Digitale Wertpapiere
Dollar-Forex-Marktstärke bleibt erhalten, während die Stimmung abkühlt

- Sterling und Euro gewinnen leicht, bleiben aber unter Druck
- US-Arbeitslosenansprüche im Fokus
- Wall Street sinkt trotz beeindruckender Gewinne
Der US-Dollar bleibt stark, während wir uns dem Ende der Woche nähern, wobei Inflationssorgen die Marktstimmung belasten. Das zeigt sich nicht nur im Forex-Markt, sondern auch bei Aktien. Sowohl der Euro als auch das Pfund (Sterling) haben gestern leicht zugelegt, jedoch nur marginal, und beide Währungen haben zudem eigene inländische Probleme zu bewältigen. Heute brachte auch eine neue Runde von US-Arbeitslosenansprüchen, wobei die Erwartungen der Analysten, dass die Zahlen sinken, sich bewahrheiteten. Dies könnte die Wall Street ankurbeln, obwohl die wichtigsten Indizes mit einem Rückgang eröffneten, trotz weiterhin positiver Zahlen aus der Gewinnsaison.
Dollar-Stärke bleibt intakt
Der Dollar bleibt heute stark, wobei der Euro besonders unter Druck steht und weiterhin unter dem wichtigen Niveau von 1.19 liegt, obwohl er zuvor noch niedriger war. Eine unterstützende Botschaft des Fed-Chefs Jerome Powell, als er gestern sprach, hat dem Euro etwas dringend benötigte Unterstützung gegeben. Powell hielt an seiner Haltung zur Erholung fest, insbesondere in Bezug auf die Beschäftigung, und änderte seinen Ton zum Tapering nicht, wobei er derzeit keine Pläne hat, die Anleihekäufe zu ändern.
Trotz des taubenhaften Tons, den die Fed angenommen hat, ist der Dollar nicht vollständig zurückgefallen. Der Devisenhandel könnte begonnen haben, vorsichtiger zu agieren, obwohl die Unterstützung weiterhin besteht. Die eindeutig steigenden Inflationszahlen sind schwer zu ignorieren, egal wie sehr Powell an seiner Agenda festhält.
Neuer Tiefpunkt bei Arbeitslosenansprüchen
Was als Beweis für Powells optimistische Haltung zur Beschäftigung gesehen werden könnte, ist, dass die US-Arbeitslosenansprüche diese Woche erneut gesunken sind. Laut den gerade vom Arbeitsministerium veröffentlichten Zahlen sind die Erstanträge auf Arbeitslosengeld auf 360.000 gesunken, was einen Rückgang von mehr als 20.000 gegenüber der Vorwochenzahl bedeutet und ein neuer Tiefstand seit der Pandemie ist. Dies ist ein signifikanter Rückgang, der den Erwartungen entspricht.
Die Zahl der fortlaufenden Anträge hat ebenfalls einen beeindruckenden Rückgang von mehr als 120.000 verzeichnet und liegt nun bei insgesamt immer noch über 3 Millionen, entspricht jedoch dem Abwärtstrend der letzten Wochen.
Große Gewinne lösen keinen Aufschwung an den Aktienmärkten aus
Gewinnzahlen kommen in großer Menge und schnell an die Wall Street für das vorherige Quartal und sind insgesamt beeindruckend, insbesondere von den großen Banken wie JP Morgan und Goldman Sachs. Dies hat die Märkte jedoch nicht davon abgehalten, flach bis leicht negativ zu bleiben, da Bedenken über eine Überhitzung bestehen. Alle wichtigen US-Indizes sind heute Morgen im Minus, wobei der NASDAQ am stärksten leidet. Der technologieorientierte Index zeigt, dass nicht nur Forex-Broker eine Verschiebung im Markt bemerken.
Der Dow Jones hatte den Tag mit einem Rückgang von mehr als 100 Punkten begonnen, hat sich jedoch erholt und handelt nun flach für den Tag, wobei die meisten Augen auf die fortlaufende Aussage von Jerome Powell heute gerichtet sind und ob er weitere Einblicke gibt, die den Markt beeinflussen könnten.












