wir freuen uns, dass Google Cloud Coinbase ausgewählt hat, um Web3 neuen Nutzern zugänglich zu machen und leistungsfähige Lösungen für Entwickler bereitzustellen. Mit über 100 Millionen verifizierten Nutzern und 14.500 institutionellen Kunden hat Coinbase mehr als ein Jahrzehnt lang Produkte auf Blockchainbasis entwickelt. Wir könnten uns keinen besseren Partner wünschen, um unsere Vision einer vertrauenswürdigen Brücke zum Web3-Ökosystem umzusetzen.“

Der Partnerschaftsplan nannte vier Bereiche:

  • Ausgewählte Google-Cloud-Kunden, zunächst aus dem Web3-Umfeld, sollten Cloud-Dienste über Coinbase Commerce mit ausgewählten Kryptowährungen bezahlen können. Das war keine Ankündigung, dass alle Google-Kunden jede Kryptowährung zahlen und empfangen könnten.
  • Entwickler sollten auf öffentliche Kryptodatensätze in BigQuery zugreifen können, unterstützt durch Coinbase Cloud Nodes auf mehreren Blockchains.
  • Google plante, „Coinbase Prime für institutionelle Kryptodienste wie die Verwahrung von Vermögenswerten und Berichterstattung zu nutzen“.
  • Coinbase plante, „die Rechenplattform von Google Cloud für die Verarbeitung großer Mengen von Blockchaindaten zu nutzen und die globale Reichweite seiner Dienste über Googles Glasfasernetz zu erweitern“.

Die Kooperation umfasste mehrere Dienste und war Teil des damaligen Web3-Ausbaus von Google Cloud. Die Bezeichnung als umfangreichste Partnerschaft war eine redaktionelle Einschätzung des Artikels, kein unabhängiger Vergleich sämtlicher Google-Verträge.

Der damalige Google-Cloud-Chef Thomas Kurian erklärte: „Wir wollen die Entwicklung im Web3 schneller und einfacher machen. Die Partnerschaft mit Coinbase bringt Entwickler diesem Ziel näher. Wir sind stolz, dass Coinbase Google Cloud als strategischen Cloudpartner gewählt hat. Wir wollen Kunden den Zugang zu unserer Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit und unseren Datendiensten erleichtern, damit sie sich auf Web3-Innovationen konzentrieren können.“

Der Artikel berichtete außerdem über Pläne, einige von Coinbase genutzte Dienste von Amazon Web Services zu Google Cloud zu verlagern. Das belegte weder eine vollständige Abkehr von AWS noch den Abschluss aller Migrationen am Tag der Ankündigung.

Expansion beseitigte regulatorische Fragen nicht

Die Google-Cloud-Mitteilung folgte anderen Entwicklungen, etwa der Expansion in Australien. Zugleich verwies der Artikel auf eine Untersuchung der SEC zu Coinbase. Eine Untersuchung war keine Entscheidung über einen festgestellten Regelverstoß; eine Partnerschaft bewies ebenso wenig, dass regulatorische Fragen erledigt waren. Die Vermutung, die Mitteilungen sollten bewusst Aufmerksamkeit ablenken, war Spekulation des Artikels und keine belegte Unternehmensabsicht.

Die Kooperation zeigte einen Expansionsschritt von Coinbase im Jahr 2022. Unternehmensgröße und Optimismus der Führung garantierten weder den Erfolg jedes Vorhabens noch Schutz vor geschäftlichen und regulatorischen Hürden. Die Nutzerzahlen im Zitat stammen aus der Mitteilung von 2022.

Joshua Stoner ist ein vielseitiger Berufsprofi. Er hat ein großes Interesse an der revolutionären 'blockchain' Technologie.