Digitale Vermögenswerte
Wie lange, bis Twitter Dogecoin als Zahlungsoption hinzufügt? – Meinung
Elon Musk meldete Anfang April 2022 eine Beteiligung von rund 73,5 Millionen Aktien an Twitter. Die erste Meldung entsprach 9,2 % der Aktien und machte ihn zu einem der größten Anteilseigner. Sein Anteil lag deutlich über den etwa 2 % von Mitgründer und früherem CEO Jack Dorsey.
Kurz darauf wurde bekannt gegeben, dass Musk in Twitters Verwaltungsrat einziehen sollte. Er twitterte: „Ich freue mich darauf, mit Parag und dem Twitter-Verwaltungsrat zusammenzuarbeiten, um in den kommenden Monaten wesentliche Verbesserungen bei Twitter umzusetzen.“ Die Ernennung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirksam.
Am späten Sonntagabend, dem 10. April, wurde seine geänderte Entscheidung öffentlich: Musk würde dem Verwaltungsrat doch nicht beitreten. Ob er auf Widerstand gestoßen war, blieb unklar. Nach der geplanten Vereinbarung durfte seine gesamte Beteiligung während der Amtszeit und für weitere 90 Tage nicht über 14,9 % steigen. Der Autor vermutet, dass diese Grenze eine Rolle gespielt haben könnte; ein gesichertes Motiv war das nicht.
Das Thema knüpft an Musks Gespräch mit Jack Dorsey und ARK-Invest-Chefin Cathie Wood beim Panel „Bitcoin as a Tool for Economic Empowerment“ an. Es war Teil von The B Word und wurde am 21. Juli 2021 live übertragen.
Dabei schlug Musk den Einsatz von Kryptowährungen für Zahlungen bei Twitter vor. Nachdem Dorsey über seinen Schwerpunkt auf dem dezentralen sozialen Protokoll Bluesky gesprochen hatte, fragte Musk: „Wie wäre es, wenn Werbekunden bei Twitter mit Kryptowährungen bezahlen könnten?“
„Wie wäre es, wenn Werbekunden bei Twitter mit Kryptowährungen bezahlen könnten?“ — Elon Musk
Der Autor deutet Musks allgemeinen Begriff „Krypto“ statt ausschließlich Bitcoin als Interesse an mehreren Zahlungsoptionen für Werbekunden. Die Wortwahl allein bestätigte jedoch keine entsprechende Produktentscheidung von Twitter.
Twitter meldete für das vierte Quartal 2021 einen Umsatz von 1,57 Milliarden US-Dollar. Die Annahme von Kryptowährungen könnte das Verhältnis zur Krypto-Community stärken und Nutzern ermöglichen, ihre Bestände für Werbedienstleistungen auszugeben. Für Kryptounternehmen könnte das den Anzeigenkauf erleichtern und Twitter zusätzliche Einnahmen bringen.
Laut der im ursprünglichen Artikel wiedergegebenen Diskussion antwortete Dorsey: „Wenn es Bitcoin oder eine eigene Internetwährung schon vor dem Start von Twitter gegeben hätte, wären so viele unterschiedliche Geschäftsmodelle möglich gewesen, dass wir generell weniger von Werbung abhängig wären. Wir sollten die Zahlungsformen annehmen können, die Menschen nutzen möchten. Ich konzentriere mich aber stärker darauf, wie wir wirtschaftliche Anreize im Netzwerk selbst schaffen, ohne von Werbung abhängig zu sein.“
Dorsey stand breiteren Zahlungsmöglichkeiten damit positiv gegenüber, setzte seinen Schwerpunkt jedoch anders. Der Autor vermutet dahinter Überlegungen zu einem Token-Ökosystem rund um ein dezentrales Netzwerk. Das war eine Interpretation seiner Aussagen und kein angekündigtes Twitter-Projekt.
Musk betonte den praktischen Nutzen: Kryptowährungen sollten sich für echte Produkte und Dienstleistungen ausgeben lassen, auch auf institutioneller Ebene. Dem ursprünglichen Bericht zufolge meinte er, die Annahme von Bitcoin und vielleicht anderen Kryptowährungen für Werbezahlungen bei Twitter würde Bitcoin unterstützen.
Im Mittelpunkt standen konkrete Anwendungen, die die Nutzung fördern könnten. Dorsey stimmte „zu 100 Prozent“ zu und ergänzte, dass er auch den Handel allgemein betrachte.
Musk fragte Dorsey anschließend direkt, ob er die Idee umsetzen werde: „Ich habe Jack gefragt, ob er es tun wird.“
„Ich habe Jack gefragt, ob er es tun wird.“ — Elon Musk
Musk brachte damit seine Wünsche und Erwartungen zum Ausdruck. Das Gespräch bestätigte keine bereits eingeführten Kryptozahlungen bei Twitter.
Würde eine solche Zahlungsoption umgesetzt, könnte sie den Bitcoin-Kurs beeinflussen. Nach Einschätzung des Autors könnte auch Dogecoin erheblich profitieren. Das ist eine Kurserwartung und kein garantierter Wertzuwachs.
Eine weitere vom Autor diskutierte Möglichkeit ist ein werbefreies Angebot für Twitter-Blue-Abonnenten mit zusätzlichen Kryptofunktionen. Denkbar wären Abogebühren in Dogecoin oder Trinkgelder im Zusammenhang mit Tweets, Retweets und Likes. Das waren mögliche Anwendungen, keine im April 2022 bestätigten Produktfunktionen.
Anleger könnten versuchen, einer möglichen Ankündigung zuvorzukommen. Dass eine solche überhaupt erfolgen würde, war allerdings nicht sicher. Mögliche Kursgewinne könnten erfahrene Anleger ansprechen, die starke Reaktionen auf Nachrichten gewohnt sind. Dem stand das Risiko erheblicher Verluste gegenüber.
Sehen Sie sich die Diskussion an oder lesen Sie unseren Leitfaden zum Investieren in Dogecoin.












