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CBDCs 2022: Indiens Pilot, Pläne in der Türkei und Kasachstan sowie mBridge

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CBDC

Im Jahr 2022 prüften immer mehr Länder digitale Zentralbankwährungen (CBDCs). Als digitale Verbindlichkeit einer Zentralbank sollen sie ähnliche Geldfunktionen wie Bargeld erfüllen: Wertaufbewahrung, Recheneinheit und Zahlungsmittel.

Zu den erhofften Vorteilen gehörten effizientere Zahlungen, bessere finanzielle Teilhabe insbesondere in Schwellenländern und mehr Möglichkeiten gegen Geldwäsche und Betrug. Diese Effekte hängen von der Ausgestaltung ab; Transparenz und Datenschutz müssen dabei miteinander vereinbart werden.

China erprobte den digitalen Yuan und ermöglichte ausländischen Gästen seine Nutzung bei den Olympischen Winterspielen 2022. Auch die Europäische Zentralbank und das britische Finanzministerium untersuchten CBDCs. Forschung war jedoch kein endgültiger Einführungsbeschluss. Die USA hatten 2022 ebenfalls noch keine Entscheidung über eine Ausgabe getroffen und prüften Auswirkungen und Optionen.

Der Artikel erwähnte zudem Untersuchungen der Bank of Tanzania zu digitalem Geld und ihr Interesse an Kryptowährungen. Daraus folgte keine beschlossene gemeinsame Einführung von CBDC und privaten Kryptowährungen. Bhutans Royal Monetary Authority plante auf Basis der bestehenden Zahlungsinfrastruktur schrittweise Tests für Privatkundenzahlungen, grenzüberschreitende Zahlungen und Geschäfte zwischen Finanzinstituten.

Indien startet einen CBDC-Test für Finanzinstitute

Die Reserve Bank of India (RBI) kündigte am 31. Oktober 2022 an, den ersten Pilotversuch im Wholesale-Segment am 1. November zu beginnen. Er sollte die Abwicklung von Sekundärmarktgeschäften mit Staatsanleihen testen, nicht die landesweite Ausgabe einer allgemeinen Digitalwährung.

Neun Banken waren beteiligt: State Bank of India (SBI), Bank of Baroda (BANKBARODA.BO ), Union Bank of India (UBI), HDFC Bank (HDB ), ICICI Bank (IBN ), Kotak Mahindra Bank, Yes Bank (YESBANK.BO ), IDFC First Bank und HSBC. Der Versuch sollte Erkenntnisse zu Technik, Betrieb sowie wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen liefern.

Nach Darstellung der RBI sollte die Abwicklung in Zentralbankgeld den Interbankenmarkt effizienter machen und Kosten senken, weil sie den Bedarf an Abwicklungsgarantien oder Sicherheiten gegen das Abwicklungsrisiko vermeiden könnte. Gemeint war die Vermeidung dieses Bedarfs, nicht seine vorzeitige Bereitstellung.

Ein Pilot für Privatkundenzahlungen sollte laut damaliger Ankündigung binnen eines Monats an ausgewählten Orten in geschlossenen Gruppen aus Kunden und Händlern folgen.

Anita Mishra, damals Leiterin für Märkte und Wertpapierdienstleistungen bei HSBC India, erwartete laut Artikel mit der Zeit weitere Einsatzmöglichkeiten im Inland und bei grenzüberschreitenden Geschäften.

Die RBI untersuchte Nutzen und Herausforderungen schon länger. Ihr Konzeptpapier von 2022 nennt eine interne Arbeitsgruppe vom Oktober 2020 und einen hochrangigen Ausschuss vom Februar 2022. Auf dieser Grundlage sollten Anwendungsfälle schrittweise getestet werden.

Der Pilotstart war ein wichtiger Schritt, bedeutete aber noch keinen Beschluss zur breiten Ausgabe an sämtliche Nutzer.

Türkei verfolgt Digital-Lira-Pläne für 2023

Der Artikel von 2022 berichtete über Pläne für 2023, die unter anderem im Umfeld einer Konferenz zur Digitalisierung des Bankwesens vorgestellt wurden. Bereits 2021 hatte die Zentralbank Forschungskooperationen zur Ergänzung der Zahlungsinfrastruktur angekündigt. Fortschritte bei Plänen und Tests waren kein garantierter Termin für eine landesweite Einführung.

Das im Artikel vorgestellte Präsidialprogramm für 2023 sah im Bereich Zahlungsbilanz und zugehörige Maßnahmen die praktische Umsetzung einer blockchainbasierten Zentralbankwährung vor. Das war eine politische Zielsetzung.

Die Zentralbank sollte federführend mit Finanzbehörden, wissenschaftlich-technischen Einrichtungen und Banken zusammenarbeiten, um Forschung, Entwicklung und Tests voranzutreiben.

Der Artikel beschrieb die Anbindung der digitalen türkischen Lira an digitale Identitäten und das von der Zentralbank betriebene Sofortzahlungssystem FAST als Plan. Daraus ergab sich kein Nachweis, dass bereits ein vollständiger Regelbetrieb bestand.

Das Vorhaben gehörte zur umfassenderen Digitalstrategie der Zentralbank. Der Artikel erwähnte Untersuchungen seit 2018; ein Forschungsbeginn ist jedoch nicht mit der allgemeinen Nutzung gleichzusetzen.

Kasachstan prüft Experimente mit BNB Chain

In Kasachstan wurde die Zusammenarbeit mit BNB Chain als eine Möglichkeit zur Nutzung von Blockchain-Technik diskutiert. Das war kein endgültiger Beschluss, das gesamte Währungssystem auf ein privates Netzwerk zu übertragen.

Der Artikel beschrieb, dass der damalige Minister für digitale Entwicklung Bagdat Mussin Anwendungen für digitale Identitäten, digitale Wirtschaft und intelligente Städte untersuchte.

Er habe außerdem betont, von Branchenerfahrungen profitieren und ein günstiges Umfeld für Blockchain-Unternehmen und Projekte schaffen zu wollen. Die dabei verwendete Beschreibung der Plattform als weltweit führend war eine Einschätzung ihrer Befürworter.

BNB Chain umfasst Anwendungen wie Vermögensverwaltung, dezentrale Börsen und Zahlungen. Der im Artikel genannte Start im April 2019 betraf die Vorgängerkette Binance Chain. Die Zusammenfassung der Marken Binance Chain und Binance Smart Chain unter BNB Chain wurde im Februar 2022 angekündigt.

Im Artikel zitierter Binance-Beitrag

(Bildquelle)

Der damalige Binance-Chef Changpeng Zhao erklärte, die Nationalbank Kasachstans prüfe die Einbindung des digitalen Tenge in BNB Chain. Das war seine Darstellung der Test- und Kooperationspläne, kein Bericht über eine bereits abgeschlossene allgemeine Währungseinführung.

Zhao zufolge hatte Binance der Bank BNB Chain vorgestellt, woraufhin sie Einsatzmöglichkeiten ihrer CBDC auf diesem Netzwerk untersuchen wollte.

Gleichzeitig ging Kasachstan gegen Teile des Kryptomining-Sektors vor und warb über das Astana International Financial Centre (AIFC) um Kryptobörsen. Der Artikel berichtete, Binance habe im Vormonat, Oktober 2022, eine Betriebserlaubnis der Astana Financial Services Authority erhalten.

mBridge schließt 2022 einen Pilotversuch mit realen Werten ab

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und die Währungsbehörden aus Hongkong, Thailand, Festlandchina und den Vereinigten Arabischen Emiraten beendeten einen mBridge-Pilotversuch mit realen Werten. Abgeschlossen war dieser Test, nicht das gesamte Projekt.

Der sechswöchige Versuch im Jahr 2022 untersuchte grenzüberschreitende Zahlungen und Devisengeschäfte mit mehreren CBDCs.

Laut BIZ nahmen 20 Geschäftsbanken aus vier Rechtsräumen teil. Sie führten über 160 Zahlungs- und Devisen-Zug-um-Zug-Geschäfte im Gesamtwert von mehr als 22 Millionen US-Dollar durch. Es ging also nicht nur um simulierte Transaktionsdaten.

Zu den weiteren Arbeitsfeldern gehörten Liquiditätsmanagement, Wechselkursbildung, Rechtsrahmen, Datenschutz, verteilte Betriebsformen und geschäftliche Anwendungen. 2022 war vorgesehen, zunächst ein minimal funktionsfähiges Produkt (MVP) und später ein produktionsreifes System zu entwickeln; beides war damals noch nicht vollständig umgesetzt.

Gaurav begann 2017 mit dem Handel von Kryptowährungen und ist seitdem in den Crypto-Raum verliebt. Sein Interesse an allem, was mit Kryptowährungen zu tun hat, hat ihn zu einem Schriftsteller spezialisiert auf Kryptowährungen und Blockchain gemacht. Bald fand er sich dabei wieder, mit Krypto-Unternehmen und Medienunternehmen zu arbeiten. Er ist auch ein großer Batman-Fan.