Energie
Batteriehersteller kämpfen, um die zukünftige Nachfrage zu erfüllen

In den kommenden Jahren wird die Verlagerung von Verbrennungsmotoren (ICE) hin zu Elektromotoren weiter zunehmen. Ob es sich dabei um kleinformatige Werkzeuge wie Generatoren und Kettensägen oder um hochpreisige Produkte wie Boote und Autos handelt, die Verlagerung IST im Gange. Vor diesem Hintergrund blicken Batteriehersteller nun auf die erwartete zukünftige Nachfrage nach ihren Produkten und etablieren neue Partnerschaften und Produktionsstätten, um sicherzustellen, dass sie gedeckt werden kann.
Stellantis + Samsung
Samsung SDI Co. und Stellantis NV, der multinationale Automobilhersteller hinter den Marken Jeep, Peugeot und Ram, sind das jüngste Duo, das eine Zusammenarbeit angekündigt hat, bei der in den USA ein 34‑Gigawatt‑Stunden‑Batteriewerk errichtet wird. Nach aktuellem Stand soll das Werk 2027 mit der Batteriefertigung beginnen.
Carlos Tavares, CEO von Stellantis, betonte die wesentliche Rolle der neuen Fabrik bei der Verwirklichung des ambitionierten Ziels des Unternehmens, bis 2030 mindestens 25 neue batterieelektrische Fahrzeuge für den nordamerikanischen Markt auf den Markt zu bringen. Stellantis hat zudem das Ziel gesetzt, 5 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge zu verkaufen und bis zum Ende dieses Jahrzehnts den gesamten europäischen Pkw‑Verkauf auf vollelektrische Modelle umzustellen. Darüber hinaus plant das Unternehmen, 50 % seiner nordamerikanischen Verkäufe mit Batterien zu betreiben.
Während Stellantis und Samsung beschlossen haben, an dem zweiten Fertigungswerk des Paares in den USA zusammenzuarbeiten, haben beide Unternehmen zudem weitere ähnliche Partnerschaften geschlossen. Beispielsweise hat Samsung SDI ebenfalls mit General Motor Co. eine 30‑Gigawatt‑Stunden‑Batterieanlage im Wert von 3 Milliarden US‑Dollar gebaut.
Government Subsidies
Bemerkenswerterweise werden mehrere der kürzlich angekündigten Batteriefertigungsanlagen in Nordamerika ausschließlich dank umfangreicher Subventionen der lokalen Regierungen gebaut, was deren Engagement und Glauben an die Zukunft der Elektrifizierung zeigt. Im Folgenden einige Beispiele dafür.
Stellantis
Die bereits erwähnte Partnerschaft zwischen Stellantis und Samsung, die zum Bau eines weiteren Werks führen wird, ist nicht die einzige derartige Maßnahme von Stellantis. Der Automobilgigant befindet sich zudem im Bau eines Werks in Ontario, Kanada, wo er ebenfalls mit LG Energy Solution zusammenarbeitet.
Dieses spezielle Werk geriet Anfang dieses Jahres zum Stillstand, da das Duo Druck auf die kanadische Bundesregierung und die Provinzregierungen ausübte, Subventionen bereitzustellen. Die Entscheidung, diese Subventionen zu fordern, wurde getroffen, nachdem die USA den Inflation Reduction Act eingeführt hatten, der den Bau eines solchen Werks in den USA sofort attraktiver machte.
Letztendlich stimmte die kanadische Regierung zu, bis zu 15 Milliarden US‑Dollar an anreizbasierten Subventionen bereitzustellen, um das Werk in Ontario zu erhalten und den Bau wieder aufzunehmen.
Volkswagen
Unterdessen hat Volkswagen die Entscheidung getroffen, ein Batteriefertigungswerk in Ontario zu errichten, nachdem es bis zu 13 Milliarden US‑Dollar an anreizbasierten Subventionen erhalten hatte. Die Entscheidung, ein Werk in Ontario zu etablieren, ist Teil von Volkswagens 193‑Milliarden‑US‑Dollar‑Plan, um im EV‑Markt Fuß zu fassen. Nach aktuellem Stand gilt Volkswagen als leicht hinter anderen Herstellern wie GM, Ford usw. in der EV‑Entwicklung zurückzubleiben. Der Bau solcher Werke sollte dem Automobilhersteller erheblich dabei helfen, zu seinen Wettbewerbern aufzuschließen.
Establishing the Battery Belt
Obwohl es einige Beispiele dafür gibt, dass Batteriehersteller durch staatliche Subventionen nach Kanada gelockt werden, liegt die Realität darin, dass die Mehrheit der Zusagen für solche Werke in den Vereinigten Staaten erfolgt, entlang dessen, was jetzt als „Batteriegürtel“ bezeichnet wird.
https://youtu.be/b7zHJFVN7uc
Wie der WSJ zeigt, hat dies massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, da der Standort dieser Werke „…Amerikas automobilen Kern weiter nach Süden verlagert und dabei tausende Arbeitsplätze umverteilt.“
Der WSJ weist zudem auf die folgenden Faktoren hin, die eine Rolle dabei spielen, warum der Batteriegürtel dort entstanden ist, hauptsächlich im Südosten.
- Geografische Lage zu EV‑Produktionsstätten (nahe Nähe bedeutet geringere Versandkosten für schwere Batterien)
- Anbindung an Verkehrsnetze (Eisenbahnen und Seehäfen)
- Niedrigere Stromkosten
- Vorhandene ‘Turn‑Key‘‑Standorte, die sofort ausgebaut werden können
Unabhängig davon, wo diese Werke errichtet werden, ist der Trend zu Elektrofahrzeugen klarer denn je, da jeder der weltweit größten Automobilhersteller Milliarden in deren Entwicklung und Einführung investiert.












