Rankings
Zehn Anbieter und Projekte für Blockchain und Logistik

Diese 2023 veröffentlichte Übersicht stellt zehn Anbieter und Projekte rund um Blockchain und Logistik vor, ohne Rangfolge. Das Spektrum reicht von Transportsoftware und Herkunftsnachweisen bis zu Finanzinfrastruktur. Nicht jede Funktion verwendet eine Blockchain, und die historische Darstellung bestätigt keine heutige Verfügbarkeit.
Logistikbetriebe verbinden Papierdokumente und digitale Register. Verstreute Aufzeichnungen, Eingabefehler, Fälschungen und Diebstahl können Übersicht und Kontrolle erschweren.
Ein gemeinsames Register kann Änderungen besser nachvollziehbar machen und die Zusammenarbeit unterstützen. Es macht falsche Ausgangsdaten nicht automatisch richtig und beseitigt nicht sämtliche Betrugs- oder Geschäftsrisiken.
1. Yojee
Yojee entwickelt Logistiksoftware für mittlere und große Unternehmen, unter anderem in Asien, und ist in Singapur und Australien tätig. Die Produkte TCMS und MOSAIC unterstützen Transportmanagement und die Zusammenarbeit mit Frachtführern. Das macht nicht jede Funktion zu einer Blockchainanwendung.
Die ursprüngliche Beschreibung nannte 30 Prozent Einsparung mit Zustellsoftware sowie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen zur Erkennung ineffizienter Abläufe. Das ist eine historische Produktaussage, kein unabhängig belegter Durchschnitt oder eine Garantie für jeden Kunden.

Quelle – Yojee
Yojee kann Tourenplanung, Sendungsverfolgung und die Erfassung von Zustellnachweisen unterstützen. Angaben zu Kapazität, Leistung und Kontrollen helfen im Betrieb. Welche Verwaltung, Abrechnung oder Buchhaltung automatisiert wird, hängt vom Produkt und seinen Schnittstellen ab.
Der Originaltext nannte über 1.000 Transportunternehmen und 30.000 Fahrzeuge. Das sind historische Zahlen und keine aktuelle Nutzermessung. Programmierschnittstellen, APIs, können die Verbindung zu anderen Systemen erleichtern.
2. VeChain
VeChain entwickelte seine Blockchain auch für Rückverfolgbarkeit und Lieferketten. Infrastruktur und Entwicklungswerkzeuge können Produktinformationen und Ereignisse erfassen.
Auch kleinere Unternehmen können Anwendungen zum Verfolgen und Prüfen von Produktdaten entwickeln oder nutzen. Bedienbarkeit, Kosten und aktuelle Standortdaten hängen von der konkreten Umsetzung ab.
IoT bedeutet Internet der Dinge; RFID nutzt Funkkennzeichnungen zur Identifikation. Sensoren und Kennzeichnungen können Daten zu Standort und Zustand liefern. Die Zuverlässigkeit hängt weiterhin von den Geräten und den eingegebenen Informationen ab.
Bei Arzneimitteln können Herkunft und Lagerbedingungen besonders wichtig sein. Eine Blockchain macht die Aufzeichnung besser prüfbar, beweist aber nicht allein, dass ein physisches Produkt echt oder korrekt behandelt worden ist.
Entwickler können dezentrale Anwendungen auf VeChain erstellen. ToolChain wurde als BaaS angeboten: Blockchain as a Service, also Blockchain als Dienstleistung. Die Abkürzung bedeutet hier nicht Business as a Service. Mögliche Kostenvorteile hängen vom Projekt ab.
3. Everledger
Everledger wurde 2015 gegründet und entwickelte digitale Herkunftsregister, unter anderem für Diamanten. Angaben zu Produkten, Eigentum und Zertifizierung können die Lieferkette nachvollziehbarer machen.
Herkunftsdaten helfen bei der Bewertung von Echtheit und verantwortungsvoller Beschaffung. Eine Blockchainregistrierung garantiert jedoch nicht, dass ein Diamant echt oder konfliktfrei ist. Steine, Zertifikate und Datenquellen müssen weiterhin geprüft werden; der Datenzugang kann eingeschränkt sein.
Ein digitaler Produktdatensatz kann Karatgewicht, Herkunft, Farbe, Schliff, Reinheit und Zertifikatsnummer enthalten. Er ist nicht automatisch ein frei handelbarer Token, der das rechtliche Eigentum am Stein repräsentiert.
Everledger beschrieb auch Anwendungen für Versicherungen und andere wertvolle Produkte. Rückverfolgbarkeit unterstützt Prüfungen, verhindert jedoch nicht von selbst Verlust oder Diebstahl. Die Unternehmenspublikationen nennen außerdem Batterien, Mineralien und weitere Luxusgüter.
4. IBM Food Trust
IBM Food Trust war eine Plattform zum Teilen und Nachverfolgen von Lebensmitteldaten zwischen Beteiligten der Lieferkette. Ziel waren schnellere Informationen zu Herkunft, Warenströmen und Problemen. Transportwege unterscheiden sich je nach Produkt; 500 Meilen sind kein allgemeingültiger weltweiter Durchschnitt.
Die historische Zusammenarbeit umfasste Produzenten, Lieferanten und Einzelhändler, darunter Walmart (WMT ), Kroger, McCormick and Company, McLane Company, Dole, Driscoll’s, Golden State Foods, Nestlé und Tyson Foods (TSN ). Es waren also nicht ausschließlich Lebensmittelhersteller.
Food Trust nutzte Infrastruktur auf Basis von Hyperledger Fabric, um Daten vom Hof bis zum Geschäft zu teilen. Die Beteiligten bestimmten den Zugriff auf ihre eigenen Daten. IBM veröffentlichte im Januar 2025 eine Mitteilung zum Rückzug von Diensten, die Food Trust nennt. Die historische Beschreibung bestätigt deshalb nicht, dass Neukunden den Dienst heute noch buchen können.
Der Originaltext nannte über eine Million Lebensmittelprodukte, 350.000 Transaktionen und 80 Prozent weniger Retouren. Das sind historische Aussagen ohne allgemein übertragbare Messgrundlage in der verlinkten Broschüre. Eine Datenplattform erfasst Produkte und Ereignisse; sie versendet die Waren nicht selbst und garantiert keinen festen Rückgang der Retouren.
5. Blockhead Technologies
Blockhead Technologies bietet Herkunftsregistrierung, Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsdaten, ESG, sowie Analysen, auch für Bergbau und Edelmetalle. Rückverfolgbarkeit kann Qualität und Herkunft prüfen helfen, sofern Ausgangsdaten und physische Kontrollen verlässlich sind.
Die Software kann Produktinformationen aus verschiedenen Stufen zusammenführen und Analysen unterstützen. Wie aktuell und vollständig der Überblick ist, hängt von den eingegebenen Daten und angeschlossenen Systemen ab.
Eine prüfbare Ereignisfolge kann helfen, Schwachstellen der Lieferkette zu finden. Der Anbieter beschreibt seine Lösungen als unabhängig von einer bestimmten Blockchain oder Oberfläche. Das bedeutet nicht, dass alle Unternehmensdaten öffentlich oder direkt auf einer einzigen Blockchain gespeichert sind.
6. Chainlink
Chainlink stellt dezentrale Orakelnetzwerke bereit. Ein Blockchainorakel verbindet Smart Contracts mit externen Daten oder Systemen; es ist nicht zwangsläufig ein physischer Sensor. Der Begriff bezeichnet hier nicht das Softwareunternehmen Oracle.
Eine Blockchain kann die Außenwelt nicht selbstständig beobachten. Etwa ein Zustellnachweis, eine Temperatur oder ein externer Preis erfordert eine verlässliche Verbindung zu einer Datenquelle.
Das Orakelproblem betrifft die sichere und zuverlässige Verbindung von Smart Contracts mit externen Informationen. Mehrere unabhängige Knoten und Quellen können die Abhängigkeit von einer einzigen Partei verringern. Sie garantieren nicht die Richtigkeit jeder physischen Messung oder Eingabe.
Chainlink bietet Datenübertragung, Berechnungen und Verbindungen zwischen Systemen. Logistikdaten können Herkunft, Standort, Produkteigenschaften oder Preise betreffen. Ein Produktbild ist keine Preisangabe. Unterstützung und Prüfungen unterscheiden sich nach Dienst und Anwendung.
Die Integration hängt von unterstützten Blockchains, Software und Datenquellen ab. Schnittstellen zu bestehenden Systemen können nützlich sein, bedeuten aber keine automatische Kompatibilität mit jeder Blockchain oder jedem Altsystem.
7. Provenance
Die verlinkte Provenance Blockchain ist ein öffentliches Netzwerk auf Basis des Cosmos SDK, entwickelt für Finanzdienstleistungen und den Lebenszyklus digitaler Finanzwerte. Der Name lautet Provenance, nicht Provence. Das Netzwerk ist von ähnlich benannten Unternehmen zur Rückverfolgbarkeit physischer Produkte zu unterscheiden.
Zu seinen Kernfunktionen gehören Register, Hauptbuch und Transaktionen für Finanzwerte, etwa Kredite und tokenisierte Produkte. Es ist daher keine fertige allgemeine Logistiksuite zur Verfolgung physischer Fracht oder eine nachgewiesene mobile Logistikapp.

Quelle – Provenance.io
Provenance unterstützt finanzielle Regeln, Berechtigungen und Eigenschaften von Vermögenswerten. Entwickler können Beschränkungen und weitere Anforderungen in Anwendungen einbauen. Programmierbarkeit garantiert für sich allein keine Rechtskonformität.
Das Ziel sind effizientere und besser prüfbare Finanzprozesse. Das kann auch für Lieferkettenfinanzierung relevant sein, ist aber etwas anderes als die eigenständige weltweite Ortung von Waren.
8. OpenPort
OpenPort beschrieb einen Logistikmarktplatz, auf dem Verlader und Frachtführer direkt zusammenfinden konnten. Die historische Dokumentation verband Transportmanagement und elektronische Zustellnachweise mit Plänen zur Blockchainabwicklung von Zahlungen.
Direkte Vereinbarungen können Vermittlungsschritte reduzieren. Der Vorschlag nutzte Smart Contracts, um Zahlungen an registrierte Ereignisse zu knüpfen. Das garantiert weder niedrigere Kosten noch jederzeit verfügbare Transportkapazität.
Der Originaltext verwendete den Werbeausdruck „größte neutrale Lieferkette“. Das ist keine unabhängig festgestellte aktuelle Rangfolge. Der beschriebene Marktplatz sollte Beteiligte verbinden und Tarife transparenter machen.
Das Modell hieß Open Enterprise Logistics, OEL. Das Whitepaper von 2018 beschrieb auch künftige Funktionen und einen Entwicklungsplan. Die Pläne belegen nicht, dass alle Funktionen umgesetzt wurden oder Transporte auf Abruf garantiert sind.
9. Oodles
Oodles entwickelt Blockchainsoftware für Lieferketten. Als mögliche Plattformen nennt das Unternehmen Hyperledger, Ethereum, Solana und Cardano. Es geht um individuelle Entwicklung und Integration, nicht um ein einziges Transportnetz, das automatisch alle Blockchains gleichzeitig nutzt.
Mögliche Anwendungen sind Warenverfolgung, die Zusammenführung verstreuter Register und die Koordination von Lieferanten. Die Funktion hängt von Gestaltung, Daten und Integration in vorhandene Unternehmenssysteme ab.
Smart Contracts können Prozesse und Zahlungen automatisieren, wenn festgelegte Bedingungen erfüllt sind. Das macht Zahlungsausfälle nicht unmöglich und erfasst nicht automatisch jede Information in einem verteilten Register.
Unternehmen müssen erwartete Vorteile mit Entwicklungs-, Integrations- und Betriebskosten abgleichen. Eine Softwarelösung bringt nicht jeder Organisation dieselbe Einsparung.
10. CargoX
CargoX konzentriert sich auf elektronische Handelsdokumente, darunter Konnossemente. Manche internationalen Transaktionen erfordern ein gültiges Original oder ein rechtlich anerkanntes elektronisches Gegenstück. Ein gewöhnlicher E-Mail-Anhang ersetzt dies nicht immer.
Die Plattform unterstützt Ausstellung, Übertragung und Prüfung elektronischer Dokumente mit Blockchainregistrierung. Sie ist kein physischer Kurierdienst. Die Registrierung von Dokumentenbesitz oder Übertragung auf Ethereum bedeutet nicht, dass der gesamte vertrauliche Inhalt öffentlich gespeichert wird.
Die Parteien können Übertragungen und Historie nach Dokumenttyp und geltenden Regeln prüfen. Technische Übertragung, Besitz eines Dokuments und rechtliches Eigentum an Waren sind nicht automatisch dasselbe.
Der Originaltext nannte über fünf Millionen verarbeitete Dokumente und mehr als 65 Dokumenttypen, darunter Zertifikate, Eigentumsnachweise, Prüfungsunterlagen, Handelsdokumente und Akkreditive. Die Dokumentenzahl ist historisch. Geschwindigkeit, Kosten und rechtliche Nutzbarkeit müssen für die jeweilige Route und Anwendung bewertet werden.
Blockchain kann Logistikprozesse verbessern
Effizientere Lieferketten können Kosten begrenzen, doch Blockchain garantiert keine niedrigeren Verbraucherpreise. Der Nutzen hängt von verlässlichen Daten, der Beteiligung der Partner und einer geeigneten Umsetzung ab. Diese historische Übersicht bietet Ansatzpunkte zur Prüfung unterschiedlicher Dienste.
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