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Juni 2022: Mike Novogratz erwartet eine längere Erholung für Bitcoin und Ether

Am Wochenende vor dem 20. Juni 2022 fiel der Kryptomarkt erneut. Nach den damaligen Berichten sank der gesamte Marktwert unter 800 Milliarden US-Dollar. Bitcoin näherte sich dem Niveau vom November 2020 und erreichte 17.708 Dollar, bevor sich der Kurs beim Verfassen des Artikels auf rund 19.380 Dollar erholte. Diese Preise beziehen sich auf den damaligen Zeitpunkt.
Auch Ether gab nach. Laut den im ursprünglichen Artikel zitierten CoinMarketCap-Daten fiel der Kurs am Samstag unter 1.000 Dollar und erreichte am Sonntag 896,11 Dollar. Beim Verfassen lag ETH/USD wieder bei etwa 1.035 Dollar. Zu diesen Kursen notierten Bitcoin und Ether jeweils mehr als 70 Prozent unter ihren bisherigen Höchstständen.
Mike Novogratz erwartete eine längere Erholung
Während der anhaltenden Marktschwäche erwartete Mike Novogratz, damals Chef von Galaxy Digital (GLXY ), dass die Erholung von Bitcoin und Ether Zeit brauchen könnte, während die US-Notenbank Federal Reserve die Inflation bekämpfte. Dem ursprünglichen Artikel zufolge äußerte der erfahrene Wall-Street- und Kryptoinvestor diese Einschätzung in einem Interview mit Bloomberg Technology.
Novogratz hielt die Schwierigkeiten im Jahr 2022 für absehbar, weil die Fed zur Inflationsbekämpfung Liquidität entziehen wollte. Vermögenswerte, die von reichlich günstigem Kapital profitiert hatten, könnten dadurch unter Druck geraten. Er nannte Kryptowerte als Beispiel.
Er brachte steigende Zinsen und die Probleme überschuldeter Unternehmen, darunter Three Arrows Capital und Celsius, mit der Angst von Anlegern und dem Rückzug von Kreditgebern in Verbindung. Seiner Ansicht nach werde es „eine Weile“ dauern, bis der Kryptosektor „das Vertrauen zurückgewinnt“ . Er verwies auf die Kettenreaktion in der Branche und die Zeit zur Aufarbeitung der Probleme. Dies war seine damalige Einschätzung, kein fester Erholungszeitplan.
Mögliche Schließungen und Umstrukturierungen bei Hedgefonds
Novogratz beschrieb das Ausscheiden von Fonds als typisch für große Marktzyklen. Viele Hedgefonds, sowohl kryptoorientierte als auch traditionelle, könnten diesen Bärenmarkt nicht überstehen. Falls sie das Vertrauen ihrer Anleger nicht halten könnten, müssten sie eine Schließung oder Umstrukturierung erwägen.
Bei neuem Kapital erwartete er, dass globale Makro-Hedgefonds auf einen Kurswechsel der Fed und das Ende der Zinserhöhungen warteten. Wenn dies eintrete, würden seiner Ansicht nach viele traditionelle Fonds Bitcoin kaufen, weil er Zukunftsmöglichkeiten in der zugrunde liegenden Blockchaintechnologie sah. Dies war eine bedingte Prognose, keine Gewissheit über Käufe oder Preise.
Zudem war er hinsichtlich einer sanften Landung der Wirtschaft pessimistisch und erwartete, dass die Inflationsbekämpfung der Fed die USA in eine Rezession führen könnte. Das beschreibt seine damalige Meinung, keinen bereits feststehenden Konjunkturverlauf.
Ethereum bereitete eine weitere Verschiebung der Difficulty Bomb vor
Am 16. Juni 2022 veröffentlichte die Ethereum Foundation die Ankündigung zu Gray Glacier. Das geplante Upgrade sollte die Difficulty Bomb durch eine gezielte Änderung der Schwierigkeitsparameter im Proof-of-Work-Netzwerk verschieben. Es war nicht der Übergang zu Proof of Stake selbst und keine Mitteilung, dass der geplante Merge niemals stattfinden würde.
Tim Beiko nannte Block 15.050.000 als Aktivierungspunkt, der damals um den 29. Juni 2022 erwartet wurde. Das Datum konnte sich mit den Blockzeiten ändern. Gray Glacier sollte die Difficulty Bomb um 700.000 Blöcke, ungefähr 100 Tage, verschieben. Frühere Verschiebungen gab es unter anderem bei Byzantium, Constantinople, Muir Glacier, London und Arrow Glacier.
Das Upgrade betraf nur das Mainnet, weil das Testnetz Ropsten bereits auf Proof of Stake umgestellt worden war. Gray Glacier enthielt keine weiteren Protokolländerungen. Nodebetreiber und Miner benötigten eine kompatible Version ihres Ethereum-Clients. Gewöhnliche Nutzer von Börsen und Wallets mussten nichts tun, sofern ihr Anbieter nichts anderes mitteilte. Es war keine allgemeine Pflicht für sämtliche Proof-of-Stake-Validatoren, ihre Clients für dieses Upgrade zu aktualisieren.
Die Difficulty Bomb erhöhte die Schwierigkeit des Proof-of-Work-Minings und konnte dadurch Blockzeiten verlängern und die Rentabilität senken. Sie sollte den Weiterbetrieb nach den alten Regeln weniger attraktiv machen und den Übergang zu Proof of Stake unterstützen. Sie stellte nicht automatisch jeden Teilnehmer auf ein anderes Konsensverfahren um. Diese Beschreibung betrifft Ethereums Situation und Pläne im Juni 2022.
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