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Chainlink und Ethereum: Unterschiede bei Orakeln, Blockchain und Token

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Die Unterschiede zwischen Chainlink (LINK) und Ethereum (ETH) werden deutlicher, wenn man ihre ergänzenden Aufgaben betrachtet. Ethereum ist eine Blockchain zur Ausführung von Smart Contracts und dezentralen Anwendungen. Chainlink verbindet solche Anwendungen über Orakel mit externen Daten und Systemen. Beide können zusammenwirken, sind aber nicht automatisch in jedes Netzwerk integriert. Der Vergleich geht auf Juli 2022 zurück; spätere Veränderungen werden zeitlich eingeordnet.

Was ist Chainlink?

Hinter Chainlink steht die frühere Entwicklungsarbeit von SmartContract.com. Das im ursprünglichen Text genannte Jahr 2014 betrifft diese Vorgeschichte, nicht den Start eines laufenden Chainlink-Mainnets. Das Whitepaper und der Tokenverkauf folgten 2017; der Verkauf brachte etwa 32 Millionen US-Dollar ein. Chainlink startete auf dem Ethereum-Mainnet im Mai 2019. Im Juni desselben Jahres stellte Google Cloud ein technisches Beispiel vor, das BigQuery-Daten über ein Chainlink-Orakel für Ethereum-Smart-Contracts verfügbar machte. Dies war keine Garantie für die Richtigkeit sämtlicher Daten oder die Sicherheit aller Dienste.

Chainlink (LINK) vs Ethereum (ETH)

Chainlink (LINK) und Ethereum (ETH)


Chainlink ist keine universelle Ausführungsblockchain wie Ethereum, sondern besteht aus mehreren dezentralen Orakelnetzwerken. Orakel verbinden externe Daten oder Systeme mit Blockchains und sind nicht zwangsläufig physische Sensoren. Betreiberknoten, APIs und Datenanbieter können die Informationen abrufen und weitergeben.

Ein Anwendungsbeispiel wäre ein Vertrag, der nach bestätigter Zahlung die Übertragung eines Fahrzeugs anstößt. Die tatsächliche rechtliche Eigentumsübertragung erfordert jedoch ein geeignetes Register und autorisierte Abläufe; ein Orakel allein erledigt sie nicht. Preisorakel können dezentralen Börsen und anderen Anwendungen Marktdaten liefern. Wetterdaten lassen sich beispielsweise für Versicherungen verwenden.

Was ist Ethereum?

Ethereum gehört zu den bekannten Blockchains mit Unterstützung für Smart Contracts. Die Entwicklungs- und Finanzierungsphase von 2014 ist vom eigentlichen Netzwerkstart zu unterscheiden: Frontier ging am 30. Juli 2015 in Betrieb. Die allgemeine Ausführungsumgebung erweiterte die Möglichkeiten für dezentrale Anwendungen.

Ether (ETH) ist der native Vermögenswert von Ethereum und wird unter anderem für Transaktionsgebühren verwendet. Ethereum wurde zu einer wichtigen Grundlage für DeFi und dezentrale Anwendungen. Eine heutige Marktführerschaft oder Überlegenheit in sämtlichen Einsatzbereichen ist damit nicht automatisch belegt; solche Aussagen benötigen einen definierten Zeitpunkt und Maßstab.

Welche Probleme will Chainlink lösen?

Der interne Konsens einer Blockchain bestätigt nicht automatisch den Wahrheitsgehalt externer Informationen. Smart Contracts, die Preise oder Wetterdaten benötigen, brauchen eine Verbindung zu diesen Quellen. Fehlerhafte Eingaben können dazu führen, dass ein Vertrag aufgrund falscher Werte Vermögenswerte bewegt. Unveränderliche Aufzeichnungen machen den Eingangswert nicht wahr. Selbst wenn neue Werte gemeldet oder Anwendungen angehalten werden können, werden bereits ausgeführte Transaktionen dadurch nicht automatisch rückgängig gemacht.

Chainlink kombiniert Beobachtungen mehrerer Quellen und Knoten, um die Abhängigkeit von einer einzigen Fehlerquelle zu verringern. Aggregation und Reputationsbewertung können Risiken reduzieren, garantieren aber keine vollständige Richtigkeit. Vergütung, Sicherheiten, Sanktionen und Teilnahmebedingungen unterscheiden sich nach Dienst und Gestaltung. Im Juli 2022 gab es nicht für sämtliche Orakel ein einheitliches automatisches Straf- und Ausschlusssystem oder bereits allgemein aktive LINK-Staking-Sanktionen.

Interoperabilität

Chainlink kann Blockchain-Anwendungen mit vorhandenen externen Systemen verbinden. Unternehmen können Daten und Arbeitsabläufe außerhalb der Blockchain als Bedingungen in Smart Contracts einbeziehen. Das System bietet dafür Orakelinfrastruktur; die konkrete Nutzung hängt von unterstützten Diensten, Netzwerken und Integrationen ab. Alle Blockchains und Altsysteme werden dadurch nicht ohne zusätzliche Arbeit verbunden. Datenquellen, Berechtigungen, Kosten und Sicherheitsannahmen bleiben zu prüfen.

Welche Probleme will Ethereum lösen?

Ethereum sollte Blockchains nicht nur für Vermögensübertragungen, sondern auch zur Ausführung allgemeiner Anwendungen nutzbar machen. Entwickler können gemeinsame Transaktionsaufzeichnungen und eine programmierbare Umgebung verwenden. Ein anderer Zweck als bei Bitcoin bedeutet nicht, dass die Vermögenswerte am Markt in keinerlei Konkurrenz stehen. Die ursprünglichen Werte von 15 Ethereum- und 7 Bitcoin-Transaktionen pro Sekunde sind grobe historische Angaben. Tatsächliche Werte hängen von Transaktionstypen, Blockparametern und Messzeiträumen ab und sind keine festen heutigen Leistungszusagen. Basisketten und zusätzliche Skalierungsebenen müssen getrennt betrachtet werden.

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Im Juli 2022 nutzte Ethereum Proof of Work mit Ethash, nicht Scrypt. Das speicherintensive Ethash-Design sollte ursprünglich eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen spezialisierte Mining-Geräte bieten; später entstanden jedoch auch Ethash-ASICs. Ein anderer Algorithmus als Bitcoins SHA-256 beseitigt weder automatisch Zentralisierung noch beweist er einen geringeren CO₂-Ausstoß. Die Konzentration auf Mining-Pools und der Stromverbrauch sind eigenständige Fragen.

Der damalige Übergang zu ETH 2.0

Im Juli 2022 war der Wechsel zu Proof of Stake noch geplant. Am 15. September 2022 wurde The Merge abgeschlossen; damit endete das Proof-of-Work-Mining auf dem Ethereum-Mainnet. Seither schlagen PoS-Validatoren Blöcke vor und bestätigen sie. Bestehende Aufzeichnungen und ETH wurden nicht durch einen neuen Token ersetzt. Der Wechsel senkte den Energieverbrauch erheblich, war aber für sich genommen keine wesentliche Durchsatzsteigerung oder Gebührensenkung. Staking-Belohnungen sind bedingt und nicht garantiert. Betriebsfehler, Kürzungen des Einsatzes und Preisänderungen bleiben Risiken. Eigenbetrieb und Poolnutzung unterscheiden sich bei Kapitalbedarf, technischen Anforderungen und zusätzlichen Vertrauensannahmen.

Wie funktioniert Chainlink?

Das Whitepaper von 2017 beschrieb ein modulares Modell mit Reputationsvertrag, Auftragsabgleich und Aggregationsvertrag. Dies ist eine historische Architekturbeschreibung, nicht ein einheitlicher Ablauf sämtlicher heutiger Dienste. Auch offene Softwarekomponenten gehören dazu; das System besteht nicht ausschließlich aus proprietärer Technik. Der Reputationsvertrag sollte Leistungsdaten wie Verfügbarkeit und Reaktionszeiten erfassen. Solche Angaben helfen bei der Auswahl, bestätigen aber nicht die Wahrheit jeder Meldung.

Der Order-Matching Contract sollte die vom Auftraggeber festgelegten Bedingungen eines Service Level Agreements erfassen und geeignete Gebote sammeln. Die benötigte Knotenzahl und Anforderungen stammen aus dem Auftrag. Ausgewählte Knoten beschaffen externe Daten und liefern Antworten, die der Aggregationsvertrag zusammenführt. Die Berechnung lässt sich an Daten und Anwendung anpassen und kann Ausreißer ausschließen. Mehrere Antworten beseitigen jedoch nicht zwangsläufig Fehler gemeinsamer Quellen oder gemeinsame Ausfälle.

LINK

LINK dient unter anderem zur Bezahlung von Chainlink-Orakeldiensten und zur Vergütung von Betreibern. Er ist kein allgemeiner Gas-Token für sämtliche Smart Contracts. Auf Ethereum werden die Netzwerkgebühren für Transaktionen und Vertragsausführung in ETH bezahlt. Die LINK-Gesamtmenge ist auf eine Milliarde begrenzt. Das bedeutet weder, dass alle Token bereits umlaufen, noch dass sie über die Projektlaufzeit wie beim Mining laufend neu erzeugt werden. Gesamtbestand und Umlaufmenge sind zu unterscheiden; Zahlungsmodelle können nach Produkt und Zeitpunkt variieren.

Wie funktioniert Ethereum?

Ethereum-Knoten prüfen Transaktionen und die Ergebnisse der Ausführung von Smart Contracts. Im Juli 2022 erzeugten Miner mit Proof of Work Blöcke und erhielten dafür ETH-Vergütungen. Nach The Merge im September 2022 übernahmen PoS-Validatoren die Blockvorschläge und Bestätigungen. ETH bleibt Ethereums nativer Vermögenswert für Gebühren und Netzwerksicherheit.

Entwickler können mit Ethereum-Sprachen und -Werkzeugen dezentrale Anwendungen erstellen. Token, Börsen und DeFi-Dienste haben sich darauf entwickelt. ERC-20 definiert eine verbreitete gemeinsame Schnittstelle für fungible Token. Die ursprüngliche Angabe von Hunderttausenden Projekten hat keinen klaren Zeitpunkt oder Zählmaßstab und ist kein bestätigter aktueller Wert. Ethereums Beitrag zur Verbreitung ist erheblich, bedeutet aber nicht, dass es sämtliche Tokenstandards und dezentralen Börsenkonzepte zuerst erfunden hat.

Chainlink und Ethereum kaufen

Die folgenden Plattformen können LINK und ETH abhängig von Region und Produkt anbieten. Prüfen Sie vor dem Handel die örtlichen Voraussetzungen, unterstützten Netzwerke, Gebühren und Produktbedingungen.

Uphold – Bietet verschiedene Kryptowerte an und bedient US-Einwohner, die die Voraussetzungen erfüllen. Neue Konten können in Deutschland und den Niederlanden nicht eröffnet werden; auch bestehende Konten können Zugangsbeschränkungen unterliegen.

Risikohinweis von Uphold: Es gelten Bedingungen. Kryptowerte sind sehr volatil. Ihr Kapital ist gefährdet. Investieren Sie nur, wenn Sie bereit sind, den gesamten investierten Betrag zu verlieren. Dies ist eine Anlage mit hohem Risiko; erwarten Sie keinen Schutz, falls etwas schiefgeht.

Kraken – Wurde 2011 gegründet. Die früher genannten über 9 Millionen Nutzer und mehr als 207 Milliarden US-Dollar Handelsvolumen pro Quartal sind historische Plattformangaben, keine verifizierten aktuellen Zahlen.

Die frühere Beschreibung nannte Zugang in über 190 Ländern, darunter Australien, Kanada und europäische Länder. Heutige Verfügbarkeit und Produkte unterscheiden sich nach Region. Kraken bedient auch US-Einwohner, die die Voraussetzungen erfüllen (ausgenommen Einwohner von New York und Maine).

Chainlink und Ethereum: ergänzende Aufgaben

Ethereum stellt die Grundlage für Anwendungsausführung und Transaktionsaufzeichnungen bereit, Chainlink verbindet externe Daten und Systeme. Anwendungen können beides nutzen, doch Wirkung und Sicherheit hängen von der Integration ab. Chainlink verbessert nicht automatisch die Leistung aller Netzwerke. Ergänzende technische Rollen garantieren auch keine Gewinne durch langfristiges Halten beider Token. Preisrisiken, Nutzen, Kosten und persönliche Umstände sind getrennt vom historischen Technikvergleich zu beurteilen.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Leitfäden Investieren in Chainlink und Investieren in Ethereum.

David Hamilton ist ein Vollzeitjournalist und ein langjähriger Bitcoinist. Er spezialisiert sich auf das Schreiben von Artikeln über die Blockchain. Seine Artikel wurden in mehreren Bitcoin-Publikationen veröffentlicht, einschließlich Bitcoinlightning.com