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Das Potenzial des Lightning‑Netzwerks wird Wirklichkeit

Es ist in seiner kurzen Lebensdauer bisher gelungen, dass Bitcoin zu einem immer stärker akzeptierten globalen Medium geworden ist, über das Wert gespeichert und übertragen werden kann. Es gibt jedoch ein großes Problem – die On‑Chain‑Aktivität ist so stark gewachsen, dass Nutzer manchmal relativ langsame Transaktionsgeschwindigkeiten und hohe Gebühren erleben. Infolgedessen hat sich die Erzählung rund um Bitcoin im Laufe der Jahre von einer digitalen Währung zu einem digitalen Wertspeicher und Transfermedium gewandelt. Glücklicherweise gibt es eine weithin anerkannte Lösung für diese Probleme, die nun endlich legitime Aufmerksamkeit im Sektor gewinnt – das Lightning Network (LN).
Vorteile von Lightning
Als Second‑Layer‑Protokoll arbeitet das LN daran, Netzwerküberlastungen zu reduzieren, indem Transaktionen off‑chain verlagert werden. Dadurch kann das Bitcoin‑Netzwerk praktisch für nahezu sofortige Mikro‑Transaktionen genutzt werden. Im Folgenden einige Vorteile des LN, die dies ermöglichen.
Geschwindigkeit
- Off‑Chain‑Zahlungskanäle reduzieren die Netzwerkauslastung, was zu nahezu sofortigen Abwicklungszeiten für Transaktionen führt
Kosten
- Durch das Verlagern von Transaktionen off‑chain und das nur Aufzeichnen der Eröffnung/Schließung von Zahlungskanälen on‑chain werden Gebühren nahezu eliminiert.
Privatsphäre
- Onion Routing fügt eine zusätzliche Datenschicht hinzu, da es den Ursprung und das Ziel des übertragenen Werts verschleiert
Flexibel
- Obwohl das LN meist mit Bitcoin in Verbindung gebracht wird, können auch verschiedene andere Blockchains das Protokoll nutzen. Dazu gehören Litecoin (LTC), Decred (DCR) und weitere.
Wenn es erfolgreich in großem Maßstab implementiert wird, hat das LN das Potenzial, zahlreiche Newcomer im Sektor, die sich selbst als „BTC‑Killer“ bezeichnen, obsolet zu machen. Es kann Bitcoin ermöglichen, nicht nur als digitaler Wertspeicher, sondern auch als digitale Währung zu fungieren.
Kaskadierende Wirkung
Die ersten Schritte zur Einführung des LN, die bereits vor langer Zeit unternommen wurden, haben 2022 zu einer kaskadierenden Wirkung geführt, da die Technologie nun endlich robust genug ist, damit größere Unternehmen ihr vertrauen können, ohne sich wie Versuchskaninchen zu fühlen. Von der Aktivierung von SegWit im Jahr 2017 bis hin zum kürzlich implementierten TapRoot upgrade sind die folgenden Beispiele für LN‑Adoption, die durch diese Upgrades ermöglicht wurden.
Strike
Das neueste und wohl bedeutendste Beispiel für die LN‑Adoption wurde gerade auf der Bitcoin Miami 2022 von Strike – einer Zahlungs‑App mit Sitz in Chicago – angekündigt. Jack Mallers, CEO von Strike, erklärte, dass das Unternehmen nicht nur Partnerschaften mit NCR, Blackhawk und Shopify (SHOP ) eingegangen sei, um das LN zu integrieren.
Natürlich hat diese Ankündigung im Bereich digitaler Assets für erhebliche Aufregung gesorgt, da sie bedeutet, dass Branchengiganten wie WalMart, McDonalds, Macy’s (M ) usw. nun in der Lage sind, digitale Assets mühelos als Zahlungsform zu akzeptieren. Wenn nur ein Unternehmen dieser Größe einen solchen Schritt ankündigen würde, gäbe es zweifellos einen Dominoeffekt im Mainstream, während andere versuchen würden, nicht zurückzubleiben. Obwohl dies noch nicht der Fall ist, ist Strikes Ankündigung ein vielversprechender Schritt in Richtung dieses Szenarios.
RobinHood
Ebenfalls auf der Bitcoin Miami 2022‑Konferenz kündigte RobinHood den lang erwarteten Start seiner eigenen digitalen Geldbörse – die vollständig LN‑fähig sein wird. Dieser Service hat zudem eine Warteliste von über 2 Millionen Personen, die bald erleben werden, was Bitcoin mit aktivierter LN‑Funktion erreichen kann.
Kraken
Ehemals in San Francisco ansässig, ist Kraken eine beliebte Krypto‑Börse, die zu den ersten gehörte, die das LN unterstützte, als sie vor etwa einem Jahr ihre Absicht bekannt gab, das Protokoll zu implementieren. Schnell vorwärts in die Gegenwart, hat die Börse ihr Wort gehalten und kündigte am 4. April an, dass das LN nun für alle Kunden live ist.
BitPay
Am 6. April kündigte BitPay an, dass es sofortige Unterstützung für das LN eingeführt hat. Es beschrieb diesen Schritt als Möglichkeit für Händler und Kunden, „…„Off‑Chain“-Transaktionen durchzuführen, ohne die Haupt‑Blockchain zu überlasten, und dabei dieselbe Sicherheit und den gleichen Komfort von Bitcoin‑Zahlungen zu erhalten.“ BitPay weist zudem schnellere Geschwindigkeit, niedrigere Gebühren und Skalierbarkeit als Hauptgründe für die Adoption des LN hin.
Was kommt als Nächstes?
Die oben genannten Beispiele sind nur einige von vielen. Da das LN nun breit akzeptiert wird, was steht als Nächstes für das vielversprechende Protokoll? Lightning Labs, ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung des LN konzentriert, glaubt, dass der nächste Schritt die Integration von TARO ist – einem Protokoll, das Stablecoins zum LN bringen kann. Die Idee hat so viel Versprechen gezeigt, dass Lightning Labs erfolgreich 70 Millionen $ einsammeln konnte, um dieses Ziel zu erreichen.












