Digitale Vermögenswerte
Ein neuer ETF mit Fokus auf umweltfreundliches Krypto-Mining startet an der NYSE

Das Mining von Kryptowährungen wird seit Jahren stark kritisiert wegen des hohen Energieverbrauchs, der zum Schürfen neuer Coins und zur Verarbeitung von Transaktionen nötig ist. Das gilt insbesondere für Bitcoin. Der PoW‑Algorithmus ist sowohl zu langsam als auch ressourcenintensiv, weshalb alle modernen Projekte ihn zugunsten anderer Konsensalgorithmen aufgegeben haben.
But, 2021 rückte das Augenmerk erneut auf die Umweltschäden, die das Krypto‑Mining verursacht, da die Bemühungen, Investoren zu ESG‑Themen (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zu gewinnen, zunahmen. In einer Kettenreaktion führte dieser Fokus auf ESG‑Fragen zur Schaffung eines neuen ETFs, der sich auf umweltfreundliche Krypto‑Mining‑Operationen konzentriert, und dieser ETF wurde gerade in den USA an der New York Stock Exchange (NYSE) gestartet.
Der neue ETF und was zu seiner Einführung führte
Der neue ETF trägt den Namen Viridi Cleaner Energy Crypto-Mining and Semiconductor ETF. Er wurde erst gestern, am 20. Juli, unter dem Symbol RIGZ aufgelegt. Das neue Anlageprodukt wurde von Viridi Funds lanciert, die erklärten, dass sie ebenfalls in Unternehmen der digitalen Mining‑Infrastruktur und in Halbleiterfirmen investieren.
Einige Beispiele sind Advanced Micro Devices (AMD ), Samsung Electronics und Nvidia (NVDA ) Corp. Unterdessen erklärte Wes Fulford, CEO von Viridi Funds, dass der Fonds sich der Prüfung sauberer Energie widmen wird. Fulford, der zudem ehemaliger CEO von Bitfarms ist, sagte, dass die Miner massiv von China nach Nordamerika migrieren.
Während diese Migration für Bitcoin‑Miner auf sehr besorgniserregende Weise begann – die Provinzen Chinas begannen, Miner einzeln zu verfolgen, sie praktisch zu vertreiben und es unmöglich zu machen, dass irgendein Krypto‑Unternehmen überlebt – sieht Fulford darin etwas Positives. Zumindest langfristig. Das Verlassen Chinas und das Finden neuer Standorte zum Krypto‑Mining hat dazu geführt, dass mehr als die Hälfte der Krypto‑Mining‑Operationen auf erneuerbare Energiequellen umgestiegen ist.
Er fügte hinzu, dass nach den Ereignissen in China die für das Mining eingesetzte Energie im Vergleich zur Lage vor anderthalb Monaten, Anfang Juni, massiv zurückgegangen sei. Gleichzeitig habe dies den zusätzlichen Vorteil gebracht, dass überschüssige Rechenleistung in andere Rechtsgebiete gelangt. Das ist ein weiterer positiver Aspekt, der darauf hinweist, dass das Mining‑Netzwerk weiter dezentralisiert wird, was seine Sicherheit nur erhöhen kann.
Mit anderen Worten, es kann eine Weile dauern, bis die Miner sich eingewöhnt und an den neuen Zustand gewöhnt haben, aber Chinas Vertreibung und die erzwungene Suche nach neuen Lösungen werden letztlich positiv sein.
Die wahre institutionelle Flutwelle hat noch nicht zugeschlagen
Fulford bemerkte, dass Bitcoin und Ethereum bereits relativ gut mit ESG umgehen. Zumindest adressieren sie die S‑ und G‑Prinzipien. Bisher waren sie beim E‑Aspekt nicht besonders stark, aber jetzt, wo der neue ETF live ist, wird dieser Bereich abgedeckt. Er betonte, dass sich die Dinge noch in einer sehr frühen Phase dieser Asset‑Klasse befinden, die nach wie vor als aufstrebend gilt.
Allerdings bewegen sich die Dinge in die richtige Richtung, und die Anzahl institutioneller Investitionen, die Anfang dieses Jahres beobachtet wurde, ist erst der Anfang; Fulford erwartet, dass die wahre Flut institutioneller Mittel noch bevorsteht. Natürlich zeichnet das ein eher optimistisches Bild für die Krypto‑Industrie.
Nordamerika wird zur zweitbeliebtesten Region bei den Minern
Ein weiteres gutes Neuigkeit kam aus dem Bericht von CNBC, der gestern veröffentlicht wurde. Der Bericht stützt sich auf neue Daten, die zeigen, dass das Bitcoin‑Mining nicht mehr so umweltschädlich ist wie früher. Der Grund für die Verbesserung scheint darin zu liegen, dass ältere, ineffizientere Mining‑Riggs aus China inzwischen abgeschaltet wurden und Miner zu umweltfreundlicheren Standorten migrieren.
Ein solcher Standort ist Nordamerika, das von Platz fünf auf der Liste der Regionen mit der größten Mining‑Bevölkerung auf Platz zwei aufgestiegen ist. Jetzt macht es etwa 17 % des gesamten globalen Bitcoin‑Minings aus.












