Digitale Vermögenswerte
Adoption von Blockchain durch Banken weltweit im Aufschwung – JP Morgan, United MultiState, DBS

Im vergangenen Jahr wurde viel über Zentralbanken und den Vorstoß in „central bank digital currencies (CBDCs)“ gesprochen. Dies wurde in einer aktuellen Umfrage der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) deutlich, bei der festgestellt wurde, dass etwa 80 % der Zentralbanken sich in der Entwicklung von CBDCs befinden. Diese Zentralbanken sind jedoch nicht die einzigen, die blockchainbasierte Dienstleistungen entwickeln wollen. Private Banken wie JP Morgan und andere schließen sich nun dem Geschehen an.
In einer jüngsten Aktivitätswelle sind nachfolgend Beispiele von verschiedenen Banken aufgeführt, die jeweils unterschiedliche Blockchain‑Dienstleistungen entwickeln wollen.
JP Morgan Chase
Unser erstes Beispiel ist JP Morgan Chase. Es kündigte vor etwa einem Jahr seinen Plan an, seine eigene Stablecoin mit dem Namen „JPM Coin“ zu schaffen und zu nutzen. Schnell vorwärts zum 27. Okt. 2020, und JPM Coin wird nun in der realen Welt von echten Kunden verwendet.
In seinem ersten Anwendungsfall wird JPM Coin hauptsächlich als Mittel für grenzüberschreitende Zahlungen genutzt. Mit schnellen Abwicklungszeiten und 24/7‑Zugang haben Stablecoins wie dieser das Potenzial, Nutzern bei solchen Transaktionen erheblich Geld zu sparen.
United Multistate Credit Co. & Cashaa
Wie bereits erwähnt, erfolgt die Bankenadoption von Blockchain in großem Ausmaß weltweit. Während JP Morgan Chase diese Entwicklung in den Vereinigten Staaten repräsentiert, erlebt die zweitgrößte Nation der Welt, Indien, dasselbe.
Das in Indien ansässige United Multistate Credit Co. in Zusammenarbeit mit Cashaa hat bekanntgegeben, dass es seinen Kunden bald verschiedene kryptowährungsbasierte Dienstleistungen anbieten wird. Die folgenden sind nur zwei der verschiedenen Dienste, die verfügbar gemacht werden.
- Kauf/Verkauf – Bitcoin, Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash und Ethereum Classic
- Besicherte Kredite – FIAT‑Kredite, die durch Krypto‑Bestände gesichert sind
Interessanterweise erfolgt diese Ankündigung mitten in einer potenziellen „Kampfmaßnahme“ gegen Kryptowährungen innerhalb Indiens, initiiert von der Zentralbank des Landes. Obwohl noch keine Entscheidung getroffen wurde, deutet die Entscheidung von United Multistate Credit Co. darauf hin, dass ein letztlich günstiges Ergebnis erwartet wird.
DBS
Unser drittes Beispiel des Tages stammt frisch aus Singapur. DBS, eine der größten Banken Asiens, hat kürzlich versehentlich vorab neue Informationen online zu bevorstehenden Dienstleistungen veröffentlicht. Während die Informationen inzwischen entfernt wurden, hatten Internet-Detektive ausreichend Zeit, DBS’ zukünftige Pläne zu prüfen. Diese umfassen Folgendes,
- Kauf/Verkauf von Kryptowährungen
- Verwahrungsdienste über ‘DBS Digital Custody’
- Hosting von Security‑Token‑Angeboten
Diese Dienstleistungen werden für Kunden besonders attraktiv sein, da DBS ein von der Monetary Authority of Singapore reguliertes Unternehmen ist – das bedeutet, dass Nutzer der Dienste von höheren Sicherheits- und Vertrauensstandards profitieren.
Stimmungswandel
Interessanterweise steht jedes der heute vorgestellten Beispiele für mehr als nur Wachstum im Bereich Blockchain – sie markieren einen bedeutenden Wandel in der Stimmung und Adoption innerhalb einer Branche, die historisch nicht neutral, sondern der Technologie gegenüber ablehnend war.
Insbesondere wurde Jamie Dimon, CEO von JP Morgan Chase, in der Vergangenheit zitiert, dass Bitcoin ein „Betrug, der explodieren würde“ sei. Analysten des Unternehmens erkennen nun das enorme Potenzial solcher Kryptowährungen und verweisen auf deren wachsende Beliebtheit bei jüngeren Generationen mit den Worten: „Ältere Kohorten bevorzugen Gold, während jüngere Kohorten Bitcoin als ‚alternative‘ Währung bevorzugen“
Dies, zusammen mit Aktionen des Supreme Court of India, zeichnet ein globales Bild, in dem traditionelle Banken nicht nur gegenüber Blockchain‑Initiativen wärmer werden, sondern eilig neue Dienstleistungen etablieren.












