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Challenger-Bank Bunq erhält erste externe Investition bei einer Bewertung von 1,9 Mrd. $

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In der ersten Runde externer Investitionen der niederländischen Challenger-Bank hat bunq heute bekannt gegeben, dass sie 179 Millionen € (228 Millionen $) an Finanzierung erhalten haben, wodurch ihre Bewertung auf 1,6 Milliarden € (1,9 Milliarden $) steigt. Die Finanzierung wurde von Pollen Street Capital angeführt, das etwa 168 Millionen € für einen rund 10 Prozent Anteil am Unternehmen beigesteuert hat. Neben Pollen Street Capital hat auch bunq‑Gründer Ali Niknam weitere 25 Millionen € investiert. Bis heute hat Niknam das Unternehmen seit der Gründung von bunq im Jahr 2013 selbst finanziert. Vor der heutigen Ankündigung hatte Niknam bereits 116,6 Millionen $ seines eigenen Geldes in das Unternehmen investiert. Als einziger Investor des Unternehmens war Niknam sehr vorsichtig bei der Auswahl eines strategischen Partners mit gemeinsamen Zielen. In einem Kommentar zu seiner Entscheidung, mit Pollen Street Capital zusammenzuarbeiten, sagte Niknam: “bunq wurde gegründet, um das Bankwesen herauszufordern, was es ist und was es leisten kann. Indem wir unsere Nutzer in den Vordergrund stellen, haben wir eine Bank geschaffen, die stark darauf ausgerichtet ist, das Leben auf nachhaltige Weise zu erleichtern. Wir freuen uns sehr, mit Pollen Street Capital Kräfte zu bündeln, um die Bank des Freien weiter in ganz Europa auszubauen.” Nach mehreren Jahren Wachstum markiert die von bunq aufgebrachten 228 Millionen $ die höchste Summe, die jemals in einer Series‑A‑Finanzierung für ein europäisches FinTech erzielt wurde.

Bank der Zukunft

Als Neobank wirbt bunq mit ihrem Motto „keine Filialbesuche, keine Warteschlangen, keine Papierarbeit“ als Weg der Zukunft. Durch die Funktion „Easy Bank“ können Konten in nur fünf Minuten über die mobile Anwendung eingerichtet werden. Sobald sie eingerichtet sind, haben die Nutzer Zugriff auf die digitale Banking‑Plattform, auf der sie Geld senden und empfangen, einen Zahlungslink mit anderen teilen und Rechnungen aufteilen können. Das Konzept des Neobankings hat in letzter Zeit enorm an Popularität gewonnen, wobei mehrere FinTech‑Unternehmen um Marktanteile in Europa kämpfen. Bunq gehört zu den erfolgreichsten und hat seine Dienste auf über 30 Länder in Europa ausgeweitet. Anfang dieses Jahres kündigte die Bank zudem an, dass sie einen wichtigen Meilenstein mit 1 Milliarde € an Einlagen erreicht habe.

Abgesehen vom Reiz des einfachen, bequemen Mobile‑Bankings wirbt bunq auch stolz für seine Nachhaltigkeitsinitiativen. Zum Beispiel pflanzt bunq für jeweils 100 € Umsatz auf einer Kundenkarte einen Baum. Darüber hinaus bietet das Unternehmen den Nutzern die Möglichkeit, zu entscheiden, wie das Geld auf ihren Konten von bunq investiert wird. Nutzer können zwischen grünen Unternehmen, sozial verantwortlichen Unternehmen wählen oder die Option einfach deaktivieren, wenn sie nicht möchten, dass ihr Geld investiert wird.

Beginnt eine Welle von Fusionen und Übernahmen?

Dies war nicht nur die erste private Finanzierungsrunde von bunq, sondern auch ihr erster Schritt in den Bereich Fusionen und Übernahmen. Neben der Kapitalzufuhr ermöglichte der Deal zudem, dass bunq das Kreditunternehmen Capitalflow Group, das zuvor Pollen Street Capital gehörte, übernimmt. Das Unternehmen vergibt Kredite an kleine und mittlere Unternehmen in seinem Heimatland Irland, wobei bisher insgesamt 650 Millionen € an Unternehmen im Land verliehen wurden. Zusätzlich zur Expansion in den Kreditbereich könnte dieser Schritt ein Signal dafür sein, dass die Beschaffung weiterer Mittel ein Weg sein könnte, um in naher Zukunft weitere Fusionen und Übernahmen zu ermöglichen.

 

Baggio ist seit über einem halben Jahrzehnt Investor im Technologiebereich. Er nutzt die aus seiner Arbeitserfahrung in den privaten, öffentlichen und non-profit Sektoren gewonnenen Perspektiven, um seine Investitionsstrategie zu leiten, mit einem besonderen Interesse an dem Potenzial aufkommender disruptiver Technologien.