Digitale Vermögenswerte
Algorand gewinnt Partnerschaften mit dem Australia Zoo und der FIFA

Algorand warb im Mai 2022 mit einer negativen CO₂-Bilanz: Die energieeffiziente Blockchain sollte durch den Kauf von Emissionsgutschriften mehr Emissionen ausgleichen, als ihr Betrieb verursachte. Diese Bilanz beruhte auf Kompensation, nicht darauf, dass das Netzwerk selbst CO₂ aus der Atmosphäre entfernte. Der Ansatz sprach neben Anlegern auch Marken an, die Blockchain-Anwendungen nutzen wollten.
Nachhaltigkeit und geringe Transaktionsgebühren gehörten zu Algorands Verkaufsargumenten. In dieser Zeit wurden zwei weitere Kooperationen bekannt: ein NFT-Projekt des Australia Zoo und eine Partnerschaft mit der FIFA.
Australia Zoo wählt Algorand für seine NFT-Kollektion
Der mit der Familie Irwin verbundene Australia Zoo kündigte eine NFT-Kollektion auf Algorand an. Anlass war das 20-jährige Bestehen der Naturschutzorganisation Wildlife Warriors, nicht des Zoos selbst.
Die gemeinsam mit Meadow Labs entwickelte Kollektion sollte einzigartige, zufällig erzeugte NFTs mit zusätzlichem Nutzen umfassen. Die Gestaltung sollte sich nicht aus einem vorab festgelegten Ergebnis ergeben; doppelte Exemplare waren nicht vorgesehen.
Der genaue Veröffentlichungstermin sollte in den folgenden Wochen bekannt gegeben werden. Über MoonPay sollten Käufer im Webshop mit herkömmlicher Währung Kryptowährungen erwerben können, um damit die NFTs zu kaufen. Gemeint war ein Fiat-Zahlungszugang, keine Zahlung mit Bargeld vor Ort.
Robert Irwin erklärte, Algorands Umweltansatz eröffne dem Zoo einen neuen Weg, sich weiter für „den Schutz unserer Tierwelt und ihrer natürlichen Lebensräume“ einzusetzen.
Algorand plant breitere Beteiligung an Governance und Belohnungen
Die Algorand Foundation wollte im Mai 2022 Änderungen am Governance-Modell zur Abstimmung stellen. Neben ALGO-Inhabern, die ihre Token für einen Governance-Zeitraum zusagten und abstimmten, sollten künftig weitere aktive Teilnehmer berücksichtigt werden. Reines passives Halten allein begründete keinen Anspruch auf Governance-Belohnungen.
Die Vorschläge zielten zunächst auf eine stärkere Einbindung von DeFi-Projekten und ihren Nutzern. Auch Beiträge von NFT-Erstellern und Entwicklern sollten längerfristig berücksichtigt werden. Es handelte sich um geplante Änderungen, nicht um bereits allgemein geltende Ansprüche.
Zu diesem Zweck hatte die Stiftung die Algorand-Community eingeladen, sich zu den Regeln für Governance und Belohnungen zu äußern. Die Rückmeldungen sollten in die Vorschläge für die am 1. Juni 2022 beginnende Abstimmung einfließen. Als möglicher Umsetzungszeitraum nach einer Zustimmung war Governance-Periode 4 vorgesehen. Diese fiel in das dritte Quartal 2022, nicht in das vierte.
Algorand wird Blockchain-Partner der FIFA
Algorand hatte mit dem Fußballweltverband FIFA eine Vereinbarung geschlossen, die das Unternehmen zum offiziellen Blockchain-Partner machte. Die Zusammenarbeit sollte Algorand eine größere internationale Sichtbarkeit verschaffen, insbesondere rund um die bevorstehende Weltmeisterschaft. Zum Vergleich: Die WM 2018 erreichte laut FIFA insgesamt rund 3,5 Milliarden Zuschauer.
Die Vereinbarung umfasste eine offizielle blockchainbasierte Wallet-Lösung und Unterstützung bei der Strategie der FIFA für digitale Vermögenswerte. Außerdem sollte Algorand alsregionaler Unterstützerder FIFA-Weltmeisterschaft Katar 2022 in Europa und Nordamerika sowie als offizieller Sponsor der FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland auftreten.
Im Gegenzug waren Werbe-, Medien- und andere Vermarktungsmöglichkeiten vorgesehen. Die Zusammenarbeit wurde damals als erster neuer US-Sponsorenvertrag für die Fußball-WM seit 2011 beschrieben und verschaffte dem Unternehmen Zugang zur internationalen Bühne der FIFA. Diese Aufmerksamkeit konnte seine Wachstumsziele unterstützen, garantierte aber keinen geschäftlichen Erfolg.
FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte, die Zusammenarbeit solle dazu beitragen, den Fußball wirklich global zu machen.
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