Materialwissenschaft

Atomic Lift-Off Durchbruch: Ultraleichte IR‑Sensoren bei Raumtemperatur

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atomic-lift off

Forschende am MIT und weiteren Einrichtungen haben mit dem Verfahren „Atomic Lift-off“ äußerst dünne, infrarotempfindliche Schichten hergestellt. Ein 2025 in Nature beschriebenes Laborgerät demonstriert die Messung thermischer Infrarotstrahlung bei Raumtemperatur. Eine einsatzbereite Nachtsichtbrille ist daraus noch nicht geworden.

Infraroterkennung und Pyroelektrizität

Infrarotstrahlung kann Hinweise auf Temperaturänderungen liefern. Ein pyroelektrisches Material erzeugt ein elektrisches Signal, wenn sich seine Temperatur ändert. Manche besonders empfindlichen Infrarotdetektoren benötigen Kühlung, doch nicht alle heutigen Sensoren arbeiten mit flüssigem Stickstoff. Die neue Studie untersucht eine sehr dünne Schicht für eine ungekühlte Detektion.

Wie funktioniert Atomic Lift-off?

Laut der Originalstudie wuchs die Gruppe eine Schicht des Materials PMN-PT auf einem kristallinen Träger. Eigenschaften der Grenzfläche, bei denen Blei eine Rolle spielt, ermöglichten das Ablösen ohne zusätzliche künstliche Trennschicht. So entstanden frei stehende Schichten von weniger als zehn Nanometern Dicke. Das erleichtert ihren Transfer auf andere Bauteile, macht eine Sicherheitsbewertung des bleihaltigen Materials aber nicht überflüssig.

Dünne Infrarotschicht aus dem Atomic-Lift-off-Verfahren

Bild: Jung-El Ryu

Ergebnisse des Versuchssystems

Nach Angaben des MIT übertrugen die Forschenden etwa zehn Nanometer dünne PMN-PT-Schichten auf einen Schaltkreis und bauten eine Anordnung mit 100 wärmeempfindlichen Pixeln. Das Material zeigte eine ausgeprägte pyroelektrische Reaktion und ungekühlte Detektion im fernen Infrarotbereich. Dies sind Messungen am Material und an einer kleinen Laboranordnung, keine Leistungsnachweise für fertige Brillen, Fahrzeuge oder Raumfahrtgeräte.

Mögliche Anwendungen und Grenzen

Ein solcher dünner Detektor könnte künftig für leichte Nachtsichtgeräte, tragbare Sensoren oder Wärmeerkennung in Fahrzeugen nützlich sein. Vorher müssen vollständige Geräte gebaut und Empfindlichkeit, Lebensdauer, Strombedarf und Sicherheit unter verschiedenen Bedingungen geprüft werden. Die Studie nennt keinen Termin für eine Markteinführung.

Forschende und Unternehmen

Erstautor ist Xinyuan Zhang; geleitet wurde die Gruppe von Jeehwan Kim. Teledyne Technologies ist ein anderes Unternehmen und wird nicht als Teilnehmer dieser Materialstudie genannt. Aus dem Ergebnis lässt sich keine Aktienprognose ableiten.

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Aktuelle Nachrichten zu Teledyne

Quelle: Zhang, X. et al., Nature 641, 98–105 (2025), doi:10.1038/s41586-025-08874-7.

David Hamilton ist ein Vollzeitjournalist und ein langjähriger Bitcoinist. Er spezialisiert sich auf das Schreiben von Artikeln über die Blockchain. Seine Artikel wurden in mehreren Bitcoin-Publikationen veröffentlicht, einschließlich Bitcoinlightning.com