Energie
Batteriehersteller bereiten sich auf die künftige Nachfrage vor

Im Juli 2023 wurde erwartet, dass sich der Wechsel von Verbrennungsmotoren zu elektrischen Systemen fortsetzt, von Kettensägen und tragbaren Energielösungen bis hin zu Booten und Autos. Der Wandel WAR bereits im Gang. Batteriehersteller bereiteten neue Partnerschaften und Werke vor, um die erwartete künftige Nachfrage zu bedienen.
Stellantis und Samsung SDI
Am 24. Juli 2023 kündigten Samsung SDI und Stellantis (STLA ), der Konzern hinter Jeep, Peugeot und Ram, eine Absichtserklärung für ein zweites gemeinsames Batteriewerk in den USA an. Geplant waren zunächst 34 Gigawattstunden (GWh) Produktionskapazität pro Jahr und ein Produktionsstart 2027.
Der damalige Stellantis-Chef Carlos Tavares verknüpfte das Werk mit dem Ziel, bis Ende des Jahrzehnts mindestens 25 neue vollelektrische Modelle in Nordamerika anzubieten. Weltweit strebte der Konzern für 2030 einen jährlichen Absatz von fünf Millionen batterieelektrischen Fahrzeugen an. Im selben Jahr sollten 100 % der europäischen Pkw-Verkäufe und 50 % der Verkäufe von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den USA auf vollelektrische Modelle entfallen.
Der Plan betraf das zweite gemeinsame US-Werk von Stellantis und Samsung SDI. Beide hatten auch andere Partner. Samsung SDI und General Motors kündigten im April 2023 eine gemeinsame Investition von mehr als drei Milliarden US-Dollar an, mit einer geplanten Jahreskapazität von über 30 GWh.
Staatliche Förderung
Staatliche Förderung war ein wichtiger Faktor bei der Standortwahl für neue Batteriewerke in Nordamerika. Die Behörden wollten Produktion, Arbeitsplätze und Investitionen in die Elektrifizierung anziehen. Die folgenden Beispiele stammen aus Ankündigungen von 2023.
Stellantis
Die Partnerschaft mit Samsung SDI war nicht das einzige Vorhaben von Stellantis. Der Konzern baute zusammen mit LG Energy Solution auch ein Werk in Windsor in der kanadischen Provinz Ontario.
Die Bauarbeiten waren 2023 zeitweise unterbrochen worden, während die Partner mit der kanadischen Bundesregierung und Ontario über Förderung verhandelten. Die Anreize des US-amerikanischen Inflation Reduction Act hatten eine vergleichbare Investition in den USA attraktiver gemacht und beeinflussten die Verhandlungen.
Am 6. Juli 2023 kündigten Kanada und Ontario produktionsabhängige Anreize von bis zu 15 Milliarden kanadischen Dollar für Stellantis und LG Energy Solution an. Die Vereinbarung unterstützte den Verbleib des Werks in Ontario und die Wiederaufnahme der Bauarbeiten. Die Zahlungen waren an Bedingungen und den Fortbestand der entsprechenden US-Anreize geknüpft.
Volkswagen
Auch Volkswagen wählte Ontario für ein Batteriewerk, mit angekündigten produktionsabhängigen Anreizen von bis zu 13 Milliarden kanadischen Dollar. Dies war Teil der breiteren Konzernstrategie: Volkswagen plante für 2023–2027 insgesamt 180 Milliarden Euro an Investitionen, etwa 193 Milliarden US-Dollar zum damaligen Wechselkurs. Mehr als zwei Drittel waren für Elektrifizierung und Digitalisierung vorgesehen. Zusätzliche Batteriekapazität sollte die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber GM, Ford und anderen stärken, besonders in Nordamerika.
Der Batteriegürtel entsteht
Obwohl Förderprogramme einige große Projekte nach Kanada lockten, betrafen viele Werksankündigungen die USA. Eine bedeutende Konzentration entstand im sogenannten Batteriegürtel, besonders in den südöstlichen Bundesstaaten.
https://youtu.be/b7zHJFVN7uc
Wie das Wall Street Journal feststellt, beeinflussen diese Investitionen die örtlichen Arbeitsmärkte und „verlagern den Schwerpunkt der amerikanischen Autoindustrie nach Süden und verteilen dabei Tausende Arbeitsplätze neu“.
Die Zeitung nennt weitere Faktoren, die die Ansiedlung von Werken in dieser Region begünstigen:
- Nähe zu Elektroautowerken, wodurch die Transportkosten für schwere Batterien sinken können
- Anbindung an Verkehrsnetze wie Eisenbahnen und Häfen
- Niedrigere Stromkosten
- Verfügbare Industrieflächen mit Infrastruktur und Vorbereitungen für die Bebauung
Unabhängig vom Standort zeigten die Ankündigungen von 2023, welche Rolle die Elektrifizierung in den Investitionsplänen großer Autohersteller spielte. Die Batterieproduktion war ein wesentlicher Bestandteil dieser Entwicklung.












