Digitale Wertpapiere
Versicherungsschutz für Equity-Crowdfunding: Wie TigerMark Anleger schützt
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Die fehlende Sicherheitsebene beim Crowdfunding
Einer der Hauptkritikpunkte am Equity-Crowdfunding- und Digital-Securities-Sektor ist der wahrgenommene Mangel an Anlegerschutz. Anders als an öffentlichen Märkten, wo etablierte Versicherungssysteme vor Fehlverhalten von Führungskräften schützen, waren die privaten Kapitalmärkte (Reg CF, Reg A+) historisch gesehen ungeschützt.
Um diesem Problem zu begegnen, entwickelte das Insurtech-Unternehmen Assurely ein spezielles Versicherungsprogramm, das die Lücke zwischen traditioneller Versicherung und der neuen digitalen Wirtschaft schließen soll: TigerMark.
Was ist TigerMark?
TigerMark ist eine D&O-Versicherung (Directors and Officers Insurance), die speziell auf Unternehmen zugeschnitten ist, die Kapital über Regulation Crowdfunding (Reg CF), Regulation A+ und Regulation D aufnehmen. Sie wurde in Zusammenarbeit mit großen Versicherern wie AXA XL und Great American Insurance Group entwickelt.
Das Programm dient zwei unterschiedlichen Parteien:
- Der Emittent (Das Startup): Sie schützt die Direktoren und leitenden Angestellten des Unternehmens vor persönlicher Haftung im Falle von Klagen wegen Missmanagement oder falscher Darstellung.
- Der Investor: Es bietet einen einzigartigen Vorteil der „Investorenrückerstattung“ (früher bekannt als CrowdProtector), der die Rückzahlung der Hauptinvestition ermöglicht, wenn der Emittent des Betrugs oder der missbräuchlichen Verwendung von Geldern für schuldig befunden wird.
So funktioniert „CrowdProtector“
Die zentrale Neuerung der TigerMark-Richtlinie ist die CrowdProtector-Funktion. In einem typischen Crowdfunding-Szenario haben Anleger oft keinerlei Möglichkeiten, ihr Geld zurückzubekommen, wenn ein Gründer die Gelder veruntreut oder das Unternehmen grob falsch darstellt – das Geld ist weg, und das Unternehmen verfügt über keine Vermögenswerte, die beschlagnahmt werden könnten.
Mit CrowdProtector-Abdeckung:
- Auslösendes Ereignis: Wenn ein Emittent rechtlich für schuldig befunden wird, Betrug begangen, Gelder veruntreut oder in seinen Angebotsunterlagen vorsätzlich falsche Angaben gemacht zu haben.
- Auszahlung: Die Versicherung greift und erstattet den Anlegern ihr verlorenes Kapital bis zur vereinbarten Versicherungssumme.
- Vertrauenssignal: Emittenten können das TigerMark/CrowdProtector-Siegel auf ihrer Kapitalbeschaffungsseite anzeigen und damit potenziellen Investoren signalisieren, dass das Angebot gegen Betrug versichert ist.
Warum Emittenten eine D&O-Versicherung benötigen
Viele Gründer glauben, sie bräuchten erst dann eine Versicherung, wenn sie nennenswerte Umsätze erzielen. Doch schon die Kapitalbeschaffung selbst birgt Risiken. Indem sie Geld von der „Crowd“ annehmen (die Hunderte von nicht akkreditierten Investoren umfassen kann), setzen sich Gründer folgenden Risiken aus:
- Sammelklagen: Im Falle eines Scheiterns des Unternehmens könnten verärgerte Anleger klagen und behaupten, dass die Risiken nicht ausreichend offengelegt wurden.
- Persönliches Vermögensrisiko: Ohne eine D&O-Versicherung müssen Gründer die Kosten für ihre Rechtsverteidigung möglicherweise aus eigener Tasche bezahlen und riskieren damit ihr Privatvermögen und ihre Ersparnisse.
Zusammenfassung
Vertrauen ist die Grundlage des Marktes für digitale Wertpapiere. Damit die Branche reifen kann, müssen Anleger wissen, dass Mechanismen zum Schutz vor unseriösen Anbietern existieren. Programme wie Assurelys TigerMark bieten diese Infrastruktur und ein Sicherheitsnetz, das es seriösen Gründern ermöglicht, Kapital sicher aufzunehmen und gleichzeitig Anlegern ein beruhigendes Gefühl gibt.










