Vordenker
Alles, was sich lohnt, braucht Zeit, KI‑Agenten eingeschlossen
Seit fast fünf Jahrzehnten führt Apple (AAPL ) technologische Fortschritte an und erweitert kontinuierlich seine Produktpalette, um die Grenzen der Technologie zu testen. Um jedoch sein Wachstum aufrechtzuerhalten, erfordert diese fortlaufende Entwicklung eine Infrastruktur, die ständig wächst.
Von den Anfängen der Personal Computer bis zur Einführung des iPhone erforderte jeder Meilenstein den Aufbau neuer Rechenzentren, die Erweiterung von Netzwerken und die Steigerung der Produktionskapazitäten, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.
Ähnliche infrastrukturelle Herausforderungen stellen sich für Krypto und Blockchain, wenn sie mit Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) verschmelzen. Infolge des 222-prozentigen Anstiegs der Marktbewertung von KI‑Agenten im letzten Quartal 2024 untersuchen viele Kryptowährungsentwickler weiterhin neue Integrationen für ihre Projekte, wodurch sie zu Vorreitern bei der Einführung von KI‑Agenten werden.
Während der Fortschritt von KI unbestreitbar ist, benötigen Blockchains stärkere Grundlagensysteme, um mit Hilfe von KI‑Agenten effizienter zu arbeiten. Die bestehende Infrastruktur muss verbessert werden, um die Komplexität und die Anforderungen dieser wachsenden Beliebtheit zu bewältigen, und ohne wesentliche Aufrüstungen bleibt das volle Potenzial KI‑gesteuerter Technologien unerreichbar.
Der nächste natürliche Schritt von Krypto ist Autonomie
Gartner prognostiziert, dass bis 2028 33 Prozent der Projekte KI‑Agenten einsetzen werden und 15 Prozent der täglichen Arbeitsentscheidungen autonom getroffen werden. Es wird erwartet, dass KI‑Agenten einen bedeutenden Anteil an Entscheidungsfindungen übernehmen, vor allem für komplexe, unklare oder schwer lösbare Aufgaben, die über die Fähigkeiten herkömmlicher Software‑Algorithmen hinausgehen.
Bis Ende 2025 wird prognostiziert, dass Blockchain‑Netzwerke 1 Million KI‑Agenten unterstützen werden, und Entwickler erwarten einen Anstieg finanzieller Operationen, angetrieben durch Handelsoptimierung, Wallet‑Management und automatisierte Ertragsstrategien.
KI‑Agenten im Kryptobereich sind besonders überzeugend, da sie perfekt mit der 24/7‑Natur des Marktes harmonieren. Im Gegensatz zu traditionellen Märkten operiert Krypto rund um die Uhr, wodurch autonome Systeme besonders nützlich für die Verwaltung von Portfolios sind, da sie Echtzeit‑Anpassungen basierend auf Marktanalysen ermöglichen, ohne menschliches Eingreifen.
Trotz der über $2 Milliarden, die in den letzten zwei Jahren in KI‑Startups investiert wurden, hat die Infrastruktur, insbesondere hinsichtlich Skalierbarkeit, Schwierigkeiten, Schritt zu halten. Da die Anwendungsfälle weiter zunehmen, müssen Investoren und Branchenführer die kurzfristigen Erwartungen an KI‑Agenten neu ausrichten.
Geduld zahlt sich immer aus
Eine aktuelle Umfrage zeigte, dass Projekte, die KI‑Agenten implementieren wollen, Zugriff auf mehrere Datenquellen benötigen (genauer gesagt acht oder mehr), um effektiv eingesetzt zu werden.
Zusammen mit Datenintegrationen müssen KI‑Agenten nahtlos mit der Software eines Unternehmens interagieren und Datenverbindungen unterstützen, wodurch Sicherheit höchste Priorität hat. Eine Verletzung oder ein Verstoß durch einen Agenten könnte eine Reihe von Ereignissen auslösen, die verbundene Systeme gefährden.
Im Kryptobereich könnte ein Sicherheitsverstoß katastrophal sein, was zu einem Vertrauensverlust und langfristigen Schäden für das gesamte Ökosystem führen würde. Da Blockchain nach dem Prinzip der Dezentralisierung funktioniert, könnte jede Schwäche eines KI‑Agents böswilligen Akteuren ermöglichen, Schwachstellen auszunutzen.
Ein weiteres Hindernis für eine breitere Akzeptanz ist die Gefahr des Modellzusammenbruchs. Dieser tritt auf, wenn ein KI‑System repetitiv und vergesslich wird und die Anpassungsfähigkeit verliert, die es ursprünglich effektiv machte. Er entsteht typischerweise, wenn der Agent Schwierigkeiten hat, neue Informationen zu integrieren, wodurch seine Anpassungsfähigkeit eingeschränkt wird.
Um diese grundlegenden Hindernisse zu verhindern, müssen Entwickler die Flexibilität von KI‑Agenten betonen. Das Blockchain‑Umfeld entwickelt sich ständig weiter, sodass KI‑Agenten so konzipiert sein müssen, dass sie mit den fortlaufenden Veränderungen Schritt halten. Dies erfordert kontinuierliches Modell‑Training, um sicherzustellen, dass sie neue Informationen aufnehmen und sich an das wachsende Umfeld anpassen können.
KI‑Agenten werden nicht von Anfang an perfekt sein, und das ist auch nicht erforderlich. Was sie wirklich wertvoll macht, ist ihre Fähigkeit, sich im Laufe der Zeit weiterzuentwickeln und anzupassen, um den Standards zu entsprechen, während sie fortschreiten. Anfang Januar sind 90 Prozent der gestarteten KI‑Agenten gescheitert. Das ist jedoch nicht immer negativ, da es bedeutet, dass nur diejenigen überleben, die Zeit investieren, um in die Hardware und den Nutzen zu investieren.
Mit ihrem Wachstum steigt auch das Nutzerverständnis und das Vertrauen, ebenso wie die Notwendigkeit, sich an die Autonomie dieser Systeme anzupassen. Dennoch müssen die Nutzer Vertrauen in die Fähigkeiten des Systems haben, bevor sie dessen volles Potenzial vollständig annehmen.
Blockchain ist eine Branche, in der Ideen manchmal die derzeit möglichen Infrastruktur‑ und Technologiemöglichkeiten übertreffen. Mit KI‑Agenten kann die Blockchain jedoch Innovation vorantreiben, benötigt jedoch Zeit, um technische Herausforderungen zu überwinden, bevor sie ihr volles Potenzial ausschöpfen kann. Bis dahin sollten Entwickler die Verfeinerung ihrer Technologie priorisieren, um das Vertrauen der Investoren in die Fähigkeit der KI‑Agenten zu stärken, ihre Versprechen zu erfüllen.












