Digitale Vermögenswerte
Theta v4.0.0 bereitet den Metachain-Start vor (2022)

Theta Labs, das Unternehmen hinter dem Theta Network, kündigte am 21. Oktober 2022 das Mainnet-Upgrade v4.0.0 an. Der Hard Fork war laut offizieller Veröffentlichung für Block 17.790.756 vorgesehen, damals voraussichtlich am 3. November 2022 gegen 19 Uhr US-Pazifikzeit. Validator-Betreiber mussten ihre Nodes nach der offiziellen Versionsanleitung aktualisieren, damit sie nach dem Hard Fork weiterhin synchronisiert blieben.
Vorbereitung auf die Theta Metachain
Das Upgrade sollte unter anderem die maximal zulässige Codegröße von Smart Contracts erhöhen und eine Zuordnung von Subchain-IDs vorbereiten. Damit sollte die Mainchain komplexere Verträge unterstützen und für den etwa vier Wochen später, am 1. Dezember 2022, geplanten Metachain-Start bereitstehen. Theta stellte eine horizontale Skalierung durch zusätzliche, ohne zentrale Zulassung einrichtbare Subchains in Aussicht, mit Blockfinalität unter einer Sekunde und stark ausbaubarem Gesamtdurchsatz. Das beschrieb ein Skalierungsziel und keine Garantie praktisch unbegrenzter Leistung.
Theta Labs verfolgte damals Web3-Anwendungen für Medien und Unterhaltung. Zu den angekündigten Partnern mit eigenen Subchains gehörten das musikorientierte Medienunternehmen Fuse Media, die Plattform Replay zur Erfassung und Abrechnung der Videonutzung sowie die immersive Medienplattform trooVRS.
Mainnet‑4.0‑Startpartner
In einer Mitteilung vom August 2022 stellte Theta Labs den zweiten Metachain-Partner und ersten Partner aus dem Metaverse-Bereich vor: TrooVRS. Die Plattform sollte Männern praktische Informationen und Inhalte zur Selbstfürsorge in virtuellen redaktionellen Umgebungen vermitteln. Wegen der Leistungsfähigkeit, Effizienz und Transparenz der Videoauslieferung bezeichnete sie Theta als den „idealen Partner“. CEO Adrian Whant sah in der Zusammenarbeit eine Grundlage für den Ausbau der nutzerorientierten Web3-Angebote.
„Wir freuen uns sehr, […] am Start der Mainnet 4.0 Metachain der nächsten Generation beteiligt zu sein. Die Partnerschaft mit Theta ist […] wesentlich für den Aufbau unserer gemeinschaftsorientierten Web3-Strategien mit der Theta Video API, dem NFT-Marktplatz und weiterer Infrastruktur.“
In den eigens gestalteten virtuellen Welten von trooVRS sollten Unternehmen Markenaktionen durchführen können, etwa Präsentationen, Inhalte und Produktvorführungen auf Bühnen, in Küchen, Fitnessstudios oder Ausstellungsräumen. Nach der Planung erster Aktionen sollten auch exklusive reale und virtuelle Waren und Dienstleistungen angeboten werden, darunter NFTs auf Theta.
Anfang Oktober 2022 kündigte Theta Labs Replay als weiteren Startpartner an. Die Plattform zur Erfassung der Videonutzung sollte ihre Subchain vor dem für Dezember geplanten Mainnet-Start im Testnet erproben. Dies sollte Replay beim Skalieren helfen und zugleich die Metachain einem Belastungstest unterziehen. Vorausgegangen war die im August angekündigte Zusammenarbeit mit Fuse Media. Dabei ging es um die Einbindung von Theta-NFTs, TNT20-Tokens und der Theta Video API als Infrastruktur für die Stream-Auslieferung.
Fuse-Media-CEO Mike Roggero betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit für Markenwachstum und Nutzerzufriedenheit. Die Verbindung der Inhalte und Erfahrung seines Unternehmens mit Thetas Blockchain-Technologie sollte neue Unterhaltungsangebote schaffen, in denen Nutzer über ihre bevorzugten Medien zu Wort kommen können.
Mitch Liu von Theta Labs ordnete die Kooperation in die Vision ein, das herkömmliche Verhältnis zwischen Plattformen und Nutzern durch dezentrale Technik zu verändern. Theta stellte damals Dienste zur Steigerung der Einnahmen und Senkung der Kosten bestehender Medien- und Videoplattformen bereit. Nutzer konnten zudem für das Bereitstellen von Speicherplatz und Bandbreite belohnt werden.
Weitere Hintergründe bietet unser Anlageleitfaden zu Theta (THETA).
Theta v3.4.0 und Wrapped THETA
Mit dem laut offizieller Mitteilung vom 30. September 2022 erfolgreich bereitgestellten Theta v3.4.0 wurde Wrapped THETA eingeführt. wTHETA bildet den nativen THETA-Token in einer für Smart Contracts geeigneten Tokenform ab, ähnlich wie wETH auf Ethereum. Einige Funktionen von DeFi-Anwendungen wie Uniswap oder Maker verwenden diese gewrappte Form von ETH. Daraus folgt nicht, dass jeder Nutzer grundsätzlich und unbemerkt wETH statt ETH hält.
Das Upgrade sollte neue DeFi-Anwendungen auf Theta ermöglichen und gemeinschaftliche Staking-Angebote sowie weitere Staking-Produkte fördern. Für die Metachain war wTHETA außerdem zur Registrierung von Subchains und zur Hinterlegung von THETA-Sicherheiten für Subchain-Validatoren vorgesehen. Nach der damaligen Anleitung konnten Nutzer THETA im Theta Web Wallet in wTHETA umwandeln und zurücktauschen; nach der Anmeldung erschien dafür ein neuer Eintrag. wTHETA ließ sich in MetaMask als Token hinzufügen oder an andere unterstützte Adressen im Theta-Netzwerk senden. Vor heutigen Transfers sind die aktuelle Wallet-Unterstützung und das Empfangsnetz zu prüfen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Anlageleitfaden zu Theta Fuel (TFUEL).
Livepeer wuchs im dritten Quartal 2022 trotz des Bärenmarktes
Auch das Ethereum-basierte Video-Transcoding-Protokoll Livepeer verzeichnete im dritten Quartal 2022 mehr Nutzung. Das Analyseunternehmen Messari berichtete über das Wachstum: Der damalige Artikel nannte 36,7 Millionen verarbeitete Videominuten und ein Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal desselben Jahres. Messari rundete dies im Bericht auf etwa 37 Millionen Minuten und rund zwölf Prozent Zuwachs. Die Analyse sah darin steigende Endnutzernachfrage und eine weiterhin engagierte Angebotsseite.
Die Gebühreneinnahmen aus dem Transcoding stiegen in ETH gerechnet gegenüber dem Vorquartal um etwa 52,2 Prozent auf einen damaligen Höchststand. Der Artikel bezifferte den Dollarwert auf rund 91.400 US-Dollar; Messari beschrieb auch in Dollar ein Plus von etwa sieben Prozent. ETH-Einnahmen und deren Dollarwert sind deshalb getrennt zu betrachten. Die LPT-Staking-Belohnungen stiegen laut Artikel um 16,6 Prozent auf 650.516 LPT. Weil der LPT-Kurs damals mehr als 90 Prozent unter seinem Höchststand lag, sank ihr Dollarwert dennoch um rund 45,7 Prozent auf 4,8 Millionen US-Dollar.
Livepeers dynamischer Ausgabemechanismus zielte auf eine Staking-Quote von 50 Prozent. Ende des dritten Quartals 2022 lag die Quote bei etwa 52 Prozent; laut Messari sank die Ausgaberate deshalb von 0,028 auf 0,024 Prozent. Diese Rate ist an Ausgabeperioden gebunden und sollte nicht pauschal als unveränderliche Tagesrate verstanden werden. Oberhalb der Zielquote sinkt die Ausgabe, unterhalb steigt sie; eine dauerhaft sinkende Inflation war damit nicht garantiert. Das Protokoll wollte Videoübertragung und Streaming kostengünstiger machen und unterstützte Web3-Videoanwendungen. Als damalige Beispiele wurden die Videokonferenzanwendung Huddle01 und die Bildungsplattform Web 3 Edi genannt.
Weitere Hintergründe bietet unser Anlageleitfaden zu Livepeer (LPT).












