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Terra Classic senkt Burn-Abgabe auf 0,2%: Entwicklungsfinanzierung im Oktober 2022

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Im Oktober 2022 wurde auf Terra Classic der Governance-Vorschlag 5234 angenommen. Er senkte die Burn-Abgabe für betroffene On-Chain-Transaktionen von 1,2 % auf 0,2 %. Die Änderung betraf LUNC und USTC, das frühere UST; sie bedeutete keine gleich hohe Abgabe auf jeden börseninternen Handel. Binance und KuCoin erklärten ihre Unterstützung. Der Artikel verwies auf die Mitteilung von Binance. Die Anpassung der Abgabe ist von den Bedingungen für Kredite, Margin-Handel, Ein- und Auszahlungen oder Kontrakt-Swaps zu unterscheiden; sie garantierte keine Wiederaufnahme sämtlicher Dienste für das frühere UST.

Niedrigere Abgabe sollte die On-Chain-Nutzung fördern

Hintergrund war die Annahme, dass die im September eingeführten 1,2 % die Nutzung verteuerten und die Aktivität auf der Blockchain dämpften. Beim Zusammenbruch von UST im Mai hatte der Umtauschmechanismus die Menge des alten LUNA, später LUNC, auf mehrere Billionen Token ausgeweitet. Der Artikel nannte rund sechs Billionen. Die Verringerung dieses stark gewachsenen Angebots war das Ziel der ursprünglichen Burn-Abgabe. Später wurde ein Vorschlag diskutiert, der eine niedrigere Abgabe mit einer Zuweisung an den Community-Pool verband. Das war nicht einfach die Beibehaltung einer zuvor bestehenden zusätzlichen Zehn-Prozent-Steuer.

Eine niedrigere Abgabe garantiert keine Erholung des Volumens

In seinem Blogbeitrag vom 14. Oktober untersuchte Edward Kim aus der Terra-Entwicklergemeinschaft Argumente beider Seiten. Wer nur einzelne Projekte anführe, die wegen hoher Abgaben nicht zurückkehrten oder aufhörten, könne passende Belege selektiv auswählen und einem Bestätigungsfehler unterliegen. Er verwies zugleich auf andere Projekte, die erfolgreich migriert waren und weiter an ihren Anwendungen arbeiteten.

Entwicklungsfinanzierung und Verteilung der Mittel

Der Spezialist für maschinelles Lernen hielt einen Volumenanstieg durch 0,2 % für logisch möglich, war aber von einer starken Erholung nicht überzeugt. Neue Validatoren und Delegationen sowie zusätzliche Anwendungen könnten das Volumen ebenfalls verändern und die Messung des reinen Steuereffekts erschweren. Den Einwand der Befürworter von 1,2 %, es gebe zu wenig Daten, teilte er; daraus folge für ihn aber nicht, dass ein Wechsel zu früh komme. Er befürwortete weitere Versuche.
Kim erklärte: Mit RewardWeight 0,9 würden am Epochenende zehn Prozent der verbrannten Menge neu ausgegeben und dem Community-Pool zugeführt. Das erfasste nicht nur die Steuer-Burns, sondern auch manuelle Burns. Er unterstützte dies zur Finanzierung von Notfällen, Entwicklern und der Gewinnung neuer Anwendungen.

Kritik an der Art der Finanzierung

Der Terra-Kritiker FatManTerra bezeichnete die Finanzierung aus einem Teil der Burns als autoritär und falsch. Die Vergütung von Entwicklern und die konkrete Beschaffung der Mittel sind dabei unterschiedliche Fragen. Stattdessen empfahl er formelle Zuweisungen aus dem Community-Pool, Spenden oder Einnahmen aus wirtschaftlichen Aktivitäten. Kim unterstützte den neuen Ansatz mit dem Hinweis, dass Ausgaben weiterhin der Zustimmung durch Governance bedürften.

Ein gesonderter Vorschlag für die Verwaltung von Fördermitteln

Am 17. Oktober 2022 veröffentlichte Kim einen weiteren Vorschlag: 1,45 Millionen USTC und 50 Millionen LUNC aus dem Community-Pool sollten Gründung und sechsmonatigen Betrieb des Terra Classic Grants Program finanzieren. Der damals geschätzte Gesamtwert betrug etwa 68.000 Dollar. USTC war nicht mehr an einen Dollar gebunden; 1,45 Millionen USTC entsprachen also nicht 1,45 Millionen Dollar. Kim, damals Informatikprofessor auf Associate-Professor-Ebene, sollte das Programm leiten. Geplant waren Website, Projektmanagement, Antrags- und Prüfkriterien, Einwerbung von Vorschlägen sowie Transparenz und Aufsicht. Das Geld war für den Aufbau und Betrieb vorgesehen, nicht als bereits genehmigte Sofortauszahlung an alle Entwicklungsprojekte. Über einzelne Förderausgaben sollte die Gemeinschaft gesondert abstimmen. Der Artikel beschrieb anfängliche Unterstützung für den offenen Ansatz zur Gewinnung neuer Fachkräfte.
Der Artikel berichtete außerdem, LUNC sei über OKSe mit Samsung Pay, Apple Pay und Google Pay nutzbar geworden. Eine über Karten vermittelte Zahlung ist nicht gleichbedeutend mit direkter LUNC-Unterstützung durch jede dieser Apps; Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Dienst und der Karte ab. Auch die Zehn-Prozent-Zuweisung aus Vorschlag 5234 war keine zusätzliche zehnprozentige Transaktionsabgabe für Nutzer.

LUNC- und LUNA-Kursentwicklung im Oktober 2022

Laut dem damaligen Artikel hatte LUNC in drei Wochen einen großen Teil der Gewinne von Ende September verloren. Der genannte Rückgang von etwa 0,00036 auf 0,00024 Dollar entsprach ungefähr einem Drittel und war kein bloß leichter Kursverlust. Die Angaben beziehen sich auf den damaligen Zeitpunkt.

Historisches LUNC/USD-Kursdiagramm über einen Monat

Das mit Terra 2.0 verbundene LUNA ist ein anderer Token. Der Artikel beschrieb geringe Schwankungen über die letzten 24 Stunden, zugleich aber fünf aufeinanderfolgende Verlusttage mit zusammen etwa 16 % Rückgang. Das sind unterschiedliche Vergleichszeiträume.

Sam ist ein Finanzinhalte-Spezialist mit einem starken Interesse an dem Blockchain-Bereich. Er hat mit mehreren Firmen und Medienunternehmen in den Bereichen Finanzen und Cybersicherheit zusammengearbeitet.